Na besser als niemals. Schon interessant zu sehen wie lange es dauert, bis der Generationenwechsel etwas offenere Gemüter in entscheidende Positionen spült. Wollen wir hoffen das hier ein Trend in allen Bereichen der Gesellschaft zu erkennen ist.
DPAAuf diese Nachricht mussten die Opfer 50 Jahre warten: Der Pharmakonzern Grünenthal hat sich erstmals offiziell für die Contergan-Katastrophe entschuldigt. Das Schlafmittel, 1957 auf den Markt gebracht, hatte weltweit 10.000 Kinder im Mutterleib schwer geschädigt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...853259,00.html
Na besser als niemals. Schon interessant zu sehen wie lange es dauert, bis der Generationenwechsel etwas offenere Gemüter in entscheidende Positionen spült. Wollen wir hoffen das hier ein Trend in allen Bereichen der Gesellschaft zu erkennen ist.
Contergan/Thalidomide wurde speziell von Schwangeren eingenommen, weil es gut gegen morgendliches Schwangerschaftserbrechen hilft. Die Folgen waren entsprechend verheerend.
Contergan/Thalidomide wird heute zur Behandlung von Lepra und bestimmet Formen von Knochenmarkkrebs verwendet, jedoch nur bei Personen, die nicht schwanger sind oder planen schwanger zu werden.
1960 bin ich geboren und mit vielen Kindern habe ich meine
sehr tolle Jugend verbracht. Bergleute hatten damals viele Kinder
und einer von uns, Conti Wolfgang, war betroffen. Er musste sein
Bier auf Partys mit dem Strohhalm trinken. 1977 ist er verstorben.
Er war ein lieber und lustiger Mensch (keiner konnte den Glöckner
von Notre Dam besser nachmachen) und hatte besseres verdient.
Seine Mutter war alleinerziehend und die Beerdigung war für uns
alle der reinste Horror. Wie lieb das man sich da jetzt entschuldigt.
Hoffentlich hat Schiller recht, wenn er von den Rächern oben
im Himmel schreibt.
... gestern irgendetwas juristisch verjährt.
leider hat die traugige jüngere Geschichte uns nichts gelernt ! Denn :
>> Die Europäische Kommission hat aufgrund der Verordnung 726/2004/EG im April 2008 für das Arzneimittel mit dem Wirkstoff Thalidomid eine zentrale, EU-weite Zulassung erteilt. Das zu Thalidomid strukturverwandte Revlimid® (Lenalidomid) hat seit Juni 2007 eine EU-weite Zulassung.<<
In Brasilien ( und nicht nur da ) sind zahlreiche Missbildungsfälle in jüngster Vergangenheit in Zusammenhang mit diesem Wirkstoff dokumentiert. Hersteller : GRÜNENTHAL !!!
Eigentlich eine Unverfrorenheit ... ein über 50 Jahre währender Skandal aus dem nichts gelernt wurde. Salop gesagt - wer davon nie betroffen war kann sich das tragische Schicksal der Geschädigten nicht vorstellen, wer aber wenn auch nur aus der Ferne betrachtet nicht die Konsequenzen zieht - der ist ganz einfach unerhört unverantwortlich. Da gibt es noch zahlreiche Schuhe die sich mancheiner anziehen muss !!!
Eine Meldung - klar. Aber ein Randgruppen-Thema als Aufmacher???