Haftstrafe für Fußball-Profi Breno: Verbrannter Ruhm

DPAEs ist wohl das Ende einer verheißungsvollen Karriere: Das Landgericht München hat den Bayern-Profi Breno wegen schwerer Brandstiftung zu knapp vier Jahren Haft verurteilt. Der Prozess zeigte, wie ein Jungfußballer in der Fremde tragisch scheiterte.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...842643,00.html
  1. #1

    Mir fehlt hier die Verhältnismässigkeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist wohl das Ende einer verheißungsvollen Karriere: Das Landgericht München hat den Bayern-Profi Breno wegen schwerer Brandstiftung zu knapp vier Jahren Haft verurteilt. Der Prozess zeigte, wie ein Jungfußballer in der Fremde tragisch scheiterte.

    Gericht verurteilt Breno wegen Brandstiftung zu Haftstrafe - SPIEGEL ONLINE
    Wie oft wurden z.B. Autofahrer, die fahrlässig oder im Suff (das ist für mich in jedem Fall vorsätzlich) Menschen schwer verletzt oder gar getötet haben nur zu geringen Bewährungsstrafen verurteilt.
  2. #2

    völlig überzogen...

    ...finde ich dieses urteil, besonders im sinne einer resozialisierung.
  3. #3

    Wie bei Koc ... offener Vollzug

    Zitat von kiriakosmadjaroglou Beitrag anzeigen
    ...finde ich dieses urteil, besonders im sinne einer resozialisierung.
    Das könnte auch so gehen: Süleyman Koç

    Martin Bader sollte nicht schlafen, und ihn sofort wieder zum Club holen! Denn in Nürnberg hat sowohl menschlich als auch sportlich alles gepasst für Breno.
  4. #4

    Leider...

    ...ist es in unserem Land immer noch so, dass die Verhältnismäßigkeit zwischen Strafen bei Sachschäden und solchen mit Personenschäden oder sogar Tötungsvergehen absolut nicht stimmt. Mein Gott. Ein Haus! Und dafür knapp 4 Jahre seines Lebens eingesperrt sein? Bei uns kommt jeder Steuerhinterzieher länger hinter Gitter als ein Totschläger. Überspitzt dargestellt, aber mit einem wahren Kern. Unsere Rechtsprechung ist absolut materialistisch ausgelegt.
  5. #5

    genau richtig

    Wer als 22-jähriger "Profi" mit sich und seiner Umwelt nicht zurecht kommt und sich von Alkohol und Tabletten nur zu gern verführen lässt hat hier nichts anderes als dieses Urteil verdient. Schauspieler, Profis usw. sollen mit den Samthandschuhen angefasst werden? Nein! Die Richterin hat es gut gesagt, denn Vermögen und Häuser machen keinen Unterschied was die Tat angeht die er begangen hat. Keiner fragt wie es Frau und Kindern dabei ergangen sein möge. Wer Fehler macht muss auch dazu stehen und die Konsequenzen tragen ohne wenn und aber.
  6. #6

    Schade........

    Zitat von dr.mopped Beitrag anzeigen
    Wie oft wurden z.B. Autofahrer, die fahrlässig oder im Suff (das ist für mich in jedem Fall vorsätzlich) Menschen schwer verletzt oder gar getötet haben nur zu geringen Bewährungsstrafen verurteilt.
    Mir auch. Zwei Jahre auf Bewährung hätten es wohl auch getan!!!
  7. #7

    Ich kann mich den vorigen Meinungen nur anschließen: in diesem konkreten Fall zu hart. In einem anderen Bundesland wäre die Strafe wohl milder ausgefallen. Ich denke eine hohe Geldstrafe und maximal 1 bis 2 Jahre Haft wären ausreichend gewesen.
  8. #8

    ein ganz schöner witz ...

    ... dieses urteil.
  9. #9

    Zitat von teekaysevenfive Beitrag anzeigen
    ...ist es in unserem Land immer noch so, dass die Verhältnismäßigkeit zwischen Strafen bei Sachschäden und solchen mit Personenschäden oder sogar Tötungsvergehen absolut nicht stimmt. Mein Gott. Ein Haus! Und dafür knapp 4 Jahre seines Lebens eingesperrt sein? Bei uns kommt jeder Steuerhinterzieher länger hinter Gitter als ein Totschläger. Überspitzt dargestellt, aber mit einem wahren Kern. Unsere Rechtsprechung ist absolut materialistisch ausgelegt.
    Auch wenn ich die Intention des Posts verstehe, so sollte man die Begründung des Richters ernstnehmen. Er sagte, Breno konnte nicht wissen, ob Familie, Manager oder Angestellte in der Zeit zurück gekommen sind. Sie kennen diese Szene sicher aus Filmen. Da legt der Mann eine Bombe und drei Sekunden vor der Explosion geht die Geliebte plötzlich in das Gebäude.

    Deswegen die Strafe, die eher milde ausfiel.

    Strafen kann man nicht miteinander vergleichen. Ich bin allerdings völlig bei ihnen, wenn es um die Strafen für "echte" Totschläger angeht. Ebenso ist es mit Körperverletzung. In Deutschland ist es billiger, jemanden besoffen krankenhausreif zu prügeln, als ihn "Arschloch" zu nennen oder den Mittelfinger zu zeigen. Da stimmt was nicht in der Verhältnismäßigkeit.