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Grüne Kanzlerkandidaten-Debatte: Operation Joschka

Braucht ihn seine Partei doch noch?*Den Grünen geht es so gut wie nie - aber die*Bewunderung für Joschka Fischer ist ungebrochen. Vor allem in der Bevölkerung. Die Debatte um eine*Kanzlerkandidatur ist deshalb nicht zu stoppen. Einziger Schönheitsfehler: Er will partout nicht.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...764823,00.html
  1. #120

    nee

    Zitat von hirnbenutzer Beitrag anzeigen
    Ausser Polemik haben Sie inhaltlich keine Gegenargumente, das zeigt ich habe recht!
    War Gegenpolemik, nix anderes. Sie schrieben über Kontakte zur RAF, blieben aber jeglichen Beweis schuldig.
  2. #121

    Ist Joseph F. etwa die Folge eines bizarren genetischen Experimentes?

    Sollte etwa jemand die genetische Struktur des typischen Wald- und Wiesendemagogen aus den Komödien des Aristophanes herausdestilliert haben und in besagtem Joseph F. zum Leben erweckt haben? Ja, im 19. Jahrhundert haben die Konservativen zu Recht gewarnt, dass Bücher wie Frankenstein von Mary Shelley gefährlich seien, aber die liberalen Heißsporne brüllten sie nieder mit: „Nieder mit der Zensur!“ – tja, und nun haben wir den Salat; denn der düstere Verdacht bewahrheitet sich, dass Joseph F. kein singuläres Geschöpf sein könnte, zumindest sein Freund Gerhard S. zeigt deutlich ähnliche Tendenzen; es bleibt nur zu hoffen, dass der Urheber rechtzeitig, den Perikles (nach Thukydides) in ausreichender Zahl herstellen kann: „Einem Manne, glaube ich, der keinen anderen nachsteht in der Erkenntnis des Nötigen und der Fähigkeit, es auszudrücken, der sein Vaterland liebt und über Geld erhaben ist. Wer nämlich die Einsicht hat und sich nicht klar verständlich macht, ist gleich, wie wenn ihm der Gedanke nicht gekommen wäre; und wer beides hat, aber seinem Lande nicht das Beste wünscht, wird schwerlich raten wie ein Freund. Fehlt ihm auch dies nicht, aber er ist schwach vorm Geld, so wird ihm alles miteinander für dies eine feil sein.“

    Im Übrigen bin ich dafür, dass der despotisch-bürokratische Moloch zu Brüssel und das inflationäre Spielgeld, genannt Euro, zerstört werden müssen!
  3. #122

    ...der Fischer und sine Fru

    Zitat von Diomedes Beitrag anzeigen
    Sollte etwa jemand die genetische Struktur des typischen Wald- und Wiesendemagogen aus den Komödien des Aristophanes herausdestilliert haben und in besagtem Joseph F. zum Leben erweckt haben? Ja, im 19. Jahrhundert haben die Konservativen zu Recht gewarnt, dass Bücher wie Frankenstein von Mary Shelley gefährlich seien, aber die liberalen Heißsporne brüllten sie nieder mit: „Nieder mit der Zensur!“ – tja, und nun haben wir den Salat; denn der düstere Verdacht bewahrheitet sich, dass Joseph F. kein singuläres Geschöpf sein könnte, zumindest sein Freund Gerhard S. zeigt deutlich ähnliche Tendenzen; es bleibt nur zu hoffen, dass der Urheber rechtzeitig, den Perikles (nach Thukydides) in ausreichender Zahl herstellen kann: „Einem Manne, glaube ich, der keinen anderen nachsteht in der Erkenntnis des Nötigen und der Fähigkeit, es auszudrücken, der sein Vaterland liebt und über Geld erhaben ist. Wer nämlich die Einsicht hat und sich nicht klar verständlich macht, ist gleich, wie wenn ihm der Gedanke nicht gekommen wäre; und wer beides hat, aber seinem Lande nicht das Beste wünscht, wird schwerlich raten wie ein Freund. Fehlt ihm auch dies nicht, aber er ist schwach vorm Geld, so wird ihm alles miteinander für dies eine feil sein.“

    Im Übrigen bin ich dafür, dass der despotisch-bürokratische Moloch zu Brüssel und das inflationäre Spielgeld, genannt Euro, zerstört werden müssen!
    ...schön geschrieben, wenn auch mit - wie ich finde - selber nur suboptimaler Verständlichkeit.
    Klartext: Brüssler Bürger-Gehalt für jeden und EU wäre für Sie gelaufen oder so nun auch wieder nicht?
  4. #123

    Fischer ...

    ... hat sicher das Zeug zum Kanzler, keine Frage. Als Außenminister zeigte er was er drauf hat.

    Als Außenminister hat er aber auch gesehen, was er für diese honorige Position eintauschen musste: Sein Privatleben nämlich, seine Gesundheit zudem.
    Kein Wunder, dass er abwinkt.

    Ist auch kein Wunder, dass seine Partei ihn aufstellen will. Sie zeigt Weitsicht und weiß, dass niemand der übrigen Spitze schon die diplomatische Erfahrung hat, die man als Kanzler später schlicht braucht.

    Wer hier Trittin vorschlägt, der meint es hoffentlich nicht ernst. Trittin benimmt sich gerne wie die Axt im Walde, provoziert gern und ist damit so weit weg von einem Diplomaten wie ein Pinguin davon, mal zum Nordpol zu kommen.
  5. #124

    ...Pferdefuß?

    Zitat von logikerhh Beitrag anzeigen
    ... hat sicher das Zeug zum Kanzler, keine Frage. Als Außenminister zeigte er was er drauf hat.

    Als Außenminister hat er aber auch gesehen, was er für diese honorige Position eintauschen musste: Sein Privatleben nämlich, seine Gesundheit zudem.
    Kein Wunder, dass er abwinkt.

    Ist auch kein Wunder, dass seine Partei ihn aufstellen will. Sie zeigt Weitsicht und weiß, dass niemand der übrigen Spitze schon die diplomatische Erfahrung hat, die man als Kanzler später schlicht braucht.

    Wer hier Trittin vorschlägt, der meint es hoffentlich nicht ernst. Trittin benimmt sich gerne wie die Axt im Walde, provoziert gern und ist damit so weit weg von einem Diplomaten wie ein Pinguin davon, mal zum Nordpol zu kommen.
    ... Zustimmung! und wie ich auch schon mal schrieb: Fischer ist nicht beschränkt genug für die Grünen!
    Aber in einem anderen Strang wird ja gerade auch das fast schon proportionale Verhältnis von Macht- und Sexgier bzw. "variantenreichem Geschlechtsverkehr" (Originalton:Kachelmann!) diskutiert, was mir beim Verständnis von Fischer und Schröder mit ihrem jeweils fast halbdutzigen Ehen schon weiterhilft.
    Doch wo bleibt hier bei diesen Überlegungen "meine" von mir immer wieder wiedergewählte Merkel, das verunsichert mich doch etwas, wo ist da der Pferdefuß, denn ihre Politik hat für mich derzeit ja keine Alternative...;-)
  6. #125

    Disqualifikation

    Zitat von logikerhh Beitrag anzeigen
    ... hat sicher das Zeug zum Kanzler, keine Frage. Als Außenminister zeigte er was er drauf hat.

    Als Außenminister hat er aber auch gesehen, was er für diese honorige Position eintauschen musste: Sein Privatleben nämlich, seine Gesundheit zudem.
    Kein Wunder, dass er abwinkt.

    Ist auch kein Wunder, dass seine Partei ihn aufstellen will. Sie zeigt Weitsicht und weiß, dass niemand der übrigen Spitze schon die diplomatische Erfahrung hat, die man als Kanzler später schlicht braucht.

    Wer hier Trittin vorschlägt, der meint es hoffentlich nicht ernst. Trittin benimmt sich gerne wie die Axt im Walde, provoziert gern und ist damit so weit weg von einem Diplomaten wie ein Pinguin davon, mal zum Nordpol zu kommen.
    Im allgemeinen werde ich hier im Forum ja auch als Alt68zigerstasimauermörderfischerfangutmensch bezeichnet, aber meiner Meinung nach, hat sich Herr Fischer, abgesehen von der Politik, die er zusammen mit Herrn Schröder verbrochen hat, durch sein durch eine Videoaufnahme bestätigtes Verhalten bei einer Demonstration für jegliche Führungsposition disqualifiziert.

    Auf einer anscheinen bereits eskalierten Demonstration hat sich ein anderer Demonstrant mit einem Polizisten geschlagen und diesen zu Boden gestreckt und ist weiter gelaufen.

    Daraufhin ist Herr Fischer zu dem liegenden Polizisten gerannt und hat auf diesen wehrlosen am Boden liegenden Mann wie ein Besessener eingetreten, ohne Rücksicht auf Verluste.

    Das war einfach nur ekelhaft.

    Wer so die Grenzen überschreitet, disqualifiert sich für jegliche Führungsverantwortung.
    MFG
    jolip
  7. #126

    Öhm ...

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    (...) meiner Meinung nach, hat sich Herr Fischer, abgesehen von der Politik, die er zusammen mit Herrn Schröder verbrochen hat, durch sein durch eine Videoaufnahme bestätigtes Verhalten bei einer Demonstration für jegliche Führungsposition disqualifiziert. (...)
    Darf man fragen, von wann diese Videoaufnahme stammt?
    Ich habe mal den leisen Verdacht, dass es Anfang der 70er geschah, zu einem Zeitpunkt, als Fischer von einem Diplomaten ungefähr genauso weit entfernt war wie Gandhi von einem Kriegsminister.

    Fischer ist eins der besten Beispiele, wie sich durch Lebenserfahrung Einstellungen, auch politische, ändern können. Er erwähnte selbst in zahlreichen Interviews, dass er der Fischer der 90er den Fischer von Anfang der 70er nicht mehr leiden könne, weil dieser damals den falschen Weg eingeschlagen hatte.

    Große Männer macht nicht aus dass sie immer den richtigen Weg beschritten haben, sondern dass sie auch bereit sind, falsche Wege zu verlassen und die richtigen zu finden, indem sie an sich selbst wachsen.

    Angesichts seiner Krawallvergangenheit gab es ja auch international damals zu Amtsantritt als Außenminister große Skepsis. Die Kritiker hatte Fischer aber in nullkommanix zum Schweigen gebracht mit seiner diplomatischen Spürnase und grandiosem Vermittlungsgeschick im Nahost-Konflikt.

    Ich bleibe dabei: Fischer als Kanzler wäre eine Bereicherung für Deutschland!
    Ich kann aber wirklich gut verstehen, dass er sich das Amt nicht auch noch antut.
    Er hat für sein Land genug geleistet.
  8. #127

    Joschka is nich wegen Frauenstatut

    Zitat von logikerhh Beitrag anzeigen
    ... hat sicher das Zeug zum Kanzler, keine Frage. Als Außenminister zeigte er was er drauf hat.

    Als Außenminister hat er aber auch gesehen, was er für diese honorige Position eintauschen musste: Sein Privatleben nämlich, seine Gesundheit zudem.
    Kein Wunder, dass er abwinkt.

    Ist auch kein Wunder, dass seine Partei ihn aufstellen will. Sie zeigt Weitsicht und weiß, dass niemand der übrigen Spitze schon die diplomatische Erfahrung hat, die man als Kanzler später schlicht braucht.
    Das würde die parteiinterne Feministinnenclique nicht zulassen. Es gilt immer noch das Frauenstatut, nach dem auf Listenplatz 1 nur eine Frau stehen darf, und der Schickimicki-Macho Kühnast wäre sehr angefressen wenn er nicht diesen Platz bekäme, wäre er denn ernsthaft in der Diskussion.

    Schon daß der erste grüne Ministerpräsident ein weißer, deutscher Mann geworden ist, stieß Einigen nicht gerade gut auf. Aber in Bawü haben die Wähler und nicht die Feministinnen entschieden.


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