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Gutes Fernsehen: Warum sind deutsche Serien so mies?

DPAOb "Mad Men", "The Wire" oder "Game Of Thrones": Herausragende TV-Serien kommen fast ausnahmslos aus den USA. Im Interview erklärt der Medienforscher Lothar Mikos, wieso das deutsche Fernsehen so lahm ist - und wie unsere Sender den Tod durch Langeweile abwenden können.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,822803,00.html
  1. #390

    Auf der Intensivstation nachts um halb eins

    Zitat von hartholz365 Beitrag anzeigen
    Fröbe spielte auch in der Schwarzwaldklinik mit (als Gast), wenn ich mich recht erinnere einer seiner letzten TV-Auftritte.
    Was uns unbezweifelbar beweist, daß er tatsächlich sehr viel Humor hatte. Nicht? ;-)
  2. #391

    Kriegsverlierer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ob "Mad Men", "The Wire" oder "Game Of Thrones": Herausragende TV-Serien kommen fast ausnahmslos aus den USA. Im Interview erklärt der Medienforscher Lothar Mikos, wieso das deutsche Fernsehen so lahm ist - und wie unsere Sender den Tod durch Langeweile abwenden können.

    Fernsehen: Warum*sind deutsche Serien so*mies? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Das hat Psychologische Gründe, die US Amerikaner haben den Krieg
    gewonnen wir haben ihn verloren.
    Das hat in Deutschland zur Folge das wir unter einer kulturellen
    Identitätskrise leiden.
    Es ist halt nicht cool ein Deutscher zu sein und dies wird auch einer der Gründe für diese lächerliche und übertriebene Verwendung der
    Angilizismen sein.
    Denn vor dem Krieg sah die Welt ganz anders aus, da war
    Deutschland eine Weltprägende Leitkultur und dass die Deutschen es
    sehr wohl "können" zeigen deutlich die alten UFA Produktionen, Fritz
    Lang, Robert Wiene um nur zwei hervorragende Kinowelt prägende
    deutsche Regisseure zu nennen.
  3. #392

    Zitat von alexbln Beitrag anzeigen
    irrtum, das ist ein hübsch gestreuter mythos.
    Wirklich ? Mir fallen spontan ein:
    "Cosby Show,Home Improvement,Friends,Frasier, Cheers, Spin City HIMYM (zum Teil), TAAHM, BBT usw usw....

    Hier Free TV Studio Audience Tickets | Audiences Unlimited, Inc. gibt es noch weitere....
  4. #393

    Finde ich auch

    Zitat von lontol Beitrag anzeigen
    Die Geschmäcker sind offensichtlich verschieden. US-Serien finde ich das allerletzte. Nur weil der Pöbel bei RTL und Pro Sieben bestimmte Sendungen schaut, ist das noch kein Beweis für ihre Qualität.
    Obwohl ich eigentlich keine seichten Unterhaltungssendungen mag, finde ich gerade die Sendung mit Bürgermeister Wöller und dem Kloster ziemlich witzig und unterhaltsam.
    Genau meine Meinung: Wenn ich mal unbeabsichtigt in eine US-Serie "reinzappe", sehe ich fast immer einen Mann und eine Frau, die sich in einem Büro ziemlich heftig zoffen, wobei abwechselnd die Worte "Spermareste an der Kleidung", "abgetrennter Kopf" oder "Analverkehr" fallen.
    Was daran lustig oder spannend sein soll, habe ich bisher noch nicht begriffen.
    Die deutschen Serien dagenen nerven durch die Omnipräsenz der stets gleichen Schauspieler. Sollten Herr Wepper, Frau Neubauer oder Frau Hörbiger mal krank werden, dann wird der Laden wohl Pleite machen. Die Geschichten sind meist langweilig. Vor allem die Einzelproduktionen folgen oft dem Klischee: Alleinerziehende Mutter lernt einen beruflich erfolgreichen Mann kennen, den sie zuerst arrogent findet. Durch irgendwelche schicksalhaften Umstände kommen sich beide näher und verlieben sich. Kurz vorm Happy-End gibt es durch ein Mißverständlich aber erst nochmal ordentlich Knatsch, der dann nicht selten durch die Sprösslinge der Protagonisten wieder in Friede, freude, Eierkuchen verwandelt wird.
    Da lob ich mir doch den feinsinnigen Humor, die Ironie und die grotesk-absurden Elemente der französischen und spanischen Großmeister des Films: Pedro Almodóvar (Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs), Claude Chabrol, Louis Bunuel - oder die große Unterhaltungskunst der Monty Python Filme. Auch die Verfilmung des Nick-Hornby-Romans "High Fidelity" oder den Film "Puppenmord" nach dem Roman von Tom Sharpe (?) halte ich für große Unterhaltung. Das sind zwar keine Serien, aber trotzdem könnte sich die deutschen Serienproduzenten davon mal eine gewaltige Scheibe abschneiden.
  5. #394

    Einblick

    Einen sehr schönen Überblick gibt Pamela Douglas über die amerikanisiche Art, Serien zu produzieren. Ihr Buch heißt im Original "Writing the TV Drama Series: How to Succeed as a Professional Writer in TV"

    Auf Deutsch ist es bei Zweitausendeins unter dem Titel "TV-Serien. Schreiben fürs Fernsehen" erschienen. Lesenswert!
  6. #395

    Mein Profil

    Zitat von edogawa Beitrag anzeigen
    Das hat Psychologische Gründe, die US Amerikaner haben den Krieg
    gewonnen wir haben ihn verloren.
    Das hat in Deutschland zur Folge das wir unter einer kulturellen
    Identitätskrise leiden.
    Es ist halt nicht cool ein Deutscher zu sein und dies wird auch einer der Gründe für diese lächerliche und übertriebene Verwendung der
    Angilizismen sein.
    Richtig, wir kopieren nur. Entweder im Wortsinne (Stromberg, Harald Schmidt-Show) oder was den Stil, die Formate usw. angeht.
    Nix authentisches kommt dabei raus (so wie Brit-Humor oder Britpop).
    Alles (fast) nur irgentwie zeitversetzt aufgebrüht.
    Das gilt für Serien, TV-Shows und Formate, Popmusik, die Werbung, Magazine, Kinofilme, Literatur (zumindest, was viele Bestseller angeht, oder diese ganzen Lebensratgeber) ...
    Von wegen deutsche Leitkultur: Da ist einfach kaum noch was. Man vergleiche mal mit den mediterranen Ländern, das ist nicht nur Folklore, die Leute dort, auch die jungen, leben das, leben ihre Kultur, identifizieren sich damit. Davon kann hier keine Rede sein, deutsche Kultur taugt nur noch zur Parodie.
  7. #396

    Es gibt Perlen

    wie "Zur Freiheit"
    oder die anderen bereits genannten Serien.
    Ansonsten ...?
  8. #397

    Kann es sein,

    Zitat von Paul Panda Beitrag anzeigen
    Genau meine Meinung: Wenn ich mal unbeabsichtigt in eine US-Serie "reinzappe", sehe ich fast immer einen Mann und eine Frau, die sich in einem Büro ziemlich heftig zoffen, wobei abwechselnd die Worte "Spermareste an der Kleidung", "abgetrennter Kopf" oder "Analverkehr" fallen.
    Was daran lustig oder spannend sein soll, habe ich bisher noch nicht begriffen.
    dass Sie durch "spezielle" Pay-TV Spartenprogramme zappen? ;)
    Zitate wie "Spermareste an der Kleidung", "abgetrennter Kopf" oder "Analverkehr" kommen mir in meinem Programm höchst selten zu Ohren.
  9. #398

    Zitat von msix Beitrag anzeigen
    Ein innovatives Konzept hat z.B. die Serie 24. Eine Staffel besteht aus 24 Folgen. Jede Folge entspricht einer Stune in Echtzeit. Somit stellt eine Staffel einen Tag in Echtzeit dar. Dies gab es vorher nicht, somit hat 24 ein innovatives Serienkonzept.
    Eine Serie wie 24 wäre in Deutschland allein wegen der irrsinnigen Jugendschutzbestimmungen undenkbar.
    Vor 20 Uhr müssen alle Programme FSK-6 geeignet sein, sehr viel mehr als der bekannte Heilewelts-Kitsch darf da überhaupt nicht gesendet werden.
    24 ist ab 16, darf also erst ab 22 Uhr gesendet werden. Für eine kommerzielle Serie quasi der Todesstoß, auch der ÖR möchte aufwändig produzierte Serien zur besten Sendezeit ausstrahlen. Auch diverse andere aufwändige US-Serien entsprechen nicht den hiesigen Zensurbestimmungen. BSG ist ab 16, Californication ab 18 (= Ausstrahlung nach 23 Uhr); ebenso The Walking Dead.
    Aus eben jenen Zensurgründen durfte etwa "Im Angesicht des Verbrechens" erst zu nachtschlafender Zeit ausgestrahlt werden. Einzig arte ist hier etwas freier, da die Sendezentrale in Frankreich liegt.
  10. #399

    Zitat von toetjes_en_snoepjes Beitrag anzeigen
    Auch wenn mich diese USA-Begeisterung doch etwas wundert, wo das Forum doch sonst eher anti-amerikanisch eingestellt ist.
    Gibt einem, zu denken nicht wahr?
    Vielleicht zeichnet die ganzen angeblichen "Basher" ja doch aus, dass sie differenzieren können und nicht, wie so gerne unterstellt wird, alles amerikanisches aus Prinzip ablehnen?


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