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Grube Messel: Urzeit-Schildkröten beim Sex verewigt

dapd/ Senckenberg NaturmuseumSie starben vor 47 Millionen Jahren beim Sex: Paläontologen haben in der Grube Messel in Hessen neun versteinerte Paare kopulierender Wirbeltiere entdeckt. Der Fund könnte die Theorie über die Entstehung der berühmten Fossil-Lagerstätte über den Haufen werfen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...839810,00.html
  1. #1

    Pannenartikelueberschrift

    Man denkt immer, hier kann das Niveau schon nicht mehr sinken, aber es geht doch: 'Urzeit-Schildkröten beim Sex verewigt': soll das etwa witzig sein?
  2. #2

    Nur nochmal zur Erinnerung

    Unsere Politiker hatten doch mal die glorreiche Idee dieses Naturerbe in eine Mülldeponie zu verwandeln!
  3. #3

    Idee

    Zitat von frunabulax Beitrag anzeigen
    Unsere Politiker hatten doch mal die glorreiche Idee dieses Naturerbe in eine Mülldeponie zu verwandeln!
    Was heißt "hatten eine Idee"?
    Die Grube wurde ja schon jahrelang teilweise zugeschüttet mit z.B. Bauschutt etc, die Mülldeponie wäre da nur der Schlußpunkt gewesen. Jahrelang haben Privatleute viele heute bestaunte Fossilien gerettet.
  4. #4

    Ein wirklich...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie starben vor 47 Millionen Jahren beim Sex: Paläontologen haben in der Grube Messel in Hessen neun versteinerte Paare kopulierender Wirbeltiere entdeckt. Der Fund könnte die Theorie über die Entstehung der berühmten Fossil-Lagerstätte über den Haufen werfen.

    Fossilien in Grube Messel: Versteinerte Urzeit-Schildkröten beim Sex - SPIEGEL ONLINE
    schöner Tod!
  5. #5

    Verstehe ich nicht.

    Zitat von miauwww Beitrag anzeigen
    Man denkt immer, hier kann das Niveau schon nicht mehr sinken, aber es geht doch: 'Urzeit-Schildkröten beim Sex verewigt': soll das etwa witzig sein?
    Aber genau das ist passiert - die Tiere hatten Sex, sind dabei offenbar sehr plötzlich gestorben und so konserviert worden. Sie wurden beim Sex verewigt. Warum darf man das nicht so in die Überschrift schreiben?
  6. #6

    Hamburg/Messel?

    was soll uns diese Ortsangabe sagen? Die Grube Messel liegt bei Hamburg? Der Schreiberling sitzt in Hamburg am PC und recheriert nicht vor Ort? Oder der Schreiber ist so Hamburgverliebt das bei jedem "Hamburgschreiben" glücklich wird?
  7. #7

    Der Tod kam schnell - und zwar für fast alle Seebewohner gleichzeitig...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie starben vor 47 Millionen Jahren beim Sex: Paläontologen haben in der Grube Messel in Hessen neun versteinerte Paare kopulierender Wirbeltiere entdeckt. Der Fund könnte die Theorie über die Entstehung der berühmten Fossil-Lagerstätte über den Haufen werfen.

    Fossilien in Grube Messel: Versteinerte Urzeit-Schildkröten beim Sex - SPIEGEL ONLINE
    Der See muss stark eutroph, d.h. nährstoffreich, gewesen sein, wenn er eine hohe organische Produktion aufrecht erhalten konnte. Gleichzeitig muss er euxinisch gewesen sein, also ein sauerstofffreies Tiefenwasser besessen haben. In einem derartigen Milieu verwest das abgestorbene Material nicht. Zudem gibt es dort aufgrund des fehlenden Sauerstoffs keine Tiere mehr, die das organische Material auffressen könnten. Lediglich anaerobe Bakterien ernähren sich noch gut. *)
    In der Grube Messel müssen wahre Wunder geschehen sein. Da ertranken immer wieder Fische - und obwohl das behauptete Tempo der Sedimentation gerade mal bei 0,1 mm - 1 mm/Jahr gelegen haben soll, wurden die Fische und andere Tiere im nahezu unverwesten Zustand bedeckt. Solche Prozesse können meines Wissens nicht beobachtet werden. Im Übrigen floss dem See ständig frisches Wasser zu.

    *) Bernhard Jankowski und Ralf Littke: Das organische Material der Ölschiefer von Messel. In: Geowissenschaften in unsrer Zeit. Vol. 4 - No. 3 - May 1986.
  8. #8

    Zitat von e.schw Beitrag anzeigen
    In der Grube Messel müssen wahre Wunder geschehen sein. Da ertranken immer wieder Fische - und obwohl das behauptete Tempo der Sedimentation gerade mal bei 0,1 mm - 1 mm/Jahr gelegen haben soll, wurden die Fische und andere Tiere im nahezu unverwesten Zustand bedeckt. Solche Prozesse können meines Wissens nicht beobachtet werden. Im Übrigen floss dem See ständig frisches Wasser zu.

    *) Bernhard Jankowski und Ralf Littke: Das organische Material der Ölschiefer von Messel. In: Geowissenschaften in unsrer Zeit. Vol. 4 - No. 3 - May 1986.
    Zitat von e.schw Beitrag anzeigen
    In der Grube Messel müssen wahre Wunder geschehen sein. Da ertranken immer wieder Fische - und obwohl das behauptete Tempo der Sedimentation gerade mal bei 0,1 mm - 1 mm/Jahr gelegen haben soll, wurden die Fische und andere Tiere im nahezu unverwesten Zustand bedeckt. Solche Prozesse können meines Wissens nicht beobachtet werden. Im Übrigen floss dem See ständig frisches Wasser zu.
    Stratifizierte Seen mit Sauerstoffmangel am Boden sind nun wirklich nichts Seltenes. Mit Jankowski und Littke haben Sie das ja bereits gut erklärt.
  9. #9

    Zitat von e.schw Beitrag anzeigen
    - und obwohl das behauptete Tempo der Sedimentation gerade mal bei 0,1 mm - 1 mm/Jahr gelegen haben soll, wurden die Fische und andere Tiere im nahezu unverwesten Zustand bedeckt. Solche Prozesse können meines Wissens nicht beobachtet werden...
    Und ihre Alternative ist sicher die Sintflut?








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