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Hamburger Hafenwelt: Lufthoheit über den dicken Pötten

APSteuert ein Kreuzfahrtschiff in den Hamburger Hafen, kann Soenke Greve dem Kapitän zuwinken. Von Brücke zu Brücke, auf Augenhöhe. Aus seiner "Kanzel" wuchtet der Containerbrückenfahrer mächtige Stahlboxen auf Schiffe - zu Besuch in der verborgenen Arbeitswelt des Hafens.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...837165,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Steuert ein Kreuzfahrtschiff in den Hamburger Hafen, kann Soenke Greve dem Kapitän zuwinken. Von Brücke zu Brücke, auf Augenhöhe. Aus seiner "Kanzel" wuchtet der Containerbrückenfahrer mächtige Stahlboxen auf Schiffe - zu Besuch in der verborgenen Arbeitswelt des Hafens.

    Hafen Hamburg: Die Arbeitswelt der Schiffe, Brücken, Container - SPIEGEL ONLINE
    Hamburg ist nur die Nummer 2 unter den Containerhäfen Europas, bei der Gesamttonnage liegt Antwerpen weiterhin weit vor Hamburg. Trotzdem immer noch beachtlich, wenn man die lange, mühselige Revierfahrt bis ganz hoch zur Binnenstadt Hamburg bedenkt, die zudem für tiefgehende Schiffe auch noch abhängig von der Tide ist.
  2. #2

    Nr. 2

    Zitat von Trondesson Beitrag anzeigen
    Hamburg ist nur die Nummer 2 unter den Containerhäfen Europas, bei der Gesamttonnage liegt Antwerpen weiterhin weit vor Hamburg. Trotzdem immer noch beachtlich, wenn man die lange, mühselige Revierfahrt bis ganz hoch zur Binnenstadt Hamburg bedenkt, die zudem für tiefgehende Schiffe auch noch abhängig von der Tide ist.
    Ja, HH ist die Nummer 2 in Europa. So steht es auch im Artikel: "Hamburg ist Deutschlands Exporthafen Nummer eins und liegt in Europa auf Rang zwei hinter dem Konkurrenten Rotterdam; im Zuge der letzten Wirtschaftskrise hatte sich Antwerpen eine Zeitlang vor Hamburg geschoben." Was wollen Sie uns also sagen?
  3. #3

    Was ist mit den Unständigen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Steuert ein Kreuzfahrtschiff in den Hamburger Hafen, kann Soenke Greve dem Kapitän zuwinken. Von Brücke zu Brücke, auf Augenhöhe. Aus seiner "Kanzel" wuchtet der Containerbrückenfahrer mächtige Stahlboxen auf Schiffe - zu Besuch in der verborgenen Arbeitswelt des Hafens.

    Hafen Hamburg: Die Arbeitswelt der Schiffe, Brücken, Container - SPIEGEL ONLINE
    Interessanter Artikel. Ich habe selbst einige Jahre im Hamburger Hafen gearbeitet. Leider nicht als Brückenfahrer. Auch nicht als "Fester" wie Herr Greve. Viele, die die selbe Arbeit machen wie er, sind "Unständig Beschäftigte". Ohne sie läuft im Hafen nichts. "Unständige" werden nur nach den geleisteten Schichten bezahlt. Ist keine Arbeit vorhanden, gibt es auch kein Geld. Und sich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit zu versichern geht auch nicht. Diese Problematik gibt es schon seit vielen Jahren. Aber da tun sich auch die Gewerkschaften wie Verdi schwer mit. Habe es selbst damals beim Gesamthafenbetrieb (GHB) selbst erlebt. Unständige dürfen nach meinem Kenntnisstand nicht länger wie eine Woche (Mo.-Fr.) dieselbe Tätigkeit am selben Ort ausführen. Fangen sie am Montag der Folgewoche wieder am selben Ort mit der selben Tätigkeit an, entsteht ein Dauerarbeitsverhältnis mit Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung. Aber das hat in meiner Zeit weder den GHB, Verdi oder den Spiegel interessiert.
    Also schreiben sie bitte weniger über die "Romantik" als über die zum Teil prekären Arbeitsverhältnisse, ohne die der Hafen nun mal nicht läuft.
  4. #4

    Zitat von wendriner01 Beitrag anzeigen
    Ja, HH ist die Nummer 2 in Europa. So steht es auch im Artikel: "Hamburg ist Deutschlands Exporthafen Nummer eins und liegt in Europa auf Rang zwei hinter dem Konkurrenten Rotterdam; im Zuge der letzten Wirtschaftskrise hatte sich Antwerpen eine Zeitlang vor Hamburg geschoben." Was wollen Sie uns also sagen?
    Können Sie lesen? Containerhafen habe ich geschrieben, und so ist es auch. Beim Gesamtumschlag liegt Hamburg nach wie vor auf Platz 3 in Europa, hinter Antwerpen.
  5. #5

    Zitat von kalle21 Beitrag anzeigen
    Interessanter Artikel. Ich habe selbst einige Jahre im Hamburger Hafen gearbeitet. Leider nicht als Brückenfahrer. Auch nicht als "Fester" wie Herr Greve. Viele, die die selbe Arbeit machen wie er, sind "Unständig Beschäftigte". Ohne sie läuft im Hafen nichts. "Unständige" werden nur nach den geleisteten Schichten bezahlt. Ist keine Arbeit vorhanden, gibt es auch kein .....
    Solche Verhältnisse herrschen heutzutage wohl in vielen Ländern, vor allem in den westlichen Industrieländern. Oftmals muß die Schiffscrew das Laschen inzwischen selbst übernehmen, weil die unerfahrene und, wie Sie es nannten, unständige Laschgang es einfach nicht kann oder nicht fertig wird oder beides. An der Westküste der U.S.A. war es besonders schlimm, dort scheinen sie Leute eingestellt zu haben, die zuvor noch nie ein Schiff betreten hatten.
    Die Brückenfahrer in Hamburg werden allerdings fest angestellt sein, denn so etwas lernt man nicht von heute auf morgen. Auf einigen Schiffen hatten wir früher auch solche ausschwenkbaren Containerbrücken, um auch in Häfen ohne Umschlagseinrichtungen löschen zu können, diese wurden dann oftmals von der Schiffscrew bedient. Es macht zwar Spaß, solch eine Brücke zu fahren, aber es ist nicht leicht, man muß ständig sehr aufmerksam sein, und mit der Geschwindigkeit, die wir zustandegebracht haben, konnte man vielleicht mal einen kleinen Hafen in der Karibik bedienen, aber in einem Hafen wie Hamburg hätten sie uns wohl ausgelacht.
  6. #6

    Unständig Beschäftigt

    Leider sind nicht alle Brückenfahrer fest angestellt. Sie werden in Hamburg durch den GHB und die Hafenfachschule ausgebildet. Unter den "Unständig Beschäftigten" gibt es eine Menge hochqualifizierter Leute. Sie würden überrascht sein. Nur werden sie nicht fest angestellt, sondern nur für einzelne Schichten. Das ist für die Hafeneinzelbetriebe kostengünstiger. Für sie beginnt der Kampf ums Geld an jedem 1. neu und am 20. wissen sie erst, ob es für diesen Monat reicht. Übrigens werden z.B. Schauspieler und Syncronsprecher auch oft unständig beschäftigt.
  7. #7

    Hamburg über alles

    zahlreiche verklärende Artikel über den Hamburger Hafen bin ich in der Rubrik Reisen gewohnt oder oft auch im Wirtschaftsteil. Jetzt auch in Karierre? Ja es schreibt sich einfacher über Dinge die einem jedem Tag vor den Füßen stehen. Aber wo bleibt die von Spon sonst so übliche Kritik. Ach so, es wird immer nur vor anderen Türen gekehrt. Also bei jeden Bankenartikel bekommt z. B. das böse Frankfurt sein Fett ab. Und der Hamburger Hafen ist ja ein Hort der Romantik und ein Symbol der Weltläufigkeit. Nur doof das all die Sachen die in diesem Regionalhafen verschickt werden im wirtschaftlich starken Süden produziert werden. Um dann von den Hamburger "Unständig Beschäftigten" dann verladen werden muß. Mensch die armen Hamburger können einen echt Leid tun. Und dann ist dieser Hafen in Europa auch nur an 2 oder 3 Stelle. Gähn..


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