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Günstige Alternative zum eigenen Autos: Wie Carsharing funktioniert
dapdWann lohnt sich Carsharing? Eine Modellrechnung hat jüngst ergeben, dass sich finanzielle Vorteile vor allem dann ergeben, wenn kurze Strecken gefahren werden. Wie das Auto-Teilen grundsätzlich funktioniert, zeigt dieser Faktencheck.
http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...815231,00.html
- #1 15.02.2012 09:14 von
Carsharing von privat an privat
Im Artikel fehlen folgende Information:
1. Carsharing funktioniert auch direkt von privat an privat, dies beweisen Anbieter wie www.tamyca.de oder www.nachbarschaftsauto.de und andere Anbieter.
2. Gerade in ländlichen Gebieten gibt es wenige konventionelle Carsharing-Angebote, hier machen die neuen internetgestützten und versicherten Angebote Sinn: Weniger Umweltbelastung durch weniger Autos, weniger Parkplatzknappheit, günstiger und dezentraler als Autovermieter und konventionelles Carsharing.
Philipp Schmagold - #2 15.02.2012 10:38 von
Ich
selber nutze mein Fahrzeug nur ca. 10.000Km im Jahr, davon gehn die meisten Km für den Weg zur Arbeit drauf, heist Morgens um 5:00 Uhr und Nachmittags um 14:00 Uhr, also würde sich rechnerisch für mich lohnen beim Carsharing mitzumachen, nur leider steht dieses Auto dann nicht da wo man es braucht. Also wieder nichts mit sparen.
Es ist wahrlich nur etwas für Leute die selten ein Auto brauchen, und spontan einfach mal ein Fahrzeug nutzen geht da dann wohl auch nicht immer. Und so ist es, das ich weil es nicht funktioniert, weiterhin mit dem eigenen Auto diese Wege zurück lege. - #3 15.02.2012 11:00 von
Danke für die Tipps!
In unserem 100.000-Einwohner-Dorf bietet nur die DB Carsharing an, i.e. ganze 5 [SIC!Fünf] Alfa Romea MiTo, die man nur am Bahnhof bekommt.
Mein Auto muss leider abgemeldet in der Garage bleiben, da unsere Strassen zu schlecht sind für die ab Werk geringe Bodenfreiheit (Gerade einmal 7 cm. Schon lustig: Aus demselben Grund zog sich der Hersteller meines Wagens Mitte der 1960er aus dem Rennsport zurück, nachdem zwei Brüder meines kleinen Autochens einen spektakulären Doppelsieg bei den "24 Heurs du Mans" errungen hatten. Eigentlich konnte sich die Firma einen eigenen Rennstall nur nicht mehr leisten!).
Und ich habe weder Lust, mein altes Schätzchen totzufahren noch alle Nase lang ohne Auspuff nach Hause zu kommen; dieses fragwürdige Vergnügen hatte ich schon zweimal ... - #4 15.02.2012 11:30 von
Tropfen auf den heißen Stein
Gegen Carsharing gibt es nichts einzuwenden. Aber es hilft keinem einzigen Berufsautopendler weiter und das sind immerhin über 20 Millionen in Deutschland. Warum Carsharing nicht halten kann, was es verspricht und wie es besser geht, findet der interessierte Leser hier:
Dynamic Ridesharing vs Carsharing | NARIS - ein Mitfahr-System für Pendler
Mittlerweise beginnt auch die Industrie in Richtung Spontane Mitfahrsysteme zu entwickeln: Flinc, Telekom, Navigon, Bosch... - #5 15.02.2012 11:33 von
Carsharing als Spielart von "Collaborative Consumption"
Carsharing ist ein Element des weltweiten Trends hin zu "Collaborative Consumption", der beinhaltet, dass Güter zunehmend gemeinschaftlich genutzt werden und so der Besitz zugunsten des Zugangs zu Ressourcen in den Hintergrund rückt. Dazu zählt im Speziellen auch privates Carsharing, wie Invenire schon erwähnt hat, auch "peer-to-peer" Carsharing genannt. Mittlerweile kommt das Konzept in Deutschland so langsam an und es entstehen weiter neue Plattformen, wie etwa auf http://www.rent-n-roll.de/. In anderen Ländern ist diese Idee auch im Kommen, herauszuheben sind sicherlich die USA (Getaround - Peer-to-peer car sharing and local car rental) und Großbritannien (Hire Cars on WhipCar - Local Car Rental, Put Your Car to Work | WhipCar). Auf jeden Fall eine tolle Idee, hoffentlich entschließen sich noch mehr Leute dazu, ihr Auto zu teilen und so auch zu nachhaltiger Mobilität beizutragen!
- #6 15.02.2012 12:44 von
Kein ökologischer Nutzen
Ich habe früher auch eine Zeitlang carsharing betrieben. Nachdem ich aber jetzt mehr fahre als früher, habe ich inzwischen mein eigenes Auto.
Nach meinen Erfahrungen kann carsharing finanziell für Wenigfahrer sinnvoll sein. Aus ökologischer Sicht bringt carsharing aber praktisch nichts, im Gegenteil. Wer wenig fährt, aber kein carsharing macht, bei dem steht das Auto in der Garage. Es verbraucht zwar Platz, aber nicht mehr Sprit, als wenn derjenige stattdessen carsharing betreiben würde.
Carsharing führt aber letztlich zum Zuwachs an Automobilverkehr, weil diejenigen zum Autofahren kommen, die wegen ihres geringen Fahrbedürfnisses ansonsten gar kein Auto fahren würden. - #7 15.02.2012 13:00 von
Der Effekt dürfte minimal sein, da sonst z.B. auch Taxis genutzt würden, die spritmäßig noch ineffizienter sind (Leerfahrten).
Was Sie vernachlässigen ist die enorme Umweltbelastung bei Produktion und Entsorgung eines auch wenig genutzten Autos. Bei Car Sharing verteilt sich die Umweltbelastung für ein Auto auf alle Nutzer und ist dementsprechend nur ein Bruchteil der Alternative, wenn alle jeweils ein eigenes Auto anschafften. - #8 15.02.2012 13:01 von
Zum Pendeln taugt es natürlich weniger bis gar nicht (außer womöglich, wenn das Auto am Zielort weitergenutzt werden kann).
Aber für mich als Selbständigen, der nicht pendeln muß und ein Auto nur sporadisch braucht, ist es prima, das Auto nicht immer am Hals zu haben, sondern es nur dann zu nutzen, wenn ich es brauche und mich nie um Wartung oder entladene Batterien kümmern zu müssen.
Es ist ein prima Lückenfüller für bestimmte Zwecke, aber zumindest noch nicht praktikabel für jeden Nutzungszweck. - #9 15.02.2012 13:13 von
.......
Aus "ökologischer Sicht" muss man aber hinzufügen, dass die Herstellung eines Autos Resourcen und Energier benötigt. Würde(!) es mehr Carsharing geben, würde es dann auch weniger Autos geben. Wenn man denn so arrgumentieren mag. Für mich sprechen eher ökonomische Gründe gegen ein eigenes Auto.
Kann ich nicht bestätigen. Da man mit dem eigenen Auto auch gerne mal sinnlose Fahrten unternimmt, da das Auto ja immer da ist. Nutzt man Carsharing oder so wie ich nur Mietwagen - überlegt man sich genau, ob und wann man eine Fahrt macht und ob man ein Auto dazu braucht. Also letztlich weniger Fahrten...
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