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Gutes Fernsehen: Warum sind deutsche Serien so mies?

DPAOb "Mad Men", "The Wire" oder "Game Of Thrones": Herausragende TV-Serien kommen fast ausnahmslos aus den USA. Im Interview erklärt der Medienforscher Lothar Mikos, wieso das deutsche Fernsehen so lahm ist - und wie unsere Sender den Tod durch Langeweile abwenden können.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,822803,00.html
  1. #370

    Zitat von wolfgangotto Beitrag anzeigen
    Wepper sehen und ausschalten.
    Es liegt einfach daran, dass immer dieselben Gesichter und Stimmen Belanglosigkeiten in faden Handlungen von sich geben. Oma-TV.
    Seit Die Brücke und Die fünfte Kolonne haben ich den leider in nichts herausragendem mehr gesehen.
  2. #371

    ...

    Zitat von keinzeitungsleser Beitrag anzeigen
    Nur mal ein Aspekt: Noch nie habe ich in einer deutschen Krimiserie einen korrupten Bullen gesehen. Die sind dann immer Vorbild aber nie menschlich - so wie es das Leben ja auch auch ist.
    Stimmt! Aber dafür sieht man viele ermittelnde Kommisarinnen, obwohl es diese in der Wirklichkeit gar nicht gibt. Es soll in der deutschen Wirklichkeit nicht einzige Kripobeamtin geben, die in Sachen Mord die Ermittlung leitet. Das ist ausnahmslos Männersache. Sollte es in Deutschland auch nur eine diesbezügliche Beamtin geben, dann möge man mich an dieser Stelle hier bitte korrigieren!
  3. #372

    Zitat von spdf Beitrag anzeigen
    Vergleichen sie mal die heutige Generation an deutschen Schauspielern mit Leuten wie Gert Fröbe. Der qualitative Abwärtstrend ist dann erkennbar.
    gert fröbe war allerdings auch schon in seiner schauspielergeneration eine seltene erscheinung- so jemanden gibt es nur alle paar jahrzehnte.
    aber sie haben recht, was heute im tv rumläuft fritz wepper und diese frau neubauer- ganz ganz übel.
    ps: elmar wepper hingegen ist ein guter
  4. #373

    Da waere...z. B.

    *trial and retribution (UK)
    *prime suspect (UK)
    *the wire (US)
    *Lilyhammer (US)
    *the sopranos (US)
    *boardwalk empire (US) (mit Steve Buscemi)
    *treme (US) (von den Machern von 'the wire')

    *breaking bad (US) in englisch bitte

    und DIE Serie schlechthin 'The walking dead'
    sowie diverse nordische Krimis....
    Bitte keine Kochshows, Tiershows, Carmen Nebel, dt. Autobahnpolizei, Singerei, Messie Wohnungen, Krimis in denen man den Taeter schon von weitem erkennt..Frag' die Maus, die schlauesten, doofsten, schnellsten etc. etc. Deutschen/Bundeslaender. Die tollsten Maerchen, Hitparaden, Liebeslieder, Nummer 1 Hits und wie dieser Mist alles heisst.

    Da braucht man doch keinen Workshop um das zu ergruenden!
  5. #374

    Zitat von toetjes_en_snoepjes Beitrag anzeigen
    [...] wo das Forum doch sonst eher anti-amerikanisch eingestellt ist.
    Man muß doch schon differenzieren. Grundsätzlich alles, was aus den USA kommt zu verteufeln ist reichlich blind und ziemlich bescheuert, meinen Sie nicht? TV ist nicht gleich Politik.

    Allerdings finde ich es sehr erstaunlich, wieviele perfekt GB-Englisch und US-Englisch sprechende Menschen sich hier tummeln.
    Herzlich Willkommen im Internet!

    Glückwunsch! [...] die doch schon so mit dem Englischen aufgewachsen ist...
    Das hat niemand behauptet, auch wenn ich Ihre These so erstmal nicht glauben mag - allerdings kann das daran liegen daß die Leute mit denen ich über Fernsehen diskutiere entweder ihren "Stoff" aus dem Netz beziehen oder aber ITler sind. Beide Gruppen sprechen englisch. Wie es bei den Kids aussieht, kann ich dagegen nicht sagen.

    Schulenglisch hilft nach meiner Erfahrung bei dem Verständnis von britischem oder amerikanischem Wortwitz nicht weiter.
    Englischer Wortwitz - genau das ist das zentrale Argument FÜR eine originale (zusätzliche, umschaltbare) Tonspur, das ist im Digital-TV auch problemlos zu machen. Denn wenn man englisch spricht und versteht und auch nur einmal eine originale Folge einer Show gesehen hat, sind die deutschen Synchronisierungen einfach nicht mehr zu ertragen. Für die Fans: Californication, Marcy original vs Marcy gähnend langweilig. Viele Feinheiten gehen einfach "lost in translation" oder werden gar absichtlich umgebaut, weil ja "Fuck", "Motherfucker" oder "Blowjob" im deutschen Fernsehen als Wort nichts verloren haben. Aber auch die Charaktere an sich leiden, denn die Stimme ist in den meisten Fällen elementares Beispiel. Die beiden einzigen deutschen Synchros, die mir als besser als das Original in Erinnerung sind, erschöpfen sich mit ALF und Bruce Willis.

    Es ist schon notwendig etwas mehr Erfahrung mit der Sprache und dem täglichen Leben dort zu haben.
    Quatsch. Ich selbst habe zwar mehr als ein Jahr am Stück in den USA verbracht, aber ich kenne nicht wenige Leute, die den Kontinent Europa niemals verlassen haben und trotzdem den Witz verstehen. Es ist einfaches Englisch, nicht Shakespeare.

    [...] dass es an meinen eigenen schlechten Kenntnissen liegen könnte.
    An was denn sonst, bitte? Ich kann verstehen wenn jemand mit Shakespeare, Dickens oder Joyce im Original überfordert ist. DAS ist schwere Kost, aber doch die TV-Serien nicht. Es gibt Stellen, an denen harter Slang gesprochen wird, das mag als Ausnahme gelten. Aber auch da bekommt man mit, worum es geht.

    Meine Erfahrung mit Kunden in Deutschland ist, das deren Englischkenntnisse sehr häufig nicht ausreichend sind um ein gutes Gespräch mit meinen Kollegen hier führen zu können. Das heisst für mich, dass es erst Recht nicht reichen würde, Serien im Original zu sehen.
    Und Sie glauben, damit quasi eine repräsentative Umfrage durchgeführt zu haben? Es hat seinen Grund, daß Serien im Original von Jüngeren bevorzugt werden, das Englisch der Älteren ist in der Tat viel zu schlecht. Nebenbei bemerkt ist Fachenglisch / Konversationsenglisch etwas ganz anderes als Umgangssprache in den USA.

    Diesen Leuten möchte ich gern zurufen, dass eine entspannte Einstellung oft hilfreich ist. Schliesslich sollte jeder nach seiner Facon glücklich werden dürfen.
    Das ist aber äußerst großzügig von Ihnen, vielen Dank dafür ...
  6. #375

    Zitat von Olino Beitrag anzeigen
    ...Glamour und Unterhaltung! Als jemand, der jahrelang in GB gewohnt hat und bis heute via Satellit das komplette Programm der Insel empfängt, habe ich die direkte Vergleichsmöglichkeit. Tatsache ist: Wir können es einfach nicht, es ist nicht in unserer viel zu ernsthaften Mentalität. Da können wir noch so viel Geld hinterherwerfen, ohne fremde Hilfe wird das Ergebnis immer aussehen........
    Was die Natur- und Wissenschaftsbeiträge, sowie gelegentlich politisches Enthüllungen angeht (The Power of Nightmares...)stimme ich Ihnen zu. Im Gegensatz zu D. versucht man im Brit. Fernsehen nicht zu moralisieren und das macht es wertvoller.
    Ansonsten sind BBC und Co im Laufe der Jahre mächtig abgeflacht. Ausser man bekommt nicht genug von 'Heartbeat' oder Kriegsfilmen....
  7. #376

    Zitat von keinzeitungsleser Beitrag anzeigen
    Nur mal ein Aspekt: Noch nie habe ich in einer deutschen Krimiserie einen korrupten Bullen gesehen. Die sind dann immer Vorbild aber nie menschlich - so wie es das Leben ja auch auch ist.
    Schauen Sie einfach 'Kriminaldauerdienst' oder im 'Angesicht des Verbrechens'.
  8. #377

    Zitat von keinzeitungsleser Beitrag anzeigen
    Nur mal ein Aspekt: Noch nie habe ich in einer deutschen Krimiserie einen korrupten Bullen gesehen. Die sind dann immer Vorbild aber nie menschlich - so wie es das Leben ja auch auch ist.
    Das läßt sich ändern, denn offensichtlich ist das Highlight des deutschen Serienformats an Ihnen vorbei gegangen: KDD. Grundsätzlich jedoch haben Sie völlig recht. Leider.
  9. #378

    daneben

    Zitat von Olino Beitrag anzeigen
    Wer aber einmal die herausragenden Beiträge der BBC im Original (also auch ungeschnitten!) gesehen hat, der kann über die meisten deutschen Produktionen nur müde lächeln. Im Zeugnis stünde: "...hat sich stets bemüht." Armselig...
    Oder anders. Ich muss bei dieser ganzen Diskussion dauernd über einen alten Russlandwitz lächeln, und weiß nicht wieso. Der ging ungefähr so:

    Da wird ein Assistent beauftragt, für eine wichtige Jubiläumsveranstaltung mal etwas Schwungvolles zu inszenieren und da dort fast nur Männer sind, engagiert er - nach Abstimmung mit den Vorgesetzten - einige Striptease-Tänzerinnen.
    Die Feier ist dennoch eher durchwachsen und die Vorgesetzen geben zu verstehen, dass die große Begeisterung ausgeblieben ist. Darauf der Assistent: "Verstehe ich nicht. Die Tänzerinnen sind alle mindestens 50 Jahre in der Partei."
  10. #379

    Kann man so sehen,

    Zitat von bicyclerepairmen Beitrag anzeigen
    Keiner wagt Sie hier zu schelten, aber augenscheinlich ziehen sich den gleichen Stuß rein nur weil er amerikanisch ettiketiert ist.
    aber der amerikanische Stuß unterhält mich wenigstens und läßt mir nicht nach 5 Minuten die Füße einschlafen.
    Eventuelle bin ich für deutsches Kulturgut zu simpel gestrickt und gehöre nicht zur intellektuellen Elite, die sich an deutschem Schauspiel ergötzen kann. Mein Pech.


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