DPAOb "Mad Men", "The Wire" oder "Game Of Thrones": Herausragende TV-Serien kommen fast ausnahmslos aus den USA. Im Interview erklärt der Medienforscher Lothar Mikos, wieso das deutsche Fernsehen so lahm ist - und wie unsere Sender den Tod durch Langeweile abwenden können.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,822803,00.html
Die TV-Medien in Deutschland wurden in den letzten 2 Jahrzehtenzunehmend "amerikanisiert", keiner hat danach verlangt,
es wurde einfach umgesetzt. So funktioniert die Medienmarktwirtschaft.
Vielleicht geht so irgendwann mal dieeuropäische Kultur den Bach runter, USA hat es vorgemacht.
Gleichmacherrei ist angesagt.
Die "Kultur" eines Landes und das Miteinanderist vielen TV-Medienmachern total egal.
Es zählt seichte Verblödung und oder Krawall.In den letzten Jahren ist das Niveau derart gesunken,
negative Folgen für die Gesellschaft sind jetzt schon sichtbar. Die Absahnerseilschaft feiert sich gegenseitig, für den produzierten Müll gibtes Bambis und Goldene Kameras.Da werden 7 Milliarden GEZ Éinnahmenvermüllt, aber für die Einstellung von Polizisten und Lehrernist kein Geld da. Agressivität und Gegeneinander wirdjeden Tag im TV vorgespielt. Auch zunehmend körperliche Gewalt
im Alltag habem TV-Medien mit zu verantworten.Die Körper der Jugend werden durch Süsswarenkonzerne
krank gemacht, die Gehirne von den Medien verblendetund zum Schluss macht die Pharmabranche den Reibach.
Ich habe ja keine Ahnung, was Sie sich da ansehen, aber in MEINEN LIEBLINGSSERIEN wird sehr selten oder nie jemand erschossen:
Firefly
Carnivale
Buffy
Mad Men
House
True Blood
Game of Thrones
Bones
Star Trek
und das, obwohl es alles amrikanische Serien sind. Und wenn ich dann noch die guten britischen Serien dazu tue:
Dr.Who
Sherlock
Torchwood
Downtown Abbey
Father Ted
Fawlty Towers ( ok, das ist schon lange her, aber immer noch Spitze)
kann ich nicht sagen, dass ich schon mal was annaehernd gutes deutsches gesehen habe.
Ich muss mir oft genug deutsches Fernsehen ansehen, wenn ich meine Eltern besuche. Die sind natuerlich von den deutschen Serien restlos begeistert, aber auf der falschen Seite von 80, was das vielleicht erklaert.
Bin selber uebrigens auch schon ueber 60, aber wahrscheinlich verwoehnt worden, weil ich nicht in Deutschland lebe.
der miesen Qualität zahlen wir ja auch horrende GEZ-Gebühren.
Eine innovative deutsche Serienkultur wird es erst dann geben, wenn den Kreativen eine Plattform dafür geboten wird - so wie das HBO in Amerika getan hat - und es ein erfolgreiches Beispiel in der Praxis gibt, welches den Markt grundlegend verändert.
In Deutschland ist das extrem schwierig, da dafür letztlich nur Sky in Frage kommt, doch in Deutschland müssen bereits Gebühren gezahlt werden. In Deutschland ist der Markt der potenziellen Konsumenten nicht nur kleiner, sondern es besteht auch Gebührenpflicht, die Konsumenten von einer zusätzlichen finanziellen Verpflichtung fürs Fernsehen abschreckt.
Hinzu kommt, dass unter den jetzigen Verhältnissen die Schöpfer der Serien in der Regel nicht die gleiche kreative Freiheit wie die amerikanischen Vorbilder genießen, während in Amerika der kreativen Freiheit der Schöpfer kaum Grenzen gesetzt sind. Auch die Produzenten sind hierzulande in einer ganz andere Rolle als in Amerika.
Ein Writers` Room ist nichts anderes als der verlängerte Arm des Serienschöpfers, wo die anderen Autoren ihm zuarbeiten. Durchaus auch mit dem Anspruch, ein Kunstwerk zu erschaffen, wie etwa bei "Mad Men" oder "The Sopranos". In diesem Punkt scheinen mir die Aussagen in dem Interview nicht ganz richtig sein.
Bei jeder Synchronisation geht etwas verloren, selbst bei der besten. Gerade bei den Sopranos war die deutsche aber wirklich sau miserabel und ich finde, dass die deutschen Synchronisationen bei Serien insgesamt wirklich nicht toll sind. Mag im Ausland noch schlechter sein, aber Tony Soprano z.B. klang wie der letzte Clown. Mehr als ein paar Minuten (zum Testen) konnte ich mir das nicht antun. Im Original habe ich bisher mindestens jede Folge mit viel Freude zweimal gesehen und in ein paar Jahren werde ich das vielleicht wiederholen.
Mir persönlich macht es nichts aus, ab und zu einmal einen Film mit Untertitel zu schauen. Das sollte man mit wirklich guten US-Serien in Deutschland einfach mal ausprobieren. Also im Original mit Untertitel senden. In Holland ist das ja komischerweise kein Problem.
In den letzten 15 Jahren
Uneingeschränkt empfehlenswert:
West Wing
Firefly
Deadwood
Sons of Anarchy
SG Universe
Mad Men
BS: Galactica
24
Six Feet Under
Game of Thrones
The Office
Breaking Bad
Streckenweise ganz gut:
House MD
Dexter
Terrier
Life
Luck
Gilmore Girls
30 Rock
Californication
Und einige ok Serien, welche man sich so nebenher anschauen kann.
Und ja es stimmt, in den USA werden auch sehr, sehr viel Müll produziert, aber leider auch gute Serien vorzeitig abgesetzt.
Im Prinzip wäre mir das vollkommen egal - wenn ich nicht ab 2013 für diesen Müll, den ich nicht konsumiere, blechen muss. Leider gibt es immer weniger Menschen, die ohne TV auskommen. Eigentlich eher traurig. Neulich kam ein Freund von meinem Sohn zu uns und meinte, als er zu Hause gefragt wurde, wie es denn bei uns gewesen sei: Eigentlich ganz ok, aber wir wären ja doch schon sehr arm, so ohne Fernsehen.
Nö, sind wir nicht - Leben ohne TV ist eher bereichernd ;)