FalcomZwei verstörte Frauen, ein vergrabenes Kindheitstrauma und eine verregnete Ostsee-Insel im Winter - mehr braucht der Grusel-Thriller "Du hast es versprochen" nicht für den Beweis, dass auch deutsche Filme schlaflose Nächte bereiten können.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/gr...-a-872478.html
Eigentlich hatte ich mir ja vor einiger Zeit schon vorgenommen, keine Filmkritiken mehr bei Spiegel Online zu lesen, und nun hatte ich mein Vorhaben leider vergessen. Ständig sind die Kritiken voller Spoiler, und dann auch teilweise noch solch vollkommen unnötige wie in diesem Artikel. Ohne den Satz, "Eine angemessen schaurige Handlungsfährte, die aber, so viel sei verraten, gehörig in die Irre führt", hätte die Kritik doch ganz genauso gut funktioniert, was soll das also, dem Zuschauer komplett ohne Sinn einen Teil des Vergnügens zu rauben? Verstehe ich wirklich nicht, tut mir leid. Wäre ich Filmemacher, ich würde kochen vor Wut. Als Zuschauer bin ich allerdings ähnlich sauer.
Werde ich mir mal ansehen, diesen Geheimtip. Leider ist gutes deutsches Genrekino normalerweise ein Widerspruch in sich.
Klar, wer sowas wie "Mr. Bean" komisch findet, wird mit "deutschem Humor" kaum was anfangen können. Das deutsche Genrekino ist genauso schlecht oder gut wie das Kino im Rest der Welt.
in diesem fall ist eine der hauptdarstellerinnen (laura de borer) keine deutsche. außerdem kann es nötig sein, noch ins synchronstudio zu gehen, weil die originalaufnahmen misslungen sind.
Ob es gut ist, wenn sich die Deutschen mehr im Gruseln üben?
Die Deutschen haben doch zuerst ihren Teil zur schwarzen Romantik beigetragen und danach den realen Horror der Nazizeit begründet. Vielleicht ist es besser, die Deutschen machen weiter in Komödie...
Der hiesige Gruselfilm mag wie das Science-Fiction- oder Actionkino ein Schattendasein fristen, ist deswegen aber nicht ausgestorben. Es würde schon reichen, wenn seine Prachtexemplare in der deutschen Presse dieselbe Beachtung fänden wie in der angelsächsischen, z.B. neulich die in „Variety“ gefeierte Berliner Produktion URBAN EXPLORER (mit Max Riemelt). URBAN EXPLORER war der Gewinnerfilm des 2011 LA SCRAMFESTs, des bedeutendsten US-Horrorfilm-Festivals, auf dem z.B. 2007 PARANOMAL ACTIVITY entdeckt wurde. Der junge deutsche Regisseur Andy Fetscher hat inzwischen FFA-Drehbuchförderung bekommen für einen Thriller um einen von dunklen Träumen herausgeforderten Berliner LKA-Kommissar , der einen tierartigen Frauenmörder jagt und darüber in den erotischen Bann seiner Psychologin gerät...