National Academy of SciencesUm in Dürrezeiten genug Trinkwasser zu haben, bauten die Maya vor mehr als 1700 Jahren Dämme und Speicher. Sogar Filtersysteme haben Archäologen bei Ausgrabungen in der Stadt Tikal entdeckt. Die Entdecker schwärmen vom größten hydraulischen Bauwerk aus der Maya-Zeit.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...844699,00.html
der heutigen Wissenschaft, der heutigen Eliten ist das derzeitige Problem der Menschheit. Die Maya lebten mit Ritualen, Kenntnissen und Erkenntnissen, aber nicht unbedingt um die Natur zu vergewaltigen und zu zerstören. Die heutige Menschheit hat zahlreiche hilfreiche und nützliche Dinge erfunden, verwendet wurden und werden sie um die Natur und die Menschen selbst zu zerstören. Waffen die niemand braucht werden eingesetzt um wiederum Menschen abzuschlachten. Geld wurde erfunden um mit Hilfe fiktiver Werte Sachgüter und Realgüter umzuschichten. Die heutige Elite hat völlig versagt und wirtschaftet sich in die eigene Tasche, aber auch ins eigene Grab. Wie im Jahre 3700 die heutige Menschheit betrachtet wird wage ich mir nicht vorzustellen. Die letzten 150 Jahre auf der Erde: ein Vernichtungsfeldzug gegen alles was lebt, kein Ende in Sicht. Die Eliten selbstverliebt in Macht, Gier und Korruption, unfähig zu einer globalen Lösung.
Leider voll daneben. Die Maya sind doch gerade ein klassisches Beispiel dafür, dass kriegerischer Imperialismus und Umweltzerstörung eher eine universelle Tendenz von Zivilisationen sein dürfte. Und sich definitiv nicht exklusiv auf die ach so schlimme westliche Gesellschaft der Moderne beschränkt. So nett die Selbstgeisselung mit dem Klischee des bösen weissen Mannes für manche scheinen mag, aber die anderen Kulturen sind da leider auch keinen Deut besser..
in diesem sinne, wer weiß, was wir in tausend jahren sind, wohin sich dann die menschheit gedreht hat. es stimmt, der vernichtungstrieb der menschheit macht oft angst, gerade deshalb sind diese geschichten, auch der mayas immer etwas besonderes...
vielen dank dafür :)
Mag sein , in Nuancen - gleichwohl zerstört die heutige Menschheit ungleich mehr, einfach weil die technischen Möglichkeiten immer weiter perfektioniert werden. Wie viele Arten vor 1700 Jahren durch die Maya und andere blutgierige Ureinwohner ausgerottet wurden weiß ich nicht. Die sogenannte heutige Zivilisation basiert auf einem gewissen technischen Wissen, sozial und soziologisch sind wir möglichweise noch in der Vorantike.
Auch das lässt sich so nicht sagen. Auch wenn es manchem paradox erscheinen mag: Vergleicht man unsere heutige Gesellschaft mit antiken, stellt man schnell fest, dass wir heute, trotz aller Nachteile, die unsere Zivilisation hat, in weitaus friedlicheren, gerechteren und weiseren Zeiten leben als Babylonier, Römer oder eben auch Mayas. Lesen sie z.b. mal hethitische Gesetzestexte. Oder das alte Testament. Oder schauen sie sich an, wie totalitär und obrigkeitshörig die Gesellschaft der Inka aufgebaut war. Mal ganz davon zu schweigen, dass die Selbstkritik ob der kolonialen Untaten, wie sie in westlichen Gesellschaften heute prakiziert wird, den Leuten in antiken Zivilisationen nicht im Traum eingefallen wäre. Da wurde die komplette, blutige Auslöschung irgendwelcher Feinde noch Jahrhunderte später frenetisch besungen. Und was Umweltschutz angeht: Auch hier sind wir heute definitiv schlauer. Uns ist wenigstens theoretisch klar, dass wir was falsch machen. Das ist schonmal mehr, als bei den Mayas der Fall war. Glauben sie nicht, dass man vor 3000 (oder im Falle der Maya vor 1500) Jahren über Dinge wie Ökologie oder Tierschutz auch nur nachgedacht hat.
Bestimmt, alleine aufgrund der reinen Grösse hat die heutige Bevölkerung bereits ein nie dagewesenes Zerstörungspotential. Das bedeutet aber, dass Unterschiede rein symptomatisch sind, nicht grundlegend. Gäbe man den Maya, Römern oder jeder anderen Kultur die heutige Situation in die Hand, das Ergebnis wäre jedenfalls kein besseres. Eher im Gegenteil. Immerhin hat sich ja parallel zur Technik auch unser Bewusstsein und Wissen um Ökologie und Co. drastisch verbessert. Dass das in der Praxis vielerorts nicht viel bewirkt steht auf einem anderen Blatt..
Beides richtig. Wobei mich immer wieder erschreckt, wie katastrophale Gemetzel und Vernichtungen frühere "spirituell höher entwickelte" und "weise" Völkerschaften selbst mit simpelsten Mitteln anrichten konnten. Da wurden die bestehenden Vernichtungswerkzeuge im Verhältnis gesehen mit weit höherer Effektivität eingesetzt, als wir das heute mit Maschinengewehren und Granaten tun. Leider sieht man vor lauter Selbstkritik oft nicht, dass wir heute auch ein paar Dinge besser und richtiger machen als unsere Vorfahren.