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Haft in der Ukraine: Timoschenko-Tochter fleht Merkel um Hilfe an

dapd"Retten Sie das Leben meiner Mutter": Mit diesem dramatischen Appell wendet sich Jewgenija Timoschenko, Tochter der ukrainischen Oppositionsführerin Julija Timoschenko, in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" an die Bundesregierung. Außenminister Westerwelle zeigt sich äußerst besorgt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...830405,00.html
  1. #10

    Ziemlich simpel

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    [...] Was ist das für eine wirre Argumentation, wenn Timoschenko einerseits behauptet, dass ihr ärtzliche Versorgung vorenthalten wird, andersrum sich aber unter totalem körperlichen Einsatz gegen die Verlegung ins Krankenhaus wehrt?
    Und die leichten Blessuren dann auch noch als Folter o.ä. anprangert?
    Was kann man da glauben?[...]
    Da sie bettlägerig ist, verabreicht ihr man Anti-Thrombose-Spritzen. Das kann Blutergüsse hinterlassen.
  2. #11

    Zitat von rainer_unsinn Beitrag anzeigen
    Ist ja schon ein denkwürdiger Vergang das eine Frau die wegen irgendwelchen kriminellen Delikten in der Ukraine im Knast sitzt Deutschen Politikern irgendwelche Sonderwünsche ausrichten lässt. Schulden ihr deutsche Politiker irgendwas und wenn ja warum?
    Ich kenne den Einfluss dieser Dame auf die östlichen Gaslieferunternehmen zu wenig, mir kam der Gedanke, dass uns eventuell der Gashahn abgedreht wird, wenn wir nicht nach ihrer Pfeife tanzen.
  3. #12

    Ganz grosses Theater Frau Timoschenko

    Warum ergibt sich denn aus einer Behandlung durch ukrainische Ärzte eine Lebensgefahr für Frau Timoschenko? Laut WHO Ranking ist das Gesundheitssystem der Ukraine um Längen besser als als beispielsweise das der EU-Mitgliedsstaaten Rumänien und Bulgarien.

    Dass sich die notorisch klamme Berliner Charité gerne die milliardenschwere Gasprinzessin Timoschenko als Selbstzahlerin auf den OP-Tisch holen würde ist gesundheitsökonomisch nachvollziehbar. Es gibt jedoch ganz sicher viele Tausende rechtskräftig verurteilte, erkrankte Straftäter in den Ukrainischen Gefängnissen denen allerdings weder durch Herrn Westerwelle noch die Charité ein entsprechendes Behandlungsangebot unterbreitet wurde (verständlicherweise).

    Diese Doppelmoral ist einfach nur widerlich.
  4. #13

    Let's go

    Zitat von eingedanke Beitrag anzeigen
    [...] Timoschenkos Schicksal-EM-Merkels europäische Osterweiterungspläne, kurz vor den Spielen kommt auf einmal alles zusammen. Möchte nochmal jemand sagen Sport ist unpolitisch?
    Dann viel Spass in der Ukraine beim event des Jahres.
    Frau Timoschenko ist nur ein Nebenkriegsschauplatz.

    Es geht hier im Wesentlichen um die Frage, wem es besser geht, den deutschen Wiesenhof-Hähnchen oder den streunenden Hunden in der Ukraine? Für mich steht es da 1:1.

    Zur sportlichen Seite. Sollten sich alle EU-Staaten auf einen Boykott einigen, spielte die Ukraine im Endspiel gegen die Ukraine. Das wird spannend. Der Bessere soll gewinnnen.

    Aber: Ganz Fußball-Deutschland schaut auf die zappelnde Angie. Was auch immer passiert "the games must go on" und das mit einer Kanzlerin im live-Auftritt aus der Duschkabine der deutschen Nationalmannschaft.

    Let's go, fuck politics
  5. #14

    Unsäglich

    Das Theater um Frau T. ist unsäglich. Welches Land würde Strafgefangene zur Behandlung ins Ausland reisen lassen? Deutschland jedenfalls nicht.
  6. #15

    Natürlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Retten Sie das Leben meiner Mutter": Mit diesem dramatischen Appell wendet sich Jewgenija Timoschenko, Tochter der ukrainischen Oppositionsführerin Julija Timoschenko, in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" an die Bundesregierung. Außenminister Westerwelle zeigt sich äußerst besorgt.

    Ukraine: Timoschenkos Tochter fleht Merkel um Hilfe an - SPIEGEL ONLINE
    müssen wir ihr Leben retten, wir sollen uns aber nicht für die Ziele Julia Timoschenkos blauäugig einspannen lassen. Frau Timoschenko hat sich den Beginn ihres Hungersstreiks vermutlich gut überlegt. Sie ist eine gestandene Politikerin und kennt sich aus in ihrem Land, weiß die Öffentlichkeit zu nutzen.
  7. #16

    Es steht uns nicht zu

    Zitat von whitemouse Beitrag anzeigen
    Das Theater um Frau T. ist unsäglich. Welches Land würde Strafgefangene zur Behandlung ins Ausland reisen lassen? Deutschland jedenfalls nicht.
    Wie kommen wir dazu, ordentliche Gerichte in einem befreundeten Land zu kritisieren.

    Medizinische Hilfe, wenn sie gewollt und benötigt wird, gibt es auch in der Ukraine. Vielleicht sogar ohne die Hygieneprobleme in deutschen Krankenhäusern.
  8. #17

    Berechtigte Sorgen der Bundesregierung

    >Außenminister Westerwelle zeigt sich äußerst besorgt<

    Sicher, stellen wir uns vor, dass Frau Timoschenko nicht dicht hält und aussagt, wer sie milionenschwer bestochen hat.
  9. #18

    Hossa!

    Zitat von Freifrau von Hase Beitrag anzeigen

    Was den Prozess gegen Timoschenko angeht: Das muss das ukrainische Volk selbst wissen, ob genügend Haftgründe vorliegen. Aus der Ferne sieht es ja so aus, denn man wird nicht zur "Gasprinzessin" ohne sich irgendwie, irgendwo, irgendwann schuldig gemacht zu haben. Korruption, Ausbeutung, Betrug, Selbstbereicherung wird da sicherlich nachweisbar sein.
    Dann kann Gas-Gerd froh sein, daß nicht die ukrainische Gerichtsbarkeit für ihn Zuständig ist.
    Haben Sie eigentlich mal verfolgt, wie die letzten Wahlen und insbesondere russich gemanagte Wahlkampfveranstaltungen in der Ukraine über die Bühne gegangen sind?
    Dann würden Sie womöglich nicht so einen oberflächlichen Kommentar in die Welt setzen...
  10. #19

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Retten Sie das Leben meiner Mutter": Mit diesem dramatischen Appell wendet sich Jewgenija Timoschenko, Tochter der ukrainischen Oppositionsführerin Julija Timoschenko, in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" an die Bundesregierung. Außenminister Westerwelle zeigt sich äußerst besorgt.

    Ukraine: Timoschenkos Tochter fleht Merkel um Hilfe an - SPIEGEL ONLINE
    die dreistigkeit dieser herrschaften finde ich schon sehr bemerkenswert.

    ich fürchte auf der ganzen welt stoßen gefängnisinsassen mit wünschen zur ausreise nach deutschland zwecks nur dort möglicher chefarztbehandlung beim gefängnispersonal auf kein allzu grosses verständnis.
    das ist auch keine menschenrechtsverletzung sondern es ist normal.
    wer im gefängnis sitzt der hat gefälligst dort zu bleiben und kein menschenrecht auf extrawürste.
    im falle von krankheit gibt es haftkrankenhäuser und ja, die behandlung von bandscheibenvorfällen ist auf der ganzen welt möglich und nicht ausschliesslich in der berliner charite.

    ich persönlich finde es auch gut wenn es länder gibt wo politiker die dreck am stecken haben tatsächlich hinter gitter wandern.
    die skandalösen zustände in deutschland wo solche herrschaften noch mit ehrensold und lebenslangem chefbüro belohnt werden sollten wirklich kein weltweites vorbild sein.


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