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Guttenberg gegen Uni Bayreuth: Die Rache des Depromovierten

Da will einer alte Rechnungen begleichen, auch mit früheren Freunden: Karl-Theodor zu Guttenberg wirft der Universität Bayreuth Parteilichkeit in der Plagiatsaffäre vor. Der Ex-Doktor greift damit ausgerechnet jene Hochschule an, die ihm lange wohlgesonnen war.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...800437,00.html
  1. #280

    Der ist offenbar wirklich schmerzfrei :-)

    Anfangs fand ich den Freiherrn als Politiker nicht schlecht. Mittlerweile bin ich froh, dass er sich selbst rausgekegelt hat. Ein Hasardeur, dem ALLES recht ist, wenn es um seinen Erfolg geht, ist mein Eindruck. Und mit Hasardeuren haben wir in der deutschen Geschichte die übelsten und blutigsten Erfahrungen gemacht.
  2. #281

    Verschwörungstheorien allez

    Zitat von meinungsfreiheit05 Beitrag anzeigen
    Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um einmal die Rolle von Lespsius in diesem Fall zu hinterfragen.

    Googeln Sie einfach einmal seinen Namen. Er ist z.B. fest in einer Vereinigung verwurzelt, dem z.B. auch Leutheusser Schnarrenberger und Renate Künast angehören, und der u.a. wegen seiner Unterstützung von Pädophilen als durchaus fragwürdig erscheint.
    *Gähn*Man muss auch kein Verschwörungstheoretiker sein, um einmal die Rolle derjenigen Menschen zu hinterfragen, die zu Beginn der Causa Guttenberg alles als unwichtigen Quatsch abgetan haben: Merkel, Seehofer, und die gesamten Konservativen, die ihn auch noch dann unterstützt hatten, als klar war, dass es nicht nur ein Vergessen von Gänsefüßchen in einer Schulhausarbeit war. Komischerweise sehen das mittlerweile einige anders, nachdem es auch von der Uni festgestellt wurde. Im übrigen stiessen auch Konservative in dieses Horn. Die bekommen ja jetzt neben der Uni auch noch ihr Fett weg.

    Die Guttenberg-Freunde, die sich hier darüber auslassen, dass die Kritik ja nur politisch motiviert wäre, weisen natürlich den Eindruck, dass eher ihr Verteidigen politisch motiviert ist, natürlich weit von sich. Ja ne, iss klar!
  3. #282

    so in etwa...

    Zitat von fc-herrenturnverein Beitrag anzeigen
    nun ja ... das wäre doch das Klarsprechteam, von dem Lieschen Müller und der brave obrigkeitsdevote Steuermichel doch träumt! Sarrazins Ideologie und Guttenbergs Charisma und fertig ist die neue Partei rechts von der Mitte. Und sie setzt sich ja optimal zusammen rechtskonservative CSU + nationale SPD ... bräunlich elegant. Ansatzpunkt einer Deutschen Restaurierung, EURO und Europakritisch, mit zwei Dolchstoßinszenierungen, mit aufgesetzter Bildungshuberei und rücksichtslosem Intellekt und maximalem Blendepomp.

    Ich fürchte genauso denkt gerade das feine Betrügerbürschchen und schon alleine aufgrund der historischen Parallelen müssen wir ihn stoppen. Auch wenn alles darauf hindeutet, dass er wieder an sich scheitert, aber vielleicht wäre sein scheitern, dann ungut für uns alle.

    Also beobachten. Abwarten. Und gezielt verhindern. Denn: Auf die Kanzlerin können wir nicht setzen, denn Sie könnte den Blender-Baron ja zunächst als interne Kanone gegen die CSU ansetzen ... da sie ja problemorientiert, emotionslos und kalt auf ihren Machterhalt setzt. Er wir erst nach seiner Restauration ihr Gegner und vielleicht ist es dann zu spät, weil sie sich in der Euro-Rettung verstrickt hat.
    Schwierich ... die Chancen für einen Guttenberg waren nie besser als heute!
    stell ich mir einen Fliegengott vor:
    http://oberham.wordpress.com/2011/10...-eine-polemik/

    ... das Grauen ist leichter zu ertragen, wenn man darüber lacht - es verhindern zu wollen - eine immer wiederkehrende
    Utopie!
  4. #283

    Nett gesagt. Aber

    Zitat von guellegure Beitrag anzeigen
    Es ist überaus problematisch, wenn sich juristische Laien über Juristerei unterhalten. Erkennbar daran, dass ganz vorne jemand schreibt, KTG dürfe sich nicht Jurist nennen, da er kein 2. Staatsexamen habe. Das ist einfach falsch und folglich peinlich. Genauso peinlich ist es, wenn juristische Laien die gezahlten 20.000,00 € als "Strafe" bezeichnen. Es ist keine Strafe, sondern eine Auflage, und er wurde nicht verurteilt, sondern das Verfahren eingestellt. Über das Problem, dass sich Leute über Dinge unterhalten, von denen sie keine Ahnung haben, könnte man noch lange philosophieren...wenn in all diesen KTG-Threads sämtliche juristisch falschen Äußerungen gestrichen würden, bliebe ohnehin nur ein Anteil von bestenfalls 3 % bestehen.

    Viel interessanter ist es, dass Herr Prof. Lepsius Herrn zu Guttenberg als "Betrüger" bezeichnet hat. Dies wiederum wird von ihm damit begründet, dass die Äußerungen angemessen gewesen seien und die Dinge beim Namen genannt hätten, wie sie vom Anstandsgefühl her empfunden werden.

    Tatsache ist jedoch, dass dies juristisch schlicht falsch ist und Herr Prof. dies hätte wissen und beachten müssen. Ein Betrüger ist jemand, der des Betrugs gem. § 263 StGB überführt wurde. Genauso wie ein Mörder nur derjenige ist, der wegen Mordes nach § 211 StGB überführt wurde.

    Dementsprechend ist KTGs Kritik an seiner Äußerung mehr als berechtigt, denn ein Professor für Rechtswissenschaften hätte sich schlicht anders, nämlich juristisch korrekt äußern müssen. Diese falsche und daher diskriminierende Bezeichnung im Nachhinein damit zu entschuldigen, dass die Menschen dies so empfinden würden, zeugt von mangelndem Format. Ein sozial kompetenter Rechtswissenschaftler hätte es besser gewusst. Und den Anstand gehabt, diesen Fehler einzuräumen.
    Die Zahlung der 20000.- ist de facto ein Schuldeingeständnis.
    Wenn Sie das bitte in Ihren zukünftigen Bemekungen berücksichtigen möchten.

    Ergo besteht keine "falsche und diskriminierende" Bezeichnung.

    Schon verblüffend, dass alle Argumentationen pro Guttenberg auf Lügen und Halbwahrheiten basieren.
  5. #284

    Ein wenig Demut

    stände Herrn zu Guttenberg sicherlich gut zu Gesicht. Jemand, der sowohl beim Verfassen seiner Doktorarbeit als auch in beiden Ministerämtern elementare handwerkliche Fehler begangen hat, ist definitv nicht dazu geeignet, die Geschicke eines Staates mit zu gestalten.

    Der Kennedy-Effekt qualifiziert eben nicht automatisch für
    politische Führungspositionen.

    Ebenso ungeschickt wie bei der Bewältigung der Plagiatsaffäre agiert - er hätte seine Verfehlung sofort eingestehen und unverzüglich zurücktreten sollen - Herr zu G. jetzt bei seinem aller Wahrscheinlichkeit nach vergeblichen Comebackversuch. Zum einen prügelt er auf seine Partei, die er für seinen Wiederaufstieg brauchen wird, ein, zum anderen auf die Universität Bayreuth. Diese muss, wenn sie von einem Doktoranden betrogen wird, parteilich bei der Aufarbeitung der Affäre sein. Schließlich ist durch die fahrlässige Überprüfung der Doktorarbeit der Ruf der Universität erheblich beschädigt worden. Ihr diese Parteilichkeit zum Vorwurf zu machen, ist einfach absurd.

    Schlussendlich: es wundert mich, dass Giovanni di Lorenzo, den ich bisher für einen seriösen Journalisten gehalten habe, sich für eine plumpe, liebedienerische Publikation hergegeben hat.
  6. #285

    Makel über Makel

    Herr zu Guttenberg übt sich an möglicherweise sogar berechtigter Kritik an der Universität Bayreuth und an der juristischen Fakultät sowie Herrn Prof. Dr. Lepsius.

    Es mutet jedenfalls (vermutlich nicht überraschend und dennoch) merkwürdig an, dass laut Herrn zu Guttenberg eine Parteilichkeit seitens der Universität schon bestanden haben soll, bevor er das Chaos seiner 80 Speicherorte und vier Computer zu seiner Dissertation zusammentrug, wodurch ihm ein summa cum laude Ergebnis sicher gewesen sein soll.

    Diese Darstellung und auch die nachtretende Wertung, das Gremium aus mehrheitlichen Nichtjuristen könne über Vorsatz oder Betrug keine juristische Aussage treffen, ist jedoch lediglich eine Symptombewertung und nicht eine Ursachenbeurteilung. Denn ursächlich in letzter Konsequenz für alle "Missverständnisse" und noch so zweifelhaften Entscheidungen waren letztlich die Bewerbung um die Dissertation sowie die letztlich fehlgeschlagene Dissertation seitens Herrn zu Guttenberg in Gänze. Dass er sich nun geläutert geriert, er habe sich übernommen und aus dem Chaos heraus das Unmögliche versucht, jedoch ganz gewiss nur dann einen "Betrug" begehen wollen, wenn diese nicht so offenkundig gewesen wär', relativiert seine Untat in Vorbereitung und Nachbetrachtung keineswegs.

    Im Gegenteil zeigen sich mehr und mehr Makel an Herrn zu Guttenberg:

    - Verbissen wie ein Dachs tritt er nach und geifert gegen all jene, über die er persönlich nun im Nachhinein enttäuscht ist; und das noch dazu ohne Not, sodass er sich dem Streisand-Effekt auszusetzen droht (im SPON Forum jedenfalls schon erfolgreich).
    - Eine chaotische Arbeitsweise ist nicht nur der Befund für seine Disserations-Versuche, sondern auch für seine kurze aktive Zeit in verschiedenen Ministerpositionen, in denen er stets Trümmerfelder hinterlassen hatte; in jeder Position öffentlicher Einrichtungen sowie der Wirtschaft und Wissenschaft sind so diese Arbeitsweise und solch eine Einstellung jedenfalls Disqualifikationsmerkmale.
    - Und schließlich belegt sein eigener juristischer Scharfsinn seine fehlende Begabung zu Wertung und Beurteilung komplexer Sachverhalte, da er wunderbar offen legt, wie wenig er in seinem Studium der Rechtswissenschaften begriffen hat; anders können seine Äußerungen, rechtlichen Wertungen und Spitzfindigkeiten nicht begriffen werden kann.
    - Mit allen diesen persönlichen Defiziten versucht er sich weiterhin im Angriff als beste Verteidigung und als Vertreter von Geradlinigkeit, Aufrichtigkeit und moralischer Ordnung; dabei verkennt er, dass Vergeltung, Rache und "Verhaftetsein" in Vergangenem nicht zu den Idealen des gesellschaftlichen und politischen Alltags gehören.

    Dieser Mann zeigt mit all dem, wie sehr er selbst in sich Makel über Makel akkumuliert. Renitent, unverbesserlich, beratungsresistent und mittlerweile blind sowie ohne jede Selbstachtung offenbart er sich als nicht nur fehlbar, sondern auch höchst gefährlich - vor allem sich selbst gegenüber. Hätte er Selbstachtung, würde er so eine Welle der Entrüstung und Wut nicht aufbauen. Überheblichkeit ist in ihrer Qualität im Angesicht des Herrn zu Guttenberg dadurch schon als Tugend zu begreifen; denn über Überheblichkeit schießt er mit Bravour hinaus.

    Wird ihm widerfahren, was der Frau Pauli aus Fürth zur Unehr verhalf? Ein irrer Wahnsinnsritt im Selbstbetrug?
  7. #286

    ****

    Zitat von kagu Beitrag anzeigen
    Ich war auch sehr für Guttenberg, und die abgekupferte Diss. war in meinen Augen kein Rücktrittsgrund. Allerdings resultierte meine Sympathie für Guttenberg aus seinem Auftreten, seiner Redegewandheit und seiner Erscheinung. Da ich als einfacher Bürger keinen Einblick in Interna habe, ist mir von seinen Taten nicht viel bekannt geworden. Die Bundeswehrreform stand schon auf dem Programm, als er Verteidigungsminister wurde, die hätte jeder andere auch in Angriff nehmen müssen. Wie er vor seinem Rücktritt selber ausgeführt hat, hat er dabei wesentliche Gesichtspunkte übersehen. Als Wirtschaftsminister konnte er sicherlich nicht viel bewegen, da war er einfach zu kurz im Amt.

    Wenn Sie jetzt meinen, Freiherr zu Guttenberg sie nach wie vor eine der größten Persönlichkeiten in der Deutschen Politik, dann werden Sie sich sicherlich nicht von solchen Merkmalen leiten lassen, wie ich seinerzeit, sondern von Taten. Könnten Sie mich über diese etwas näher informieren, ich bin gern objektiv und kann im Moment noch nicht erkennen, worauf sich diese "Größe" gründen könnte.

    MfG
    kagu
    Neben einer Ameise wirkt eine Schmeißfliege schon recht groß. :-))
  8. #287

    Genau

    Zitat von Dobo Beitrag anzeigen
    *Gähn*Man muss auch kein Verschwörungstheoretiker sein, um einmal die Rolle derjenigen Menschen zu hinterfragen, die zu Beginn der Causa Guttenberg alles als unwichtigen Quatsch abgetan haben: Merkel, Seehofer, und die gesamten Konservativen, die ihn auch noch dann unterstützt hatten, als klar war, dass es nicht nur ein Vergessen von Gänsefüßchen in einer Schulhausarbeit war. Komischerweise sehen das mittlerweile einige anders, nachdem es auch von der Uni festgestellt wurde. Im übrigen stiessen auch Konservative in dieses Horn. Die bekommen ja jetzt neben der Uni auch noch ihr Fett weg.

    Die Guttenberg-Freunde, die sich hier darüber auslassen, dass die Kritik ja nur politisch motiviert wäre, weisen natürlich den Eindruck, dass eher ihr Verteidigen politisch motiviert ist, natürlich weit von sich. Ja ne, iss klar!
    Lepsius hat das einzig Richtige getan und die Dinge beim Namen genannt. Er hat so auch die Ehre seines Instituts und der Uni Bayreuth gerettet. Im Prinzio hatte er keine andere Wahl hätte er nicht als befangen gelten wollen. KT ist ein dreister Betrüger! SIC! Oder zumindest ein Dilettant, der nicht einmal sein Handwerkszeug beherrscht. Etwa wie ein Maler, der pfuschig malt. Nur das man den Pfusch beim Maler sofort erkennt.Und nun redet er sich das schön. Wenn er wenigstens in Demut versinken würde. Der Mann gehört mal richtig abgewatscht, dass er in alle Ewigkeit bloßgestellt ist!
  9. #288

    Titellos glücklich

    Zitat von karabas Beitrag anzeigen

    Für mich hat es einen starken Anschein, dass gewisse Kreise schlicht Angst vor seiner Rückkehr haben oder wg. persönlicher Abneigung übertriebene Misskredit-Kompanien starten. Das ist auch verständlich, denn trotz seiner unappetitlichen Plagiatsaffäre hat er das Zeug, graue Politikermäuse in seinem Umfeld erneut zu überstrahlen.
    Ihr Beitrag sagt also: Es ist ok, dass wir von einer Horde kompetenzloser Politiker, Lügner und Betrüger regiert werden. Es soll sich daran auch nicht ändern, nur gegelter sollen sie sein, rethorisch geschickter, herablassender, arroganter, windiger. Wir brauchen also keine neue Garde von Politikern, denen es um das Land und das Volk geht, sondern mehr Menschen wie G., die geschickt blenden, damit der denkende Bürger endlich anfängt, den Unsinn zu glauben, der ihm täglich von diesen Wirtschafts- und Bankenmarionetten vorgesetzt wird?

    Herr, wirf Hirn vom Himmel... vergiss einfach alle anderen Bitten und wirf Hirn vom Himmel. Offensichtlich ist DAS in Deutschland die größte Mangelware.....
  10. #289

    Wieso?

    Zitat von NewWorldOrder2011 Beitrag anzeigen
    kann nur ein geborener Sozialkritiker wie Sie herausblasen...
    Woher wollen Sie wissen, dass Ihr Vorredner einer ist?
    Selbst wenn, was sollte das am Verhalten das in der einzigen Verantwortung - bei KTzG selbst - liegt, ändern?
    victoreidelstedt hat vollkommen Recht. Nur gehen solche Selbstdarsteller nur dann zum Psychologen, wenn er es für seine Hochstaplerei braucht, z.B. wenn er die Notwendigkeit nicht mehr leugnen könnte und er dann so tut, als wäre er selbst reflektierend und aus Einsicht motiviert.








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