Ha! Ha! Wäre ja noch schöner wenn jeder rausfinden kann wann die Bahn kommt. Naja - kommen soll.
Getty ImagesFahrplandaten für Google, aber nicht für jedermann: Das wollte ein Entwickler nicht hinnehmen und veröffentlichte die Fahrplandaten der Deutschen Bahn im Internet. Der Konzern reagiert mit einem offenen Brief auf die "illegale Aktion".
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-858544.html
Ha! Ha! Wäre ja noch schöner wenn jeder rausfinden kann wann die Bahn kommt. Naja - kommen soll.
Es gibt eigentlich überhaupt keinen vernünftigen Grund, warum die Bahn (und nicht nur die) ihre Fahrplandaten nicht allgemein verfügbar machen sollte. Das beliebte Argument bezüglich Aktualität und Korrektheit ist keins - wenn die Daten in einem offenen Format von einem DB-eigenen Server realtime und read only abgerufen werden können und sich Dritte entsprechend dranhängen können, besteht diesbezüglich überhaut kein Risiko. Der jetzige Zustand mit bald veraltenden Daten von einer geknackten CD ist wesentlich schlechter. Klar, dass die Bahn genau das nicht will, aber dann sollen sie gefälligst aktuelle Daten ohne irgendwelches Theater rausrücken. Stattdessen tun sie so, als ob ihr Fahrplan eine Art Geheimwissen für insider wäre.
Frei zugängliche Fahrplandaten wären für alle Verkehrsunternehmen letztlich positiv - die Fahrgastzahlen können durch clevere Anwendungen nur steigen. Und bezüglich solcher Anwendungen ist noch enorm viel Luft nach oben.
Das Herumreiten auf dem Urheberrecht ist einfach nur albern. Und selbst wenn es dazu dient, von einigen Anbietern eventuell Lizenzgebühren verlangen zu können - die würden durch steigende Fahrgastzahlen mit Sicherheit schnell aufgewogen.
Es ist die Aufgabe der DB, in Deutschland den Personenverkehr der Eisenbahn im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge zu organisieren. Erst an zweiter Stelle steht der Betriebszweck, Gewinne zu erwirtschaften. Dass die Bahn den Fahrplan vermarkten will, entspricht nur dem zweiten und widerspricht dem ersten Zweck. Man stelle stelle sich vor, die Bundestagsverwaltung würde Tantiemen für jeden Abdruck oder jede Veröffentlichung von Gesetzen verlangen.
wurde dereinst als staatlicher Monopolost gerichtlich gezwungen, ihre Telefonbuchdaten jedermann zu Selbstkosten zu lizensieren. Warum sollte dies bei der Bahn anders sein?
Wenn die Frau wuesste, wovon sie da eigentlich redet... dann wuerde ich Ihr vielleicht auch glauben. Sie "mehdornt" aber eben auch nur vor sich hin...Zitat von Kreil
Sie legen den Finger an eine Wunde, aber bei Ihnen klingt das so, als fänden Sie diese Praxis richtig und gut.
Ist sie nicht - auch sie gehört geändert.
Und weil die Bahn die Selbstverständlichkeit, daß ihre der öffentlichen Daseinsvorsorge dienenden Fahrplandaten kostenfrei zugänglich sein müssen, offenbar nicht für sich gelten lassen will, muß der Gesetzgeber das klären. Kann er für DIN-Normen gleich mit erledigen.
Tja, die Privatisierung. Der Staat stiehlt sich aus seiner Verantwortung in Bereichen, in denen er originär für Daseinsvorsorge verantwortlich ist, und wundert sich dann über den Zorn der Leidtragenden...
Die sollten doch froh sein, wenn überhaupt jemand ihre blöden Fahrpläne liest und womöglich mit ihren versifften, unpünktlichen Rappelzügen fährt.
Das ist wohl so ein frühkindlicher BWLReflex -- Alles meins, habbn. Nach Fr Bohles Argumentation machte sich ja schon der Hotel/ Jugendherbergsbetreiber, der den Fahrplan für die Gäste aushängt, urheberrechtlich strafbar.
Verdient angeblich ohne Lizenz Geld damit. Gleich mal abmahnen.