Braucht ihn seine Partei doch noch?*Den Grünen geht es so gut wie nie - aber die*Bewunderung für Joschka Fischer ist ungebrochen. Vor allem in der Bevölkerung. Die Debatte um eine*Kanzlerkandidatur ist deshalb nicht zu stoppen. Einziger Schönheitsfehler: Er will partout nicht.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...764823,00.html
Ich finde man sollte Herrn Fischer in seiner Saturiertheit auf keinen Fall stören
Und ich persönlich kenne niemanden, der den eitlen Hochstapler Guttenberg noch einmal in einem politischen Amt sehen will. Dennoch gibt es diese Leute. Merke: "Ich plus meine Freunde ungleich Bevölkerung."
Das größte Problem für eine Kanzlerkandidatur Fischers dürften die Grünen selbst sein: Unvergessen ist dort seine zum Teil selbstherrliche und arrogante Art der Politikgestaltung (und das sage ich als "Fischer-Fan"). Ein weiteres Mal wird sich die Partei nicht einem Einzelnen unterordnen.
Mit der gleichen Spürnase, die ihn auf der Ökowelle in die Regierung reiten ließ, hat er längst erkannt, dass es unklug ist den personellen und materiellen Status zu riskieren, wenn die Grünen entzaubert sind.
Paar Schlagzeilen, können sie selbst im Kopf verknüpfen zu ihren Erkenntnissen:
ab 29.04.08: Gazprom, Libyen und das liebe Gas: In Libyen können wir derzeit beobachten, wie der Kreml all sein „energiediplomatisches“ Handwerkszeug zum Einsatz bringt
Gazprom will Libyens Gas und Öl für Export nach Europa aufkaufen
Lobbying: Schröder übernimmt Führungsjob bei Gazprom-Konsortium
Auch Joschka Fischer wird Pipeline-Lobbyist: Er soll das Vorhaben, das Erdgas nach Europa bringen soll, in Politik und Öffentlichkeit vorantreiben. Das Nabucco-Vorhaben sieht die Versorgung Europas mit Erdgas vom Kaspischen Meer / Iran
Nabucco-Pipeline: Schröder warnt vor Abhängigkeit von iranischem Gas
Gasprojekt Nabucco: Fischer keilt gegen Schröder [sic!]
Joschka Fischer empört Russen: Hochrangige Moskauer Gasexperten reagieren auf das Handelsblatt-Interview. Darin hatte der ehemalige deutsche Außenminister gesagt, Russland plane die Gaspipeline South Stream nur aus machtstrategischen Gründen (Fischer ist Lobbyist der Komkurrenzpipeline Nabucco)
Libyen: Joschka Fischer geißelt deutsche Außenpolitik als Farce: Der Ex-Außenminister geht mit Schwarz-Gelb hart ins Gericht. Er schäme sich für deren "Versagen" bei der Libyen-Resolution. Jetzt sei die Glaubwürdigkeit dahin.
Für Fischer als Lobbyist der Nabucco Pipeline ist klar:
Es gilt Gazprom mitsamt Gaddafi aus Libyen rauszubomben …
Joschka Fischer ist der letzte, den wir als Bundeskanzler gebrauchen können. Steineschmeißer haben auf diesem Posten nichts zu suchen. Als Außenminister hat dieser Mann vollkommen versagt und dann auch noch Tausende ungebildeter Verbrecher und Idioten per Visaerlass ins Land geholt. Fischer hat Deutschland immer schlecht gemacht, solche Leute haben in solchen Führungspositionen nichts zu suchen. Wenn dem so ist, können wir getrost auch Karl-Theodor zu Guttenberg in die Politik zurückholen.
Ja, Renate Künast war aus meiner Sicht auch mal vorne, aber seit sie sich, besoffen von positiven Zahlen, hier in Berlin als regierende Bürgermeisterin empfiehlt und dann sofort das Tempo 30 stadtweit in Aussicht stellt, bewegt sie sich im freien Fall. Dumm gelaufen.
Trettin ist nur noch ein zahnloser Tiger und Özdemir trieft jedesmal von Betroffenheit.
Fischer konnte in dieser Partei so eloquent auftreten weil nichts danach kam. Das haben die sich einfach über viele Jahre abgewöhnt weil sie immer der Führung misstrauten. Fischer hatte sich auf alles draufgesetzt, und dass er jetzt ins Gespräch kommt ist kein gutes Zeichen für die Grünen.
Claudia Roth, das wärs. Statt des derzeitigen Marionetten-Kinns, mal jemand der zwar nen fliehendes Kinn hat, aber ansonsten den Laden gut aufmischen kann.
Diese Republik braucht keine Sauertöpfe mehr, und auch keine die so aussehen.