"Guggenheim Lab" abgesagt: BMW fährt in Berlin-Kreuzberg gegen die Wand

Getty ImagesWie sieht die ideale Stadt der Zukunft aus? Weil sich die Bewohner von Berlin-Kreuzberg diese Frage nicht von BMW beantworten lassen wollten, liefen sie Sturm gegen ein Denklabor des Autobauers in ihrem Stadtteil. Der zog sich jetzt zurück - weil er um "die Sicherheit der Mitarbeiter" fürchtete.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...822478,00.html
  1. #70

    Damit...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Mit der Experiential branding-Strategie, und ganz konkret mit dem BMW Guggenheim Lab, möchten wir jene ansprechen, die heute vielleicht noch keine besondere Affinität zur Marke BMW haben - möglicherweise dem Auto sogar ambivalent gegenüber stehen", erklärte Ellinghaus 2011 im Interview mit dem manager magazin.

    "Guggenheim Lab" abgesagt: BMW fährt*in Berlin-Kreuzberg gegen die Wand - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    ... hat BMW doch eigentlich schon allumfassend gesagt, worum es bei dem Projekt geht.

    Und warum sollen Anwohner nicht darüber mitbestimmen dürfen, was in ihrem Lebensumfeld vorgeht. Politik und Wirtschaft fordern doch mehr Engagement und Eigenverantwortung.
    Forderung erfüllt, bitteschön.
    Übrigens, gern geschehen!
  2. #71

    Mehr Demokratie!

    Zitat von dickerulle Beitrag anzeigen
    Es regt sich hier niemand darüber auf, dass man wenig Geld hat sondern, dass es Lebensentwürfe gibt, die auf BMW, Mercedes, McDonalds und Co. lieber verzichten möchten. Konsumieren muss jeder, aber das geht auch bewusst und unabhängig und dass diese Lebenskonzepte in die Großstadt gehören und nicht, wie manche hier am liebsten schreien würden, an den Stadtrand oder aufs Land, macht eine gesunde und lebhafte Stadt aus. Da geht es in erster Linie nicht ums Geld, dass man nicht hat, sondern um das Geld, dass das soziale Umfeld negativ verändern.
    Niemand zwingt Sie, bei McDonalds zu essen oder BMW zu fahren. Das faschistoide an vielen Menschen mit "alternativem Lebensentwurf" ist aber, dass Sie ganz selbstverständlich diesen Lebensentwurf anderen aufzwingen wollen.
    Wenn es tatsächlich die Mehrheit der Anwohner wäre, die z.B. eine McDonalds Filiale ablehnt, könnten sich die Gegner ganz entspannt zurücklehnen und auf deren Pleite warten. Die Mehrheit ist denen aber egal, denn sie halten ihre Ideologie für die bessere, die ggf. auch mit Gewalt gegen "böse Kapitalisten" und "Schwaben" durchgesetzt werden darf. Dieses Verhalten ist faschistoid und für mich nicht besser als NPD-Wählen.
  3. #72

    Der Unterschied.

    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    Kein Berlin-thread ohne einen unqualifizierten Hinweis auf den Finanzausgleich von irgendeinem Genius aus Posemuckel, das vergessen hat das Bayern selbst 40 Jahre Lang föderale Wohlfahrt genossen hat. Wenn man keine Ahnung hat - und Berlin nur aus dem Fernsehen kennt - einfach mal gepflegt die Fresse halten
    Der Unterschied ist aber, dass Bayern mit dem Geld gewirtschaftet hat und vom Nehmer zum Geber geworden ist.
    Der "arm aber sexy"-Berliner nimmt das bayrische Geld um seinen Konsum zu finanzieren und sich was von Hauptstadtkult von der Palme zu schütteln. Investieren, um sich irgendwann mal selbst ernähren zu können wäre kapitalistisch!
    Und Ihr Geschwafel von wegen "wer Berlin nicht kennt" können Sie sich sparen. Die Bilanz spricht ebenso Bände, wie das Gehabe der "wer Berlin nicht kennt" Schwafler. Da gibts kein schwer zu fassendes Mysterium dahinter. Berlin ist der Beweis dafür, dass staatliche Alimentierung nicht zu Selbständigkeit und wirtschaftlicher Erhohlung führt, sondern zu mehr Armut und mehr Unselbständigkeit.