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Grüner fliegen: Mit Algenkraftstoff über den Wolken

Kraftstoffe aus Algen oder Rüben, effizientere Flugzeuge, neuartige Sparjets mit Propellerantrieb: Unter dem Druck der Klimadebatte lässt sich die Luftfahrtindustrie einiges einfallen, um den schwarzen CO2-Peter abzugeben – oder ist das nur fauler PR-Zauber?

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...488851,00.html
  1. #1

    Schwarzer Peter?

    Schwarzer Peter? Bei einem Anteil von ~12% am weltweiten CO2-Ausstoß? Bei ~3% Anteil der Luftfahrt an Treibhausgasemissionen?? Hört sich doch irgendwie ein klitzekleinwenig übertrieben für mich an...
  2. #2

    Grüner,umweltschonender fliegen

    Ich stelle mir immer mehr Fragen, wie die strategische Planung bei den Fluggesellschaften aussieht.
    Das Öl wird knapper und teurer. Steuern auf Kerosin sind längst fällig !

    Der größere Flieger hat relativ zur Last und zum Volumen weniger Widerstand; größere Triebwerke haben den besseren Wirkungsgrad. (Hat mit Aerodynamik und Spaltverlusten zu tun)
    Wäre es nicht zumutbar langsamer zu fliegen, aber mehr Komfort zu bieten ?
    Das spart am meisten !
    Bei der großen Spreizung zwischen Startleistung und Reiseleistung der Triebwerke (100% zu 20%) bleibt der maximal denkbare Wirkungsgrad auf der Strecke.
    Sollten die "Starttriebwerke" im Reiseflug nicht abgeschaltet werden und das Reisetriebwerk mit hohem Wirkungsgrad allein arbeiten ? So weit ich mich erinnere, hängt der Wirkungsgrad einer Gasturbine weitestgehend von der maximalen Gastemperatur ab. Die wird heutzutage im Reiseflug nicht erreicht.
    Angeblich haben gegenläufige Doppel-Propeller auch einen besseren Wirkungsgrad als Mantelstromtriebwerke. (Weniger Drallverluste)
    Auch die Fluggewohnheiten können Sprit sparen. Ein Passagierflugzeug, wie die B 757, kann aus 10.000 m Höhe 100 km weit segeln. (Ist in Kanada passiert)

    Mit freundlichen Grüßen

    Dipl.-Ing.
    Hans-Georg Pabst
    Robert-Kochstraße 2
    D-85080 Gaimersheim
  3. #3

    Es gibt ja schon genügend alte neue Ideen

    Warum ist eigentlich Nichts aus diesem schönen Cargo-Lifter-Projekt geworden ?
  4. #4

    Nicht nur CO2!! Klimakriminelle Luftfahrtlobby

    Beim Fliegen kommt nicht nur CO2 aus den Triebwerken:
    Rußpartikel, jede Menge Wasserdampf und NOx.
    Gerade Rußpartikel und Wasserdampf sind Kristallisationspunkte zur Bildung von Cirruswolken, die extrem klimawirksam sind.
    Die Luftfahrt wehrt sich mit Händen und Füßen darüber ordentlich zu forschen oder das Thema überhaupt diskutieren zu lassen (sogar den IPCC-Bericht ließ man in der letzten Diskussionsnacht diesbezüglich korrigieren). Deswegen gehen sie auf penetranteste Art und Weise in die Offensive und reden nur über CO2 - Hauptsache nebeln.
    Selbstverständlich sind ihre überteuerten Anzeigenkampagnen Grünspülerei(unerträglich kürzlich auf Seite 2 und 3 des Printspiegels - letztens nur noch durch die Pro-Pflanzengentech-Werbung getoppt) .
    Ich habe aber die leise Hoffnung, dass die Menschen heute nicht mehr so gutgläubig sind und die wundersame Wandlung wachstumsfanatischer Vielflieger in sparsame Klimaretter einfach nicht schlucken.
    An dem Tag, an dem die Luftfahrtlobby sich weltweit an einen Tisch setzt, um über eine weltweite Kontingentierung der Flüge und über die Verschrottung von Uraltfliegern zu verhandeln, an dem Tag glaube ich denen ihre "grüne" Gesinnung.
    Diejenige, die heute noch unendliches Wachstum predigt, Meilen für Vielflieger verschenkt und die Menschen durch Dumpingangebote auf Kurz- und Langstrecken in die Flieger treibt, ist für mich eine der größten klimakriminellen Branchen der Erde.
  5. #5

    Wird heute weitestgehend schon berücksichtigt...

    Zitat von Hans-Georg Pabst Beitrag anzeigen
    Bei der großen Spreizung zwischen Startleistung und Reiseleistung der Triebwerke (100% zu 20%) bleibt der maximal denkbare Wirkungsgrad auf der Strecke.
    Die Startleistung steht nur innerhalb eines gewissen Luftdichtebereichs zur Verfügung. Bei größeren Flughöhen reduziert sich die maximal abrufbare Leistung von selbst.

    Zitat von Hans-Georg Pabst Beitrag anzeigen
    Sollten die "Starttriebwerke" im Reiseflug nicht abgeschaltet werden und das Reisetriebwerk mit hohem Wirkungsgrad allein arbeiten ? So weit ich mich erinnere, hängt der Wirkungsgrad einer Gasturbine weitestgehend von der maximalen Gastemperatur ab. Die wird heutzutage im Reiseflug nicht erreicht.
    Heutige Turbofantriebwerke sind i.d.R. Zweiwellentriebwerke, d.h. die Drehzahlverhältnisse von Niederdruck- und Hochdruckteil können variiert werden. Dadurch kann gewährleistet werden, das die Gastemperatur während des Reisefluges im optimalen Bereich bleibt. Eher wird ein etwas geringerer Wirkungsgrad bei der Startleistung in Kauf genommen, da diese nur relativ kurze Zeit benötigt wird.

    Zitat von Hans-Georg Pabst Beitrag anzeigen
    Angeblich haben gegenläufige Doppel-Propeller auch einen besseren Wirkungsgrad als Mantelstromtriebwerke. (Weniger Drallverluste)
    Das haben sie. Gegenläufige Systeme haben aber neben der komplizierten Koaxialwellentechnik auch das Problem, das durch die Wirbel an den Blatthinterkanten der gegenläufigen Propeller in bestimmten Drehzahlbereichen starke Vibrationen entstehen können. So gibt es in der Praxis auch nur wenige Flugzeuge (z.B. Tu-95 'Bear'), bei denen Koaxial-Propeller zum Einsatz kamen/kommen.

    Zitat von Hans-Georg Pabst Beitrag anzeigen
    Auch die Fluggewohnheiten können Sprit sparen. Ein Passagierflugzeug, wie die B 757, kann aus 10.000 m Höhe 100 km weit segeln. (Ist in Kanada passiert)
    Das wird heute bei entsprechenden Luftraumkapazitäten auch so gemacht. Die Triebwerke laufen dabei im Idle-Modus, da sie ja immer noch die elektrische Energie für die Systemes des Flugzeuges und die Kabine erzeugen müssen.

    Ansonsten sind die Fluggesellschaften natürlich schon aus wirtschaftlichen Gründen daran interessiert, den Kraftstoff so optimal wie möglich zu nutzen.

    Einsparpotential gibt es übrigens noch viele: So haben Experten berechnet, das in Europa alleine durch verbesserte Regelungen für die Flugsicherung und eine effizientere Nutzung der Lufträume bis zu 12% des europaweiten Kerosinverbrauches einzusparen sei.

    Die Lufthansa veröffentlich übrigens auf ihrer Website schon seit einiger Zeit die Kennzahlen zu ihrer Umweltbilanz:

    > http://konzern.lufthansa.com/de/html...ex.html#umwelt


    cu/

    Sergeij
  6. #6

    Arrogante Automobilindustrie

    Zitat von Uwe Gläser Beitrag anzeigen
    .

    Ich kann mich noch gut an die abwertenden Sprüche erinnern, die Organisationen wie VCD, BUND, Greenpeace, grüne Partei usw. parat hatten, als deutsche Hersteller Anfang der 90er die ersten Hybridautos vorstellten. Schon vorher das gleiche Ritual beim geregelten Kat, später bei den ersten Drei-Liter-Modellen, bei den ersten Versuchen mit Biokraftstoffen usw.
    Köstlich!
    Jetzt sind die Umweltbewegten schuld daran, dass die Automobilindustrie in ihrer einmaligen Arroganz die in Deutschland entwickelte Hybridtechnologie nach Japan wegziehen ließ.
    Herr Gläser:
    Die Statistik des Ölverbrauchs beweist eindeutig:
    Die Automobile Gesellschaft hat sich ihr Grab selbst geschaufelt - der Ausstoß von klimawirksamen Verbrennungsprodukten durch die Fliegerei in den obersten Luftschichten unserer Atmosphäre kommt verstärkend noch hinzu.
    http://www.mwv.de/cms/upload/pdf/aktuelles/000_JB.pdf
    S. 53
  7. #7

    NOx-Reduzierung bei Flugzeugtriebwerken

    Zitat von Uwe Gläser Beitrag anzeigen
    @Steinkauz:
    Nun zum Thema Flugverkehr: Wenn NOx aus Flugzeugen den Klimawandel überproportional fördert - was nach wie vor nicht seriös quantifizierbar ist - dann muss man eben bei den Triebwerken nachbessern und NOx-arme Designs (z.B. gestufte Brennkammern) fördern. Auch heute gibt es schon bessere und schlechtere Modelle, wahrscheinlich weiß der User Sergej Genaueres.
    > http://www.umweltbundesamt.de/verkeh...uktion2005.pdf

    cu/

    Sergeij








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