Handy-Überwachung: Berliner Polizei rasterte mehrfach Mobilfunk-Nutzer

Umstrittene Praxis, häufiger Einsatz: Nach Informationen des SPIEGEL hat die Berliner Polizei bei Ermittlungen im Fall des mutmaßlichen Serienbrandstifters André H. mehrfach Mobilfunkdaten ausgewertet.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...810660,00.html
  1. #10

    Ihr Verweis auf die Ohnesorg-Erschießung steht doch in keinerlei Zusammenhang mit dem hier diskutierten Thema.
  2. #11

    Ach?

    Zitat von frank_w._abagnale Beitrag anzeigen
    Und? Wo ist das Problem?
    Ich habe schließlich nichts zu verbergen.
    Okay, dann bitte hier gleich mal posten:
    - Jahressalär
    - Kontostände aller Konten
    - Briefverkehr der letzten, na sagen wir 12 Monate
    - Telefonpartner und Inhalt der Telefonate , selber Zeitraum
    - metergenaue Aufenthaltsdaten , selber Zeitraum
    - Inhalt sämtlicher dabei geführter Gespräche

    Vielleicht hilft das ja beim denken. Ansonsten empfehle ich einen mehrjährigen Aufenthalt in der DDR.. -oh, geht ja nicht mehr-, okay, dann Nordkorea oder China
  3. #12

    Die große Gefahr bei Rasterfahndung ist, daß man so zwar jemanden finden kann, der sein Handy mit zum Zündeln nimmt, andererseits aber auch jemand, der sich häufig in der gleichen Gegend aufhält, auch in die Fahndung kommt. Wenn derjenige sich dann noch einmal auf dem Weg von der Kneipe am falschen Wagen abstützt, dann ist schnell ein Indizienbeweis gegen einen unschuldigen geschaffen (der sich womöglich an nichts erinnert). Daß dazu keiner Lust hat, ist nur natürlich.
  4. #13

    ...

    Zitat von 7eggert Beitrag anzeigen
    Die große Gefahr bei Rasterfahndung ist, daß man so zwar jemanden finden kann, der sein Handy mit zum Zündeln nimmt, andererseits aber auch jemand, der sich häufig in der gleichen Gegend aufhält, auch in die Fahndung kommt. Wenn derjenige sich dann noch einmal auf dem Weg von der Kneipe am falschen Wagen abstützt, dann ist schnell ein Indizienbeweis gegen einen unschuldigen geschaffen (der sich womöglich an nichts erinnert). Daß dazu keiner Lust hat, ist nur natürlich.
    Aber doch nicht bei der Berliner Justiz. Wenn ich hier den Blätterwald in der Hauptstadt so durchforste, dann hat man auch mit rußigen Händen, Grillanzünder im Rucksack (im Winter) und in unmittelbarer Nähe eines brennenden Fahrzeuges gute Chancen als unschuldig zu gelten.
  5. #14

    Zitat von bambus07 Beitrag anzeigen
    Ihr Verweis auf die Ohnesorg-Erschießung steht doch in keinerlei Zusammenhang mit dem hier diskutierten Thema.
    Wir lernen: Die Erschießung Ohnesorgs war in jeglicher Hinsicht ein Gesetzesbruch. Die Knilche bei der Berliner Polizei haben sich gegenseitig gedeckt. Das tun die wohl öfter, hmmmmm...
    Nun nimmt man es in dieser Behörde nicht nur bei Mord von Kollegen nicht so genau, das fängt schon vorher an. Datenschutz: Legal, illegal, scheißegal. Das hat also System - vielleicht auch dann wenn man mal wieder einen der eigenen Kollegen decken muss, und einen Idioten benögt, dem man die ganze Chose in die Schuhe schieben kann?

    Verbindungs- und Aufenthalsdaten sind da eine Goldmine... und ob es legal oder illegal ist, interessiert diese Straftäter in Uniform ja traditionell nicht.
    Verbrecher sind für die immer nur die anderen. Auch das hat Tradition.
  6. #15

    Wo bleibt der Rechtsstaat?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Umstrittene Praxis, häufiger Einsatz: Nach Informationen des SPIEGEL hat die Berliner Polizei bei Ermittlungen im Fall des mutmaßlichen Serienbrandstifters André H. mehrfach Mobilfunkdaten ausgewertet.

    Handy-Überwachung: Berliner Polizei rasterte mehrfach Mobilfunk-Nutzer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Das ist ja fürchterlich! Und erwischt haben sie ihn dann auch noch. Wo bleibt der Rechtsstaat?
  7. #16

    Überwachung unsinnig!

    Nur die dümmsten Brandstifter haben ihr eigenes Handy in der Tasche. Wer nur ein Minimuman Verstand hat, schaltet das Handy aus oder läßt es eingeschaltet zu Hause, denn dann gibt einem dieses sogar ein Alibi.
  8. #17

    :(

    So ein Shitstorm kann es auch nur in Deutschland geben!
    Dem Täter wurde UNTER ANDEREM durch die Rasterfahndung das Handwerk gelegt und es wurden AUCH andere Beweise und Methoden verwendet. Aber das passt nicht ins linke Weltbild einiger User hier...
  9. #18

    Wen interessierts?

    Zitat von Mach999 Beitrag anzeigen
    Ich habe eine ganze Menge zu verbergen. Mein Leben geht den Staat nichts an, solange ich mich an Gesetze halte.
    Ach, wissen Sie: Solange Sie sich an Gesetze halten, interessiert sich auch absolut niemand für Ihr Leben.
  10. #19

    keine Zehntausende

    Zitat von Mach999 Beitrag anzeigen
    Es ging hier um Autobrandstiftung. Das ist eine Straftat, die nichts mit einem "High-Tech-Zeitalter" zu tun hat. Grillanzünder gab es früher auch schon. Insofern ist Ihre Warnung davor, dass das "High-Tech-Zeitalter" zu ausufernder Kriminalität in diesem Bereich führen würde, absoluter Humbug.

    Dass man "High-Tech-Kriminalität" mit "High-Tech-Methoden" bekämpfen muss, ist nachvollziehbar. Dass man "Steinzeit-Kriminalität" mit "High-Tech-Methoden" bekämpfen und dafür Zehntausende von Menschen unter Generalverdacht stellen muss, muss schon sehr gut begründet sein.

    Hier werden sicher keine Zehntausende von Menschen unter Generalverdacht gestellt. Zunächst mal wurden ja nur Telefonnummern, also Nummern, keine Menschen, abgeglichen. Die Schnittmengen und Übereinstimmungen dürften sich dann in einem übersichtlicheren Rahmen bewegt haben.
    Die Erhebung zusätzlicher, zur Fahndung nicht erforderlicher Daten macht doch nur zusätzliche Arbeit. Und man kann davon ausgehen, dass auch die Polizei nicht mehr macht, als für die Ergreifung von Verdächtigen notwendig ist.
    Möglicherweise tut sie sogar weniger, sonst hätte die Ergreifung nicht solange gedauert...

    Vor diesem Hintergrund kann man auch Ihre Aussagen als Übertreibung, wenn nicht sogar als Humbug bezeichnen.