tolle aktion, davon können wir nur lernen!!!
AFPMit einer Kuss-Aktion haben Homosexuelle gegen Äußerungen des Chefs einer großen Fast-Food-Kette protestiert. Dieser hatte von "der biblischen Definition der Familie" gesprochen und damit heftige Reaktionen ausgelöst - auch bei Politikern und Hollywood-Stars.
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...848192,00.html
tolle aktion, davon können wir nur lernen!!!
Was hätte der Chef der Kette während eines Interviews bei einem kirchlichen Radiosender denn anderes sagen können?
Was für ein PR-Coup, den diese Hähnchenbraterei gerade auf der Weltbühne auf's Parkett legt! Chapeau!
Damit ist mein Respekt aber auch schon aufgebraucht!
Ich frage mich ernsthaft, wie eine Hähnchenbraterei mit gerade 1.000 Restaurants so einen Hype auslösen kann, auf den sich die Politik und die Gesellschaft so dermaßen stürzt. Es ist ja keinesfalls so, dass diese Hühnerbude in den USA prominent wäre! Sie findet auf Highway-Schildern keinerlei Beachtung, ist nicht wirklich in den Innenstädten zu finden und daher eher eine Randerscheinung.
Auch frage ich mich, vor was die Gesellschaft eigentlich Angst hat. Wir, ja, ich bin auch ein "Betroffener", tun keinem Menschen was! Wo ist das Problem gleiche Rechte gleichen Menschen zu gewähren?
Nein, das geht natürlich nicht! Stattdessen muss mal wieder das Märchenbuch herhalten und der coole imaginäre Freund jenseits der Stratosphäre.
Bevor wir aber mit dem Finger auf Uncle Sam zeigen, sollten wir vor der eigenen Haustür kehren. In Deutschland sind wir nicht viel weiter - eher im Gegenteil. Und einige Kommentare aus der Richtung der "christlichen" Parteien schießen letztlich in genau die gleiche Richtung, die dieser Hühnerbaron jetzt vom Stapel gelassen hat.
Selbst das erzkatholische Spanien ist da wesentlich liberaler, als unsere Bundesrepublik.
Jedem Staat und jeder Gesellschaft steht es frei, diejenigen besonders zu fördern, von denen die Gemeinschaft am meisten profitiert.
Und das sind - schon angesichts der demographischen Probleme der meisten Industriestaaten - vor allem auch Partnerschaften zwischen Mann und Frau, aus denen Kinder hervorgehen.
Wieso gibt es also ein Recht von Schwulen und Lesben auf gleichberechtigte Subventionierung ihrer eigenen Partnerschaften?
Was immer wieder passiert ist, dass Menschen ihre eigenen, unerwünschten und gründlich verdrängten, homoerotischen Wünsche in andere Menschen projizieren, um sie dort dann abwehren zu können.
Das müsste niemand machen, weil es normal, gesund, prima und ok ist, erotische Phantasien verschiedenster Art zu haben.
Es gibt auch für heterosexuelle Ehen keinerlei Verpflichtung, Kinder zu zeugen. Wenn ein Staat speziell Kinderreichtum fördern will, hat er eine Vielzahl anderer Instrumente wie z.B. Kindergeld, Elterngeld, Ausbau von Kitas u.ä.
Im übrigen können auch homosexuelle Paare Kinder großziehen, während wiederum nicht wenige heterosexuelle Ehen - ob gewollt oder unfreiwillig - kinderlos bleiben.
Fazit: Es gibt keinen Grund, homo- und heterosexuelle Partnerschaften staatlich ungleich zu behandeln - schon gar nicht mit dem "Kinder"-Vorwand.