Zitat von
Newspeak
Für mich zeugt die Flugpreiskalkulation vor allem von Marktversagen.
Für die Airlines mag die Rechnung noch aufgehen. Man bestimmt aus seinen Statistiken über das Passagieraufkommen, die No-Show-Rate, etc. etc. den Preis, den man maximal rausziehen kann und nennt das dann angebots- und nachfrageorientiert, wobei man verschweigt, daß der Kunde durch die dynamische Preisanpassung und die künstliche Komplexität, sowie zumeist äußere Zwänge bei der Flugbuchung weder die Möglichkeit hat, das Angebot zu sondieren, noch die Flexibilität, darauf zu reagieren. Preisvergleichseiten im Internet bieten Abhilfe, sind aber keine Lösung.
Auf diese Weise ist das Verhältnis zwischen Angebot-Nachfrage, sowie Anbieter-Kunde bewusst stark asymmetrisch gehalten. Was mit einem fairen Markt nichts mehr zu tun hat. Eigentlich ein Grund für den Staat hier regulierend einzugreifen. Man muß sich nur vorstellen, welche Milliardenschäden der Wirtschaft dadurch entstehen, daß man so etwas wie Flugkosten nur unzureichend kalkulieren kann und in der Regel eher zu teuer fliegt.
Zu allem Überfluß nimmt sich die Deutsche Bahn das auch noch als Vorbild. Am Besten man bucht schon mal alle Bahnreisen seines Lebens im Voraus, damit man eine billige Verbindung bekommt. Es müsste gerade andersherum sein. Echter Service wäre es, wenn man einfach spontan in den Zug einsteigen könnte und das billig möglich wäre, ohne Aufschläge und was weiß ich noch.
Wieder ein Grund mehr, den Kapitalismus abzuschaffen.