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Gutes Fernsehen: Warum sind deutsche Serien so mies?

DPAOb "Mad Men", "The Wire" oder "Game Of Thrones": Herausragende TV-Serien kommen fast ausnahmslos aus den USA. Im Interview erklärt der Medienforscher Lothar Mikos, wieso das deutsche Fernsehen so lahm ist - und wie unsere Sender den Tod durch Langeweile abwenden können.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,822803,00.html
  1. #240

    Fritz Wepper...

    ...kennt man doch in über 100 Ländern als Assistent von Stephan Derrick.
    Also so erfolglos sind deutsche Serien im Ausland dann doch nicht.
  2. #241

    Es handelt sich

    zum Teil (wieviel Prozent genau weiß ich auch nicht, ich sehe
    kaum TV, wenn, dann fast ausschließlich heruntergeladene
    US-Serien) um ein Mißverständnis anglophiler deutscher
    Minderwertigkeitskomplexler (ich zähle mich offen dazu),
    die zwanghaft amerikanische
    Serien gut finden, auch wenn sie es nicht sind :
    Dieses Wahrnehmungsprobleme habe ich allerdings nicht.

    Andererseits ist Deutschland ein kleines Land mit zu wenig
    jungen Leuten (Serien werden hauptsächlich gemacht, um die
    große Zahl der Alzheimerpatienten in die heile Welt zu wiegen)
    und die deutsche Sprache als solche ist so wenig weltweit verbreitet,
    daß man die Serien nicht SOO gut verkaufen kann -
    drum lohnt sich der Aufwand nicht, die Amis haben also
    im real existierenden Kapitalismus echt die Nase finanziell vorn.

    Das fördert enorm die Kreativität ! Es motiviert !
    Warum nur merkt man Letzteres in den meisten US-Serien
    (auch den gehypten Mad Men) dann trotzdem so selten ?
    Und sehen Sie sich mal die US-Dokus (die gern eingedeutscht werden)
    an, das ist größtenteils der gleiche Mist wie unserer.

    In den USA gibt es kein gutes Fernsehen - das gibt es nirgends.
  3. #242

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ob "Mad Men", "The Wire" oder "Game Of Thrones": Herausragende TV-Serien kommen fast ausnahmslos aus den USA. Im Interview erklärt der Medienforscher Lothar Mikos, wieso das deutsche Fernsehen so lahm ist - und wie unsere Sender den Tod durch Langeweile abwenden können.

    Fernsehen: Warum*sind deutsche Serien so*mies? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Seit Al Bundy gibts sowieso nur noch Mist.
  4. #243

    Zitat von backshop Beitrag anzeigen
    Die meisten Zuschauer moegen solange keine Untertitel, solange nicht endlich welche gemacht werden und sie sich daran gewoehnen.
    Genau. Motto: "Mein Geschmack ist in der Minderheit, folglich ist er der einzig wahre und die Anderen sind nur zu doof und müssen zu ihrem Glück gezwungen werden")

    Ich sehe schon meine 60-jährigen Eltern die schon Probleme haben deutsche Untertitel schnell genug zu lesen vor Freude jubeln wenn sie den kompletten Text nur noch lesen könnten während dazu unverständliches Gebrabbel tönt.
  5. #244

    amerikanische Serien nur mit Toten?

    Zitat von investmentbank Beitrag anzeigen
    Warum wird vom Autor per se angenommen, dass US-Serien das Maß aller Dinge sind?

    Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, wenn es eine Serie gibt, die sich nicht dadurch "auszeichnet", dass alle 10 Minuten jemand erschossen wird.

    Inzwischen schalte ich US-Serien kategorisch ab, weil mir der Dreck aus dem verblödeten USA überhaupt nicht mehr gefällt. Reine Zeitverschwendung.
    Hmm, also in den amerikanischen Serien, die mir so spontan einfallen wird keiner getötet?

    - Malcolm mittendrin
    - Nip/Tuck
    - Prison Break
    - Monk
    - Simpsons
    - King of Queens
    - Dr.House (da wird nur aus Krankheit gestorben)
    - Eine schrecklich nette Familie
    - How i met your mother
    - Two and a half men
    - Hör mal wer da hämmert
    - Scrubs

    Vielleicht sollten Sie nicht nur Krimis schauen und sich ärgern, dass es Tote gibt?
  6. #245

    Zitat von moev Beitrag anzeigen
    Genau. Motto: "Mein Geschmack ist in der Minderheit, folglich ist er der einzig wahre und die Anderen sind nur zu doof und müssen zu ihrem Glück gezwungen werden")

    Ich sehe schon meine 60-jährigen Eltern die schon Probleme haben deutsche Untertitel schnell genug zu lesen vor Freude jubeln wenn sie den kompletten Text nur noch lesen könnten während dazu unverständliches Gebrabbel tönt.
    Das würde nicht passieren. Sendungen mit Untertiteln dürften Einschaltquoten im niedrigen Promillebereich haben, damit erledigt sich das Problem von selbst. Kein auf die Quoten schielender TV-Sender würde solch ein Umerziehungsprogramm durchziehen...
  7. #246

    Zitat von scofieldm Beitrag anzeigen
    Das ist schlicht falsch. Sicherlich gibt es in Amerika auch jede Menge Schrott, das sind die Serien, die dann im deutschen Fernsehen landen. Die guten Serien scheitern meistens an der grottenschlechten Synchronisation, "the Sopranos" zum Beispiel: Eine der besten Serien, die es jemals gab, mit Preisen überhäuft, und das zu Recht. Im deutschen Fernsehen wegen der unfassbar schlechten Synchronisation genau so zu Recht gescheitert. Weitere wären:
    weeds
    breaking bad
    the wire
    und mit Abstrichen auch prison break
    oder, ganz aktuell, justified

    Diese Serien sind allen deutschen Serien in Erzählstruktur, Charakterentwicklung, Spannung und Witz um Jahrzehnte voraus. Aber sie fordern halt auch aktive Teilnahme, man muß sich konzentrieren und mitdenken, vielleicht scheitern sie ja auch deshalb im deutschen Fernsehen, und nicht nur wegen der Synchronisation.
    Das amerikanische Serien wegen der angeblich so schlechten Syncronisation in Deutschland nicht ankommen, ist einfach Quatsch.
    Auch wenn die "ich schau das nur im Orginal" Fraktion das vielleicht anders sieht, ist diese meistens ziemlich gut.
    Weltweit eine der Besten.
    Schonmal in Spanien gewesen? Ich lebe z.Zt. dort und habe den Eindruck, daß es hier nur 2 Syncronsprecher gibt.
    Einen Mann und eine Frau...
    Und die gesprochenen Sachen passen nicht einmal ansatzweise zu den Mundbewungungen der Schauspieler.
    Trotzdem laufen hier viele aktuelle US Serien im Fernsehen.
    Und zwar oft deutlich früher als in Deutschland.
    Die Deutschen haben vor allem ein Problem mit Serien, die eine fortlaufende Handlung haben.
    Serien wie Sopranos z.B. haben hier nie funktioniert.
    Dafür aber welche nach dem Muster, jede Folge ein Fall wie House oder auch dieser CSI Müll.
  8. #247

    no risc, no fun ...

    Zitat von investmentbank Beitrag anzeigen
    Warum wird vom Autor per se angenommen, dass US-Serien das Maß aller Dinge sind?
    Weil Hollywood in Wirklichkeit laengst "Internationaler" ist, also selbst alle moeglichen Einfluesse von ueberall verarbeitet, ueberall produziert (auch viel in Berlin), gleichzeitig aber auch immer rein technische Standards/Herangehensweisen auf dem neuesten Stand setzt - und: offener fuer vieles ist. Daneben gibts auch viel Raum fuer "zusaetzlich kreativeres", weil groessere Masse, weil eben effizientere Produktion und Kapazitaeten etc.

    anyway: diese "Standards", die uebrigens auch modernere Industriestaaten gegenueber rueckstaendigeren unterscheiden, sind wichtig. Viele haben ja so die Vorstellung, dass jede Serie ein Kunstwerk sein sollte. Fuer den alltaeglichen Massenbetrieb laeuft das aber anders. Man braucht Standard-Herangehensweise etwas effizient mit entsprechender Grundqualitaet zu fabrizieren. Das beinhaltet automatisch eine gewisse Stereotypie. Daher geht es im Grunde darum, wer fuer den Regelfall die qualitativ hoehere Stereotype hat ... und da setzt Hollywood eben zumeist Masstaebe, allerdings auch oft hinsichtlich der Diversitaet und Offenheit ueber alle Genre. Wer hat denn weltweit etwas aehnliches wie Battlestar Galactica initiiert? Oder 24?

    Und so wie es eben auch Unterschiede zwischen einem Amateur-Urlaubs-Video und einem professionellem Werbeclip gibt, wie Bayern Muenchen, Real Madrid, der FC Barcelona oder Manchester United eher neue Standards setzen als der FC Sandhausen, Lokomotive Leipzig oder irgendein Verein aus Aserbaidshan so ist das auch bei Filmen und Serien ...
    Auch hier gibts immer mal Ausnahmen, aber relevant ist die Regel.

    Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, wenn es eine Serie gibt, die sich nicht dadurch "auszeichnet", dass alle 10 Minuten jemand erschossen wird.
    Das hat aber weder mit Deutsch noch mit International/USA zu tun, sondern eher welches Genre man bevorzugt.

    Inzwischen schalte ich US-Serien kategorisch ab, weil mir der Dreck aus dem verblödeten USA überhaupt nicht mehr gefällt. Reine Zeitverschwendung.
    Ja, oeko-sozialistisch ideologischer Anti-Amerikanismus/Anti-Modernismus/Anti-Globalisierung. Interessiert aber zu recht den meisten Planeten nicht. Aber wegen genau solcher Ideologien, sind eben manche deutsche Serien schwaecher als sie sein koennten. Nicht wegen der Technik, sondern wegen solcher rueckwaertsgewandten, ideologisch-moralinsauren Mentalitaeten. Sie werden entsprechend umgekehrt dort besser, wo sie das einfach lassen ... locker, relaxed geht eben besser als ideologisch.

    Mist gibt es ansonsten ueberall.
    Was es auch ueberall gibt ist, die unterschiedliche Interpretation dessen,was Mist ist ...
  9. #248

    Serien

    Auch ich finde übrigens amerikanische Serien deutlich besser. Krimis mag ich nicht so...das ist eher noch eine deutsche, gute Disziplin; mir jedoch zu bieder.

    - Malcolm mittendrin
    - DEUTSCH: STROMBERG
    - DEUTSCH: PASTEWKA
    - Nip/Tuck
    - Prison Break
    - Monk
    - Simpsons
    - King of Queens
    - Dexter
    - Dr.House (da wird nur aus Krankheit gestorben)
    - Eine schrecklich nette Familie
    - How i met your mother
    - Two and a half men
    - Hör mal wer da hämmert
    - Scrubs


    Ich musste mehrere Jahre 3,5 Stunden täglich in Öffentlichen pendeln, daher kenne ich mich mit Serien gut aus ;-)
    Obwohl ich weiß dass mit Sopranos, Breaking bad, etc. noch einige fehlen.

    Stromberg und (Bastian) Pastewka halte ich für richtig gute deutsche Serien, da sie selbstironisch sind und das eine Tugend ist, die Deutschen sonst sehr schwer fällt (was sich wahrscheinlich gleich wieder an bissigen Antworten zeigt, welchen Schund ich schaue).
  10. #249

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    Was bin ich nach diesen 226 Beiträgen froh, dass die einzige Serie, die ich gucke, jährlich 34 Folgen hat und mit Mario Gomez und Raúl als Protagonisten aufwarten kann. Ab und zu gibt's noch ein Serienspecial mit Messi und Özil als Zuckerle.
    ist doch nur jedes jahr die gleiche soße. was ist daran interessant?


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