--Zitat moev---: Die glücklichen die damit [TGV] fahren dürfen. Die tausende potentielle Fahrgäste die den nur vorbei rauschen sehen können eher weniger. Aber was sind schon zehntausende weniger transportierte Fahrgäste pro Jahr wenn dafür die einzelne Fahrt 20 Min schneller ist? Und wenn es in Deutschland nur dem Prestigestreben von Lokalfürsten zu verdanken ist da Bahnhöfe mit 4-stelligen Fahrgastzahlen in Kleinstädten bedient werden, dann ist das eine gute Sache. Auch wenns dann 20 Min. Länger zwischen Köln und Frankfurt dauert, das holt eine Menge Autos von der Straße. Es geht nicht darum eine Strecke möglichst schnell zu bedienen oder möglichst viele Menschen zu transportieren sondern eben den gesunden Mittelweg zu finden und da gehören eben auch Kleinstädte dazu wenn dort genug Menschen aus- und einsteigen ---Zitatende
Au contraire. Auch in Deutschland müssen fast alle Nutzer zunächst mit einem Zubringertransportmittel zum ICE kommen, außer eben den Bewohnern einiger kleiner Städte. Für die meisten bringen die vielen Halts also: nichts.
Sie haben aber davon: eine viel(1), viel(2), viel(3), viel(4) längere Fahrtzeit, und die Anwohner mehr Lärm.
(1) Jeder Halt kostet einiges an Zeit, mehr als nur die tatsächliche Zeitd, die der Zug steht, denn der Zug muss bremsen, beschleunigen und ist in der Gleisführung umständlicher einzuplanen.
(2) Die Streckenführung macht Umwege und wird länger und muss häufiger Kompromisse hinsichtlich der Topographie machen (dadurch mehr Steigungen und Kurven, was wieder Tempo kostet und auch Komfort).
(3) Es ist schwieriger, durchgehende Schnelllfahrstreckenführungen hinzubekommen, weil der Zug ja auch X, Y und Z-Dorf kommen muss, und da ist baulich/planungsrechtlich nichts zu machen und außerdem ist da ja schon eine normale Trasse. Also rumpelt der tolle ICE in Zeitlupe über normale Trassen.
(3a) wegen (3) fahren die ICEs nun unnötigerweise auch noch über die oft durch dicht besiedelte Gebiete laufenden alten Trassen.
Das hat auch noch den hübschen weiteren Nachteil, dass dort Fehlerquelle über Fehlerquelle lauert: zig weitere Weichen und Signale, die defekt sein können, zig andere Züge mit ganz anderen Geschwindigkeiten und Halten, wenn diese dann verspätet sind oder stauen, kriegt die Leitung den ICE auch nur mit Mühe noch durch den Kuddelmuddel hindurchgeschleust.
(4) Die Lokalfürsten wollen ja auch noch Güterzüge, aber niemand will einer separaten Güterzugstrecke zustimmen. Also kommt der Conainerexpress auf die selbe Strecke und die Fahrpläne für den ICE werden noch ungeschmeidiger.
Und die Kleinstadtbewohner, die den ICE-Bahnhof vor der Tür haben, sitzen dann zwar fix in ihrem ICE - aber damit ist es ja nicht getan. Denn auf ihrer weiteren Reise leiden sie dann unter (1), (2), (3), (3a) und (5) [unter (4) nur daheim] und sind nicht schneller da als mit dem IC.
So.... war jetzt noch der Nutzen bei der deutschen Art, den Schnellverkehr zu organisieren...?
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