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Grundsatzurteil: Europa-Gericht*verbietet Patent auf embryonale Stammzellen

Der Europäische Gerichtshof hat ein grundlegendes Urteil zur Stammzellenforschung gefällt. Menschliche embryonale Stammzellen dürfen nicht patentiert werden.*Potentiellen Milliardengeschäften mit Biomedizin ist*damit*ein Riegel vorgeschoben worden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...792379,00.html
  1. #20

    Im Gegenteil

    Zitat von Politiker2014 Beitrag anzeigen
    Durch die Blockade der Stammzellforschung werden viele Krankheiten erst später heilbar werden. Dadurch werden viele Menschen frühzeitig schmerzhaft sterben.
    Die Stammzellenforschung wird dadurch gar nicht blockiert, ganz im Gegenteil! Jetzt wo die Patent-Blockaden aus dem Weg geräumt sind kann frei geforscht werden.

    Und das wird viele Leben retten, aber eben auch ein paar Brieftaschen vor Verfettung bewahren. Was ist der Gesellschaft wichtiger?
  2. #21

    Verständnisproblem

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Europäische Gerichtshof hat ein grundlegendes Urteil zur Stammzellenforschung gefällt. Menschliche embryonale Stammzellen dürfen nicht patentiert werden.*Potentiellen Milliardengeschäften mit Biomedizin ist*damit*ein Riegel vorgeschoben worden.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...792379,00.html
    Ich verstehe den Artikel nicht ganz. Was hat die Frage der Patentierbarkeit mit dem Verbot oder der Erlaubnis zu tun, Stammzellen zu verwenden? Ist jetzt ein blöder Vergleich, ich verwende doch aber auch einen Hammer ohne das jemand ein Patent darauf hat?
    Das das Gericht Patente auf Stammzellen ablehnt finde ich in Ordnung, wenn sich daraus allerdings eine generelles Verbot für Forschung und Einsatz neuer Therapien ergibt, halte ich es für einen Fehler.
  3. #22

    Ja, aber ..

    Zitat von Marginalius Beitrag anzeigen
    Es wurde doch nicht die Stammzellenforschung verboten, sondern nur die Patentierung menschlicher Gene und Zellen.
    Viele Grüße
    Vordergründig ja.
    Tatsächlich hat das Gericht damit jedoch auch die Rechtsauffassungen des deutschen BGH zum Entstehen menschlichen Lebens (= vom Moment der Befruchtung an) europaweit für allgemeinverbindlich erklärt.
    Damit dürfte es mittel- und langfristig mit den anderslautenden nationalen Regelungen vieler europäischer Länder vorbei sein, die das "Ding in der Petrischale" zu einem bloßen Zellhaufen ohne Menschqualität erklärten und daran hemmungslose herumexperimentierten.
  4. #23

    Es schon sehr traurig,

    Zitat von Politiker2014 Beitrag anzeigen
    Durch die Blockade der Stammzellforschung werden viele Krankheiten erst später heilbar werden. Dadurch werden viele Menschen frühzeitig schmerzhaft sterben.

    Jetzt verfolgt Greenpeace schon die absurden Vorstellungen der katholischen Kirche.
    wenn der Zweck jegliche Mittel heiligen soll!
    Im Übrigen kann man hier wohl kaum von einer Blockade sprechen..
    und warum sind die Vorstellungen der katholische Kirche pauschal absurd??
    Sie bewegen sich schon sehr an der Oberfläche! ;-)
  5. #24

    ES Zellen heilen eh nicht.

    Wenn Recht und Vernunft zusammengehen, muss es Zufall sein. Eigentümlich, dass sich die richtige Meinung immer nur mit der falschen Begründung durchsetzt.
    Ich meine: Greenpeace! Wenn die eine Klage anstrengen, steht selten ein rationaler Grund dahinter. Meist sind es irgendwelche konservativen Ressentiments, Ängste, Unwissen.

    Und dennoch hat dieses Unwissen letztlich, auf krummem Wege, das Richtige bewirkt.
    Weil nämlich, was nicht viele wissen, die Heilsversprechen der ES-Forscher vollkommen überzogen waren. Überzogen ist noch gelinde ausgedrückt. Verantwortungslos, großsprecherisch, wichtigtuerisch. Das träfe es eher. Mit den Hoffnungen von Politikern und Patienten wurde gleichermassen gespielt und die Gefahr des Hervorrufens von Krebs geflissentlich ausgeblendet.

    Die Wahrheit ist, ES-Zellen sind nach wie vor weitgehend unverstanden. Weder weiss man, wie man sie quantitativ in einen Ziel-Zelltyp umwandeln kann, noch, wie daraus Gewebe machen oder, wie man sie (epi)genetisch stabilisieren kann, so dass sie weder entarten, noch in unerwünschte Zelltypen differenzieren.

    Dass dem Geschäftemachen mit solch unsicheren, gefährlichen Dingern nun ein Riegel vorgeschoben wurde, kann man nur begrüssen.

    Ab ins Labor, will man den Forschern hinterher rufen, Hausaufgaben machen!
  6. #25

    Prima: ein Ziel der Piraten

    wurde umgesetzt. Ich freue mich drüber.
  7. #26

    so gesehen...

    Zitat von Politiker2014 Beitrag anzeigen
    Sie wird aber dadurch gebremmst. Wer soll den die Forschung an neuen Stammzell-Medikamenten bezahlen, wenn nicht Investoren? Und die werden sich jetzt verziehen. Der Staat muss jetzt Stammzell-Forschung fördern!
    Äh? Der Staat bzw. der Bürger zahlt zum Schlusss so oder so ob nun mit Investor oder ohne. Die Gewinne der Investoren sind im späteren Kaufpreis der Produkte enthalten. Von daher absolut in Ordnung, dass es keine Patente gibt - wenn man sieht welches Schindluder Monsanto mit Patenten auf gentechnisch veränderte Pflanzen treibt.
  8. #27

    irgendwas

    Zitat von Politiker2014 Beitrag anzeigen
    Sie wird aber dadurch gebremmst. Wer soll den die Forschung an neuen Stammzell-Medikamenten bezahlen, wenn nicht Investoren? Und die werden sich jetzt verziehen. Der Staat muss jetzt Stammzell-Forschung fördern!
    Also nehmen wir mal an, Sie hätte eine wirklich gute Idee.
    Dann gehen sie daher, sagen einfach: "Nö - ich könnte es sowieso nicht patentieren lassen!" Und das ist es dann für Sie gewesen?

    Das ist doch alles lächerlich. Patente gehören nicht mehr in unsere Zeit - die ursprüngliche Idee war gut und angebracht, aber der Grundgedanke von Patenten wurde längst ins Lächerliche gezogen.
  9. #28

    .

    Zitat von Politiker2014 Beitrag anzeigen
    Durch die Blockade der Stammzellforschung werden viele Krankheiten erst später heilbar werden. Dadurch werden viele Menschen frühzeitig schmerzhaft sterben.

    Jetzt verfolgt Greenpeace schon die absurden Vorstellungen der katholischen Kirche.
    Europa, und Deutschland voran, rutschen wieder in dumpf mytologische Zeiten in denen die Moralvorstellungen einiger weniger entscheiden wird, wie die Masse zu leben hat.

    Und Moral ist bekanntlich wachsweich. Man möge nur die Entwicklung der Moralbegriffe der letzten 50 Jahre Revue passieren lassen. Kaum etwas davon, gilt heute noch.

    Das sind wohlfeile Standpunkte die gerne vertreten werden, solange es einen selber nichts kostet. Aber wenn es irgendwann dank dieser Forschung ein Medikament gegen Alzheimer gibt, möchte ich den daran erkrankten Greenpeacemitarbeiter sehen, der dieses dann nicht haben will.
  10. #29

    .

    Zitat von Magnolie5 Beitrag anzeigen
    Also: Menschliches Leben beginnt mit der Befruchtung!
    Sie werden feststellen das Sie, medizinisch gesehen, falsch liegen.
    Damit ein Mensch entsteht braucht es mehrere Schritte.
    1. Die Befruchtung. Dies sollte logisch sein.
    2. Das befruchtete Ei muss als nächstes von der Gebärmutterschleimhaut aufgenommen werden. Wenn dies nicht geschieht entwickelt sich auch die befruchtete Eizelle nicht weiter.

    Wenn Schritt 2 also nicht geschieht kommt es nicht zum menschlichen Leben. Allein deshalb kann die Befruchtung allein noch nicht ausreichend sein um ein menschliches Leben hervorzubringen.








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