Ob K.J. eine klassische Ausbildung hat oder nicht, interessiert doch gar nicht. In der sog. Welt der Klassik werden pausenlos von Geräuschen begleitete Konzerte gegeben. Ich denke hier nicht nur an das Hüsteln insbesondere in der kalten Jahreszeit, sondern auch an die vielen Geräusche, die allerorten von außen, bspw. ein vorbeischwirrendes Martinshorn, in den Konzertsaal getragen werden. Bei der Interpretation einer gottväterlichen Klaviersonate eines Beethoven muß jeder Pianist damit rechnen, daß das gerade realisierte Werk von Geräuschen überlagert wird. Welcher 'klassische' Solo-Pianist hört da einfach auf?
Erinnert sei auch daran, daß ein K.J. einmal klein angefangen hat. Trotz seiner eher exaltiert wirkenden Eskapaden hat auch dieser Pianist Zeiten im Jazz-Keller oder auf der Bühne erlebt, während derer er sich in musikalisch-pianistischer Selbstbeherrschung bei derlei Anlässen üben mußte. Nunmehr kann er es sich leisten, aber überdreht bleibt es, völlig abgesehen von dem Eintritt, der überhaupt nur von Handy-Besitzern aufgebracht werden kann.
Nichts von dem hier Geschriebenen soll, das sei anschließend betont, seine unglaublichen Leistungen als Musiker schmälern.



