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Hamburger Piratenprozess: Staatsanwaltschaft fordert bis zu zwölf Jahre Haft

dapdDer mutmaßliche Kommandeur der Piraten soll für zwölf ins Gefängnis, die Mitangeklagten für mindestens viereinhalb Jahre: Im Hamburger Prozess gegen zehn wegen Schiffsentführung angeklagte Somalier hat die Staatsanwaltschaft plädiert - durchaus überraschend.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...854317,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der mutmaßliche Kommandeur der Piraten soll für zwölf ins Gefängnis, die Mitangeklagten für mindestens viereinhalb Jahre: Im Hamburger Prozess gegen zehn wegen Schiffsentführung angeklagte Somalier hat die Staatsanwaltschaft plädiert - durchaus überraschend.

    Piratenprozess Hamburg: Staatsanwaltschaft fordert bis zu zwölf Jahre Haft - SPIEGEL ONLINE
    ui ui, der staatsanwalt fordert haftstrafen.
    da hört man die herrschaften von der piratenversteher-industrie ja jetzt schon aufheulen.
    ob die 20 rechtsanwälte (pro pirat 2 pflichtverteidiger, man gönnt sich ja sonst nix) mit ihren plädoyers nun schnell zu potte kommen ist wohl kaum zu erwarten.
    wenn man seit 2010 recht üppig von dieser ganzen farce lebt hat man wohl kaum ein interesse daran das ganze schnell zu beenden.
  2. #2

    Tja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der mutmaßliche Kommandeur der Piraten soll für zwölf ins Gefängnis, die Mitangeklagten für mindestens viereinhalb Jahre: Im Hamburger Prozess gegen zehn wegen Schiffsentführung angeklagte Somalier hat die Staatsanwaltschaft plädiert - durchaus überraschend.

    Piratenprozess Hamburg: Staatsanwaltschaft fordert bis zu zwölf Jahre Haft - SPIEGEL ONLINE
    Im Grunde ärgern mich die mit diesem Akt über Jahre verbundenen Ausgaben. Auch verstehe ich die Korrelation zwischen Lebensumständen und der Straftat nicht - es handelt sich hierbei nicht um Mundraub. Piraten kapern Schiffe, um Geld bezüglich Fracht und Personal zu erpressen. Wäre das Personal unerpressbar, würden die Piraten es wohl über Bord werfen....(bitte diesbezüglich keine Interpretationen, wir leben in einem "Gott-sei-Dank" Rechtsstaat)

    Was passiert eigtl. mit den aus der U-Haft entlassenen und denjenigen, die ihre Strafe nach nach etlichen Jahren rechtlich verbüßt haben?

    Um die mit diesem Akt verbundenen Kosten zu decken, würde ich empfehlen, die Gefangenen der deutschen Sprache zu unterrichten und ihnen ferner eine Ausbildung zu ermöglichen. Sollten die Gefangenen clever genug sein und zielstrebig lernen, so könnten sie nach Haftentlassung vernünftige Arbeit finden und dadurch implizit die Kosten decken... quasi der Weg vom Pirat zum wertvollen Mitglied der Gesellschaft. Ob das gelingen kann? Naja, vielleicht ist diese Überlegung auch völliger Unsinn, denn damit wäre indirekt auch der Anreiz zur Piraterie deutscher Schiffe geschaffen.

    In vielen Fällen ist es wohl nicht so leicht, Nutzen und Aufwand im Vorfeld zu planen.
  3. #3

    tite

    Zitat von deccpqcc Beitrag anzeigen
    ui ui, der staatsanwalt fordert haftstrafen.
    da hört man die herrschaften von der piratenversteher-industrie ja jetzt schon aufheulen.
    Ach wissen Sie...
    Strafe muss schon sein, allerdings finde ich es vollkommen richtig, dass die Lebenssituation in Somalia beleuchtet wird, um die Hintergründe der Taten besser verstehen und gerechter urteilen zu können.
    Es werden wohl sehr wenige "Piratenversteher" (ist Ihre Shift-Taste eigentlich defekt oder sind Sie nicht der Groß- und Kleinschreibung mächtig?) "aufheulen", weil es den Piraten in einem deutschen Gefängnis wohl wesentlich besser gehen wird als in Somalia - abgesehen vom Entzug der Freiheit.








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