Also wenn Brüderle tatsächlich die Inflation abschaffen will, dann muss er zunächst mal Zinsen verbieten und abschaffen.
Ob das wohl im Interesse der FDP-Klientel aka. Kapitalbesitzer ist? Ich weiß ja nicht.
DPARainer Brüderle setzt auf Tradition - auf Ludwig Erhard. Er will wie schon der Wirtschaftswunderminister den Schutz vor steigenden Preisen ins Grundgesetz schreiben lassen. Die Opposition spricht von "Wahlkampf-Geblubber" und die Koalitionspartner winken ab.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-881657.html
Also wenn Brüderle tatsächlich die Inflation abschaffen will, dann muss er zunächst mal Zinsen verbieten und abschaffen.
Ob das wohl im Interesse der FDP-Klientel aka. Kapitalbesitzer ist? Ich weiß ja nicht.
Kann mal jemand dem Brüderle sagen, dass unsere Regierung nahezu keinen Einfluss auf die Inflation hat. Die Möglichkeiten hatten schon frühere Dt. Regierungen kaum, weil wir eine von der Politik unabhängige Notenbank hatten, die den Job, die Geldwertstabilität zu erhalten, damals meiner Meinung nach recht gut getan hat.
Mit der Einführung des Euros wurde leider eine von den jeweiligen Regierenden unabhängige Notenbank aufgegeben. Wie wir ja inzwischen alle wissen, ist die EZB nicht wirklich unabhängig. Nur wird die EZB aus Brüssel und nicht aus Berlin gesteuert.
Im Übrigen sind Politiker eigentlich immer an einer hohen Inflation interessiert. Durch finanzielle Repression lässt sich der Bürger viel eleganter ausplündern als durch ständige Steuererhöhungen.
Und nein, die übertrieben hohen Lohnforderungen sind nicht ein Zeichen von Inflation, sondern jetzt die Folge von Inflation. Die ist nämlich bereits extrem hoch. Die hohe Inflationsrate sieht man an den Spritpreisen, an den Immobilienpreisen, an den Aktienkursen, aber auch, wenn man mal in ein Land mit einer stabilen Währung fährt. Wir werden ja für dumm verkauft, wenn uns immer nur der Vergleich mit der Weichwährung des Pleitelandes USA in den Medien präsentiert wird. Vergleichen sollte man den EUR mit Währungen aus stabilen Ländern mit seriöser Finanzpolitik. Gute Beispiele wären SGD, NOK, CHF, ...
Übersetzt: "Wir sch...en genauso wie alle anderen Machthaber auf Geldwertstabilität. Unser Interesse gilt einzig dem Machterhalt"."Wir sind uns mit der FDP einig, die Geldwertstabilität ist ein hohes Gut", sagte Unions-Fraktionsvize Michael Meister SPIEGEL ONLINE. "Entscheidend für die Geldwertstabilität ist aber nicht das Grundgesetz, sondern das EZB-Statut, in dem die Unabhängigkeit der EZB und die alleinige Zielsetzung der Geldwertstabilität verankert sind."
und
"Entscheidend für die Geldwertstabilität ist das EZB-Statut, also gibt es keine Geldwertstabilität. Die EZB dient uns als Faustpfand für den Machterhalt".
Ich hätte da mal eine Frage:
Die Politik hat mit großem Engagement die Währungssouveränität gegen den Wählerwillen an Europa, bzw. die Eurozone abgegeben. Welchen wie auch immer gearteten Sinn sollte es danach noch machen, etwas ins Grundgesetz zu schreiben, was gar nicht mehr unter die deutsche Zuständigkeit fällt, und wohl auch nicht mehr unter deutscher Kontrolle ist?
PS: Könnte man voraussetzten, dass Politiker logisch schlüssig formulieren, dann würde aus Brüderles Forderung folgen, dass er für ein Verlassen der Eurozone plädiert!
Wie sehr muss die FDP der Stimmenverlust schmerzen, damit ein diplomierter Volkswirt auf solch einen Unsinn kommt? Verständlicherweise muss sich die Partei auf eigene Themensuche für den Wahlkampf machen und sich - endlich wieder - von anderen Parteien abgrenzen. Aber mit solch populistischem Blödsinn in den Wahlkampf zu ziehen kann doch bitte nicht ihr Ernst sein?! Nun ist wirtschaftliche Kompetenz vermeintlich das Fundament der FDP. Aber gerade bei diesen Themen sollten dann wenigstens auch fundierte Vorschläge ausgearbeitet werden und keine völlig absurden und offensichtlich wirkungslosen Ideen. Möchte man hierdurch die Nicht-Klientelwähler nunmehr zur FDP-Wahl bringen? Die Partei etwa für "jedermann" attraktiv machen? Vielmehr sollte man sich doch wieder mehr auf sein Kerngebiet konzentrieren und die - sicherlich noch vereinzelt vorhandene - eigene Wählerschaft dazu bringen, die Stimme zur Urne zu tragen...
Die Befürchtungen der FDP hinsichtlich zunehmendem Inflationsdruck durch Geldflutung in der Eurozone, Japan und den USA sind natürlich berechtigt. Allerdings ist es immanenter Bestandteil der Europolitik, die Verschuldung auch durch Inflation zu reduzieren. Diese Aufgabe übernimmt seit einiger Zeit die EZB. Daher ist es scheinheilig, noch immer zu behaupten, die EZB verfolge als oberste Priorität Geldwertstabilität, das ist Nonsense.
Zudem wird via EZB ganz real Politik gemacht, wodurch diese ihr Mandat klar überschreitet. Die Eurokraten haben die EZB für ihre Zwecke längst instrumentalisiert, was nicht schwierig ist, weil auch Draghi zu ihnen gehört.
Je mehr von Dutschlands Schuldverpflichtungen gegenüber den Südstaaten fällig werden, desto schwieriger wird es, die Schuldenbremse einzuhalten. Der Ausweg besteht in nichts anderem als induzierter Inflation. Das sagt unseren Bürgern natürlich keiner aus Regierung und Opposition!
Ich schließe daraus, das SPD und Grüne uns per Inflation um unser Geld bringen wollen, nur um die Schulden fremder Länder und die Schwarzgeldspekulationen dubioser Kapitalisten zu bezahlen.
Die SPD war ja schon immer der treueste Diener des großen Geldes und hat schon immer die Arbeiter verraten.