Forum


 

Großer Miet- und Immobilienindex: Teuer, teurer, München

Teurer Süden, billiger Osten: Eine*Index vergleicht, wie hoch Mieten und Immobilienpreise in Deutschland sind. Für Münchner*ist*das Wohnen*demnach besonders kostenträchtig. Wie hoch sind die Durchschnittspreise in Ihrer Region?*Prüfen Sie es nach - auf einer interaktiven Karte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...741754,00.html
  1. #100

    2 statt 1

    Zitat von Beduine Beitrag anzeigen
    Weil es sich für einen einzelnen Vermieter doch viel mehr lohnt, für eine Wohnung 1000 EUR zu verlangen, als sich erstmal für viel Geld eine zweite zu kaufen, um beide dann billiger zu vermieten.
    Sie tun ja so, als wäre München ein Dorf, und wenn jede der fünfzig Familien eine Wohnung hat, bricht der Markt zusammen.

    So ist das nicht. Wer eine Wohnung in München günstig erstanden und gut vermietet hat, der muß nicht fürchten, die Vermietung einer zweiten Wohnung werde den Mietspiegel der ganzen Stadt abstürzen lassen. Es gibt so viele Mieter, die nach Wohnungen suchen, daß es kein Problem ist, auch eine zweite Wohnung teuer zu vermieten.

    Besonders, wenn einem dabei ein Makler hilft, den der Vermieter nicht mal bezahlen muß.
  2. #101

    Titel

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    Ich schreibe lieber etwas über Mieten und Makler als über Logik. Ich verstehe, daß Sie sich viel davon versprechen, mit mir über Logik zu diskutieren, und ich denke, daß Sie dabei einiges lernen können. Ich möchte Ihnen diese Chance auch gönnen. Da es aber mit dem Thema dieses Threads nichts zu tun hat, verweise ich Sie auf die Möglichkeit, mir eine persönliche Nachricht zu schicken.
    Ich fasse den gesamten Inhalt Ihrer Beiträge über Mieten und Makler gerne abschließend zusammen: Es gibt Mieten und Makler.
    Ein nicht näher bestimmbares Gefühl macht mich jetzt skeptisch, ob eine Lektion über Logik von Ihnen so sinnvoll ist, wenn Sie die Anwendung selbiger so gekonnt ignorieren.

    Eine lustige Aufforderung ist das. Ich will ja gar nichts regeln. Ich bin mit der Vertragsfreiheit zufrieden. Sie sind es, der eine Regelung will:
    An Ihnen liegt es also, die Vorteile einer solchen Regelung zu begründen. Ich sehe darin keine Vorteile.
    Keine Antwort ist in diesem Falle wirklich mal keine Antwort. Logik wollen Sie nicht so gerne, ihre Meinungen wollen Sie nicht begründen. Da stellt sich natürlich die Frage: Was tun Sie in einem Forum denn sonst so, ausser sich im eigenen Lichte zu sonnen?
  3. #102

    Vertragsfreiheit ist etwas anderes

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    Sollten Sie nach Abwägung aller Begleitumstände zu dem Ergebnis kommen, daß Ihnen lieber ist, einen Makler zu bezahlen, damit Sie eine Wohnung in München bekommen, dann können Sie sich ja dafür entscheiden.
    Stimmt. Sofern der Mieter den Makler beauftragt.
    In M beauftragt der Vermieter den Makler. Und der Vermieter lässt den Mieter zahlen. Eigentlich sollte doch der Auftraggeber und Leistungsempfänger zahlen. Oder im Volksmund: Wer die Musik bestellt, der zahlt sie auch.
    Was ich aus Vermietersicht nicht verstehe: Warum sich nicht den Makler sparen? Ach ja, der arbeitet ja für mich und den zahlt ja ein anderer....

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    Sie sind ja derjenige, der sich zu zahlen entscheidet. Und weiter oben haben Sie den Grund schon genannt: Sie sehen sonst keine Chance, eine Wohnung in München zu finden. Deshalb zahlen Sie.
    Nicht wirklich. Wenn 90 % aller Wohnungen von Maklern vermittelt werden, dann braucht es keine Vorlesung in Stochastik um zu wissen, wie groß die Chance ist, eine maklerfreie Wohnung anmieten zu können. Da wird der Begriff Vertragsfreiheit zur Farce.

    Zitat von mcm23 Beitrag anzeigen
    Dies ist eine Frage der Verhandlung.
    Sowohl bei Kauf, als auch bei Miete, hat der Käufer/Mieter jederzeit die Möglichkeit die fällige Courtage an den "Auftraggeber" zurückzuverhandeln...
    In der Theorie. In der Praxis sieht das anders aus. Die andere Seite verhandelt nicht, sie diktiert die Bedingungen. Weil der Markt eben nicht perfekt ist und weil Angebot und Nachfrage nicht übereinstimmen.

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Ein Mieter der sich für keinen Makler entscheidet, muss auch nicht zahlen.
    Ok, der Mieter entscheidet sich für "kein Makler", findet aber solche Angebote nicht. Und nun? Unter der Brücke schlafen oder gezwungenermaßen doch Makler?

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Bestraft? Offenbar bietet München eine so hohe Lebensqualität und andere Vorzüge, das man bereit ist, entsprechende Mieten zu zahlen. Niemand wird gezwungen nach München zu ziehen.
    Es sei denn, man hat in M seinen Arbeitsplatz.

    Vor vielen Jahren hatte ich das mal durchgerechnet und mich dann für das nördliche Ruhrgebiet entschieden. Bei etwas geringerem Gehalt aber deutlich niedrigeren Kosten für das Leben. Dazu weniger Wettbewerber auf der Karriereleiter und später dann ein sehr gutes Gehalt in einer Führungsposition. Ob ich in M jemals so weit gekommen wäre? Und soviel hätte an die Seite legen können?

    Leider kann man sich heute die Jobs nicht mehr aussuchen. Schlechte Aussichten für die, die in M arbeiten müssen.

    Und ganz ehrlich: bei meinen Vermietungen und Anmietungen habe ich noch nie einen Makler eingeschaltet. Geschweige denn bezahlt.
  4. #103

    Du gleichst dem Geist, den Du begreifst, nicht mir!

    Zitat von momost Beitrag anzeigen
    Ich fasse den gesamten Inhalt Ihrer Beiträge über Mieten und Makler gerne abschließend zusammen:
    Immerhin haben Sie deutlich zusammengefaßt, was davon zu begreifen Sie imstande waren.
  5. #104

    Korrekt.

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Schlechte Aussichten für die, die in M arbeiten müssen.
    Das ist weder das Problem der Vermieter noch das der Makler. Wenn ein Vermieter seine Wohnung nur an Leute vermietet, die ihm den Makler bezahlen, dann ist das sein Recht und seine Entscheidung.

    Das ist für den Mieter oft nicht schön. Damit muß der Mieter zurechtkommen, nicht der Vermieter oder Makler.
  6. #105

    @Crom

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Ihr Rechtsempfinden ist aber nicht ausschlaggebend. Die Wohnungsmärkte unterscheiden sich regional, entsprechend gelten regional auch andere Bedingungen.
    Darüber hinaus werden alle Mieter gleichbehandelt. Jeder darf frei entscheiden, ob er einen Makler nutzen möchte oder nicht. Der Rest fällt unter Vertragsfreiheit, auch diese gilt überall für alle Mieter.
    Ein Mieter der sich für keinen Makler entscheidet, muss auch nicht zahlen.

    Bestraft? Offenbar bietet München eine so hohe Lebensqualität und andere Vorzüge, das man bereit ist, entsprechende Mieten zu zahlen. Niemand wird gezwungen nach München zu ziehen.
    Für einen idealtypischen Markt, wo die Preise (auch von Mietwohnungen) tatsächlich von Angebot und Nachfrage bestimmt werden, beide potenziellen Vertragspartner die gleiche Entscheidungsfreiheit haben, beide konkurrierenden Parteien (sowohl Mieter als auch Vermieter) die gleichen Wettbewerbsbedingungen haben, mag dies zutreffen.

    Aber dies ist leider nach meinem Eindruck zunehmend nicht mehr der Fall. Zumindest in Berlin befinden sich zahlreiche Immobilien, insbesondere Altbauten im ehemaligen Ostteil und auch Objekte ehemaliger städtischer Wohnungsbaugesellschaften im Besitz großer internationaler Immobiliengesellschaften, die dann zwangsläufig den Markt bestimmen. Ich gehe auch nicht davon aus, dass diese Immobiliengesellschaften die Objekte einfach mal so bar bezahlt haben, sondern mittels Krediten finanzieren, wobei naturgemäß die Kredithöhe und die Vereinbarung der hierfür zu zahlenden Zinsen von der zu erwartenden Rendite abhängig gemacht wurde.
    Und diese Kreditkalkulation wird m. E. naturgemäß in die Berechnung der Mieten einfließen. Und wenn ein Mietobjekt nicht die progostizierte Rendite abwirft, wird der Vermieter -sofern er nicht über ausreichende Rücklagen für etwas magerere Zeiten verfügt- m. E. schnell Schwierigkeiten mit der Bank bekommen, was er natürlich vermeiden möchte. Ein sozialer Vermieter wird da nach meiner Prognose schlechte Karten haben. Den Banken geht es nämlich naturgemäß um Rendite und nicht das Wohl der Mieter.

    Und hinzu kommen dann noch Instandhaltungskosten, Personalkosten, die öffentlichen Abgaben, die Energiesparauflagen usw.., die ja auch von jemand bezahlt werden müssen, sodass zumindest Neubauwohnungen m. E. zwangsläufig teurer werden und damit für privat errichtete Wohnungen das Angebot an für die Mehrheit der Bevölkerung erschwinglichem Wohnraum nach meiner Prognose sinken wird.

    Hinzu kommen zuletzt nach den bisherigen Immobilienblasen auch nach meiner Vermutung zunehmend strengere Kreditkonditionen der Banken, um derartige Blasen künftig zu vermeiden.

    Und so wird sich nach meiner Prognose der Markt für erschwingliche Wohnungen auf immer weniger Anbieter beschränken, die dann logischerweise ´von einer erhöhten Nachfrage profitieren, die dem klassischen Marktmodell mangels fehlender Konkurrenz wenig förderlich sein dürfte.
  7. #106

    4Mio für Prachtsvilla in Mitteleuropa Teuer?

    Kein Wunder bei der Lebensqualität und Podenzialchance in Mitteleuropa steigen die preise und Mieten. Bei den Spottbilligen Preisen in Deutschland kann man ja nun fast nur gewinnen, das gibt es ein gewaltigen Nachholbedarf.


    Um den Genfersee haben sich die Seeanstoss Anwesen in 10 Jahren von 8Mio Euro auf 60Mio verteuert mit Gipfel bei 100Mio Euro.

    Zürichberg, Zürichsee, Bodensee, Zug, Luzern, Tessin und Comersee sind solche Anwesen bei 30Mio Euro angelangt, gehen weg wie warme Brötchen und werden Paläste noch und noch Neu gebaut.

    Eben mit 4Mio für so eine Münchner Prachtsvilla kann man ja nur gewinnen, ausser der Deutsche Staat verscheucht noch mehr Unternehmersfamillien.
  8. #107

    Markt

    Zitat von berlinerin95 Beitrag anzeigen
    Und so wird sich nach meiner Prognose der Markt für erschwingliche Wohnungen auf immer weniger Anbieter beschränken ...
    Der Markt für Freibier ist auch sehr einseitig. Einer ungebrochenen Nachfrage steht ein sehr knappes Angebot entgegen.

    Es gibt einen Markt für Wohnungen. Und wenn die Preise in diesem Markt steigen, gibt es eben weniger erschwingliche Wohnungen.








TOP



TOP