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Gutes Fernsehen: Warum sind deutsche Serien so mies?

DPAOb "Mad Men", "The Wire" oder "Game Of Thrones": Herausragende TV-Serien kommen fast ausnahmslos aus den USA. Im Interview erklärt der Medienforscher Lothar Mikos, wieso das deutsche Fernsehen so lahm ist - und wie unsere Sender den Tod durch Langeweile abwenden können.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,822803,00.html
  1. #190

    Zitat von wolfgangotto Beitrag anzeigen
    Wepper sehen und ausschalten.
    Es liegt einfach daran, dass immer dieselben Gesichter und Stimmen Belanglosigkeiten in faden Handlungen von sich geben. Oma-TV.
    Hei hei, was heißt hier Oma-TV?! Ich bin 70, und ich finde deutsche Serien schon seit Jahren und immer zum Reihern.
    Die unkreativen subventionierten faulen Säcke in den Sendeanstalten haben's doch auch gar nicht nötig. Der Professor im Artikel hat dasselbe gesagt, nur feiner.
  2. #191

    gutes Fernsehen

    Zitat von 47/11 Beitrag anzeigen
    ... wird Hollywood mit deutschem Geld subventioniert , muss die Frage lauten .Ohne deutsche Mittel wäre Hollywood längst pleite . Also, deutsche Firmen, deutsche Filme und deutsche Unternehmer sponsern !!!
    Zuerst dachte ich, was redet der da ? Sie meinen wahrscheinlich, warum Deutschland so viele Filme und Serien aus Holywood kauft.
    Gute Frage. Es ist wohl billiger, eine Serie zu uebersetzen als sie slebst in Szene zu setzen. Auch gibt es eine groessere Anzahl von Schauspielern, das setzt die Ermuedung nicht so schnell ein.
    Was mir jedoch dabei leid tut, ist die Tatsache, dass bei den Uebersetzungen allzu oft das Originaldrehbuch einfach umgeschrieben wird und so die Charaktere vollkommen andere Eigenschaften haben.
    Kein Wunder, dass die meisten Zuschauer meinen, die USA seien genau so wie Deutschland, nur dass sie Englisch sprechen. Das ist aber wet gefehlt und fuehrt zu vielen Misverstaendnissen.
  3. #192

    Zitat von lalale Beitrag anzeigen
    Europa die qualität abzusprechen... da tut man vor allem den engländern unrecht... Dr Who, misfits, secret diary of a callgirl und noch vieles mehr... aber die haben auch den vorteil dass sie ihr material internationaler vermarkten können... von daher auch mehr ressourcen in die produktion stecken können... auch in deutschland verkauft sich dr who auf dvd und blueray nicht so schlecht...
    Die Staffeln 3 & 4 von Dr. Who gibt es trotzdem noch nicht auf Deutsch. Pro7 und SyFy haben die ersten beiden gesendet und Sky macht mit Staffel 5 weiter.

    das problem ist aber im großen und ganzen der konsument... klar gab es auch in deutschland schon serien die sich qualitativ vom großen rest doch deutlich abgehoben haben... aber eben keine quote gemacht haben... ja und jetzt bitte nicht wieder qualität und quote durcheinander bringen...

    aber das ist ja in deutschland im kulturellen bereich allgemein so... möglichst gesichtslos... ohne ecken und kanten... hauptsache es geht leicht rein in den kopf... und dann auch wieder raus...

    für so nen markt würde ich mir auch kein bein ausreißen...
    Der Deutsche TV-Zuschauer hat schon eine Schwäche für Aussenseiter und Querulanten, Serren wie House, Monk, Big Bang Theory laufen hier sehr gut auch in der Wiederholung.

    Was die Konsumenten angeht sehe ich folgende Probleme:

    1. Viele deutsche Fernsehzuschauer, haben mit dem Medium abgeschlossen, abgesehen von Nachrichten und nicht-fiktionalen Formaten, hat man keine Erwartung mehr an dieses Medium und daher auch keine Lust mehr sich mit diesem Medium auseinanderzusetzen.

    2.Eine andere Gruppe ist das oft angeführte "Prekariat" - da ist von der Nachfrageseite nicht all zuviel zu erwarten.

    3. Die Deutschen mögen keine serialisierten Formate, sondern erwarten den klassischen Drei-Akter. Wobei historische Formate wie die "Borgias" die Ausnahme sein können.

    4.Es gibt in den USA eine umfangreichere technische Infrastruktur, die es ermöglicht, die Episoden unabhängig von der Ausstrahlung zu gucken. Es gibt services wie Netflix oder TiVo und Online-Angebote wie Hulu, dazu viele "on-demand"-Dienste. Die Option die einzelne Folgen oder ganze Staffeln über ITunes zu beziehen ist selbstverständlich. Neue Serien werden mit gigantischen PR-Kampagnen beworben, die Darsteller tingeln durch diverse Late-Night-Shows. Es gibt Monate vor der Ausstrahlung Teaser und Trailer im Netz, etc. Bei manchen Shows ensteht in kürzester Zeit eine Fankultur im Netz, die unglaubliche Ausmasse annehmen kann, ich sage nur "Lost"
  4. #193

    Ich habe DIE Lösung!

    Lasst die Deutschen für deutsche Serien einfach nochmal zusätzlich bezahlen, erhöht die GEZ-Gebühr, führt Zap-Gebühren ein, haltet den vollkommen sinnlosen Apparat der ÖR-Sender aufrecht - dann werdet ihr immer genug langweilige deutsche Serien haben.

    Ich kenne nur einen Menschen aus meinem Freundeskreis, der Marienhof - dafür Dutzende, die Games of Throne schauen.

    Gutes Fernsehen beruht auf Wettbewerb - und der wird hier in Deutschland künstlich unterwandert. Ich jedenfalls würde ohne mit der Wimper zu zucken die ÖR-Sender auf 2 oder 3 Sender insgesamt reduzieren und darin ausschließlich Tagesschau, Sport und so etwas wie "Discovery"-Sendungen ausstrahlen. Entertainment würde ich denen überlassen, die das können - und da gehören die ÖR-Sender einfach nicht dazu. Die haben die Wünsche der jüngeren Generationen nicht nur bewusst verpennt, sondern jetzt wo sie es erkannt haben, wird einfach Geld aus den Steuerzahlern gepresst ohne eine nennenswerte Gegenleistung zu erbringen.

    Ich wünschte ich könnte auf der Arbeit ohne Leistung Geld kassieren - denn das ist es ja was die ÖR machen.
  5. #194

    Zitat von Trondesson Beitrag anzeigen
    Eines der Hauptprobleme in Deutschland: die schlechte Synchronisation.
    Oh ja, kürzlichhab' ich mal das "Vergnügen" gehabt, "Top Gear" mit deutschem Voice-Over (lief auf irgendeinem Spartenkanal) zu sehen.

    Ich kannte das bisher nur im Original (BBC) und da ist es eine absolut geniale Sendung. Obwohl ich alles andere als ein Autonarr bin, kann ich das stundenlang ansehen.

    Auf deutsch? Gruselig.

    Wieso das? Warum kann man das nicht einfach OmU senden. Das wäre wohl auch noch billiger gewesen, aber nein...
  6. #195

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ob "Mad Men", "The Wire" oder "Game Of Thrones": Herausragende TV-Serien kommen fast ausnahmslos aus den USA. Im Interview erklärt der Medienforscher Lothar Mikos, wieso das deutsche Fernsehen so lahm ist - und wie unsere Sender den Tod durch Langeweile abwenden können.

    Fernsehen: Warum*sind deutsche Serien so*mies? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Ich habe da eine gewisse Ahnung, wie "Um Himmels Willen" mit Fritz the Wepper möglicherweise entstanden ist:
    Ein frühvergreister Redakteur hatte eines Tages den Geistesblitz: "Lasst uns doch mal was wie "Don Camillo und Peppone" machen!"
    Und ein paar arme öffentlich rechtliche Lohnschreiberlinge werden seitdem ihres Lebens nicht mehr froh...
  7. #196

    Zitat von Oback_Barama Beitrag anzeigen
    Weil sie das schreiben was für die Sender sich lohnt. Und die Autoren wollen ja auch was verdienen und sie verdienen es nur wenn die Serie erfolgreich ist. Was nutzt einem Autor, wenn er eine tolle Serie schreiben würde, die den "Grimme-Preis" gewinnt und bei "arte" läuft, die aber von 100.000 Zuschauer geguckt wird?
    Für "Um Himmels Wille" oder "Traumschiff" gibt's viel mehr Kohle..
    Die US Autoren können sich sowas leisten, sie sin besser bezahlt und werden von den großen Pay-TV Sendern königlich bezahlt...So dass sie auch anspruchsvolle Serien schreiben können, mit dem Risiko, dass sie keine hohe Quoten haben. Die deutschen Autoren und vor allem, die Produzenten, können sich sowas nicht leisten. Das sind zwei Welten.
    Daher ist es Unsinn, USA, bzw. Hollywood, mit Deutschland oder irgendeinem europäischen Land zu vergleichen. In Italien, Spanien, oder Frankreich, werden auch keine Serien wie die amerikanischen gedreht, und das juckt doch niemanden.
    Sie haben recht und dort ist das Fernsehprogramm im allgemeinen viel schlechter. Der Vergleich mit GB liegt viel näher. Die Frage ist doch auch eher, warum es hier nicht die Strukturen geben kann, die in den USA so gut funktionieren, natürlich in kleinerem Maßstab.
  8. #197

    Zitat von agtrier Beitrag anzeigen
    Wieso das? Warum kann man das nicht einfach OmU senden. Das wäre wohl auch noch billiger gewesen, aber nein...
    Weils dann kaum einer gucken würde. Die Leute wollen nicht lesen. Man könnte für die kleine Randgruppe die es will mitlaufen lassen, aber die Mehrheit würde bei so was direkt wegschalten.
  9. #198

    Lieber Forist "lontol"...

    Zitat von lontol Beitrag anzeigen
    Die Geschmäcker sind offensichtlich verschieden. US-Serien finde ich das allerletzte. Nur weil der Pöbel bei RTL und Pro Sieben bestimmte Sendungen schaut, ist das noch kein Beweis für ihre Qualität.
    Obwohl ich eigentlich keine seichten Unterhaltungssendungen mag, finde ich gerade die Sendung mit Bürgermeister Wöller und dem Kloster ziemlich witzig und unterhaltsam.
    ...betrachten Sie sich hiermit offiziell als spiessig-piefig-reaktionärer deutscher Oberpöbel.

    Nur weil Sie die 60 (zumindest mental) schon lange hinter sich gelassen haben, steht es Ihnen nicht zu, sich mit kleinem Geist und großen Worten über das jüngere TV-Pubklikum in Deutschland zu erheben.

    Haben Sie das verstanden?!
  10. #199

    Zitat von jungerk Beitrag anzeigen
    Aber Big Bang Theory, True Blood ist der Horror.

    Big Bang Orig: "Soft Kitty" by Sheldon & Penny - TBBT 3x08 - YouTube
    Sync: katzenlied.avi - YouTube
    Finde die Szene jetzt nicht besonders schlimm. Gehört offenbar einfach eher zum guten Ton in gewissen Kreisen den deutschen Sheldon nicht zu mögen.








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