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Große Bildungsumfrage: Bürger fordern neue deutsche Einheit
In einer großen Umfrage*geben Deutschlands Bürger dem Bildungssystem schlechte Noten.*Sie fordern von Politikern Reformen: Schüler sollen länger gemeinsam lernen,*Abschlussprüfungen sollen einheitlich sein*- dafür würden sie sogar mehr Steuern zahlen.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...756938,00.html
- #40 14.04.2011 21:50 von Luigi
Verdummung der Bevölkerung
Santoa schreibt, dass Gesamtschulen 'das Beste' sind. Stimmt. Endlich gleiche Chancen für alle! Sieht man wirklich gut am Beispiel englischer Comprehensive Schools und amerikanischer High Schools. Katastrophale Leistungen! Alle haben endlich gleich gute Chancen auf miserable Berufsaussichten. Und das Beste: Endlich sind die Wohlhabenden wieder unter sich, denn die schicken ihre Kinder jetzt auf nichtstaatliche Privatschulen, dann auf Privatuniversitäten und dann in die sichere berufliche Karriere.
Das müssen wir den Amis unbedingt nachmachen, weil es so unglaublich sozial ist! Gut gemeint, katastrophale Auswirkungen. Wird aber passieren, weil man mit billigen staatlichen Gesamtschulen Geld sparen kann und nebenbei alle Gutmenschen glücklich macht, die für alle Menschen den glücklichmachenden Einheitsbrei wollen. Abitur verfassungsrechtlich garantiert für alle! Damit werden wir uns auch im globalen Wettbewerb souverän durchsetzen.
Schade um unsere Kinder!
Unser Bildungssystem, das gerade in Bayern vor Stoiber/Hohlmeier wirklich gut war, wird dramatisch absacken. Wir werden uns wohl republikweit auf ein billiges, relativ niedriges Niveau einigen.
Kleinere Klassen, mehr Lehrer, mehr Geld für wirklich engagierte Lehrer würde helfen, wird es aber nicht geben, weil Schulpolitik nach Kassenlage gemacht wird. Und die faulsten Lehrer werden weiterhin die Lehrer mit dem höchsten Stundenlohn sein. - #41 15.04.2011 00:15 von
Die Bildungsdebatte im anbrechenden 21. Jahrhundert
... und das war schon vor neun Jahren in seinem Best-Of aller seiner vergangener Kabarettprogramme ("Bis neulich").Zitat von Volker Pispers
Ich frag mich auch immer, was diese Bildungs-Kleinstaaterei soll. Spätestens wenn man zum Studium das Bundesland wechselt, tun sich teilweise Abgründe auf - da merkt man, wie stark unterschiedlich die Bildungsstandards sind. Die Vorteile der Vereinheitlichung liegen ja auf der Hand - schon allein beim Umzug in ein anderes Bundesland müsste man sich nicht auch noch schultechnisch umstellen. Dann kommt man auch zwischen Berlin und Bayern ohne grössere Hürden hin und her - wer würde das begrüssen? Jetzt mal ganz ehrlich. Hand hoch :)
Einige Kommentare ziehen eher darauf ab, die Betreuung in den Schulen verbessern und z. B. kleinere Klassen schaffen - das ist sinnvoll und auch lange überfällig.
Aber, Preisfrage: Wenn's zwei lohnenswerte Ziele gibt, warum nicht beide erfüllen? Gut, da wird jetzt erstmal geheult und mit den Zähnen geknirscht à la "Ach und Weh! Unsere Politiker ziehen da nicht mit." Mal eine Frage: Wieviele Politiker habt ihr persönlich schon angesprochen? Und gleich noch eine: In wessen Interesse ist diese Kleinstaaterei überhaupt? Bitte keine Spekulationen.
Wer wirklich was ändern will, sollte seine Wahlkreisabgeordneten dazu befragen (die stehen auf dem Wahlzettel und verlangen nach Kreuzchen - Pfarrer sind anders, denn die stehen am Altar). Wenn das genügend Leute machen, merken die schon, was man will schliesslich könnt's ja für die Wiederwahl interessant sein. Im Zweifelsfall sollte man da auch nicht lockerlassen, sondern bohren, nagen, bis man eine Antwort erhält. Man muss es nur tun - und am besten noch weitersagen, das ist dann auch wesentlich repräsentativer als irgendeine Bertelsmann-Studie, die das Grundprinzip aussagekräftiger psychologischer Befragungen gravierend verletzen (obwohl 138000 Teilnehmer schon 'ne Menge Holz sind).
Der letzte Absatz ist für die, die gerne mal sowas sagen wie "Oh, süss, da glaubt noch einer daran, dass sich Politiker ändern können." Für euch gibt's eigentlich nur eine Antwort: "Ja ja, blah. Klappe halten, Abgeordnete fragen und nicht mit irgendeiner selbst eingebildeten Lebenserfahrung angeben."
- mouve ;o) - - #42 15.04.2011 00:47 von
Ja aber. <- prinzipiell
Dann müsste man aber zwischen Gesamtschul- und Gymnasiums-Abitur unterscheiden. Die Gesamtschule ist von der Idee her schon ganz gut, aber ich kann mir gut vorstellen, dass die guten Schüler gebremst werden, weil sie nicht die Förderung erhalten, die sie brauchen. Der entsprechende wikipedia-Artikel ist auch sehr interessant. Und irgendwie ist die Gesamtschuldebatte zur partei- und bildungspolitischen "Nein, ich hab Recht"-Runde verkommen.
Ausserdem: Faktoren wie der Wohnort (Stichwort Arbeitersiedlung) spielen eine sehr grosse Rolle. Und Bildung fängt im Elternhaus an, das ist nicht von der Hand zu weisen. Kinder sollten lieber schon recht früh mit Gleichaltrigen Sport treiben oder musizieren, das bringt sehr viel bei der Sozialkompetenz. Dann klappt's auch mit der Sozialkompetenz. Dazu braucht's allerdings sehr viel Engagement seitens der Eltern. - #43 15.04.2011 08:03 von
- #44 15.04.2011 10:27 von MCFidel
Substanzlos
Eine substanzlose Umfrage.
Ja natürlich bin ich für mehr Solidarität mehr Umweltschutz und wäre natürlich auch bereit einen Obolus dafür zu bezahlen. Als ob ich Gutmensch bei einer Umfrage anders antworten würde.
Nur wenn es an meine eigenen Interessen geht nunja dann ist mehr doch der große Rest erstmals egal.
Mein Zögling soll schließlich bessere Chancen haben als das Balg der Nachbarn.
Sprich wer alles gleichmachen möchte wird genau das Gegenteil erreichen. Entwertung der Abschlüsse mit dem Ergebnis, dass der Name der Privatschule, je prominenter desto besser, die eigentliche Qualifikation durch den Abschluss ersetzen wird.
Das Schlüsselwort lautet nicht Einheitsschule sondern Sackgassen zu verhindern. Jeder sollte zu jedem Zeitpunkt in seinem Leben die Möglichkeit erhalten seinen Hauptschulabschluss machen zu können, danach seinen Realschulabschluss und schließlich das Abi.
Hingegen jedem das Abi zu schenken führt nur dazu, dass man je nach Schule mit seinem Abi, wie in den USA, keinen Uni-Platz bekommen wird. - #45 15.04.2011 16:20 von
_-* /1
Ok was Sie möchten ist eine klare Trennung, Teilung, Abschottung. So dass Kinder nie andere Kinder kennenlernen die nicht so sind wie sie selbst und folgedessen mit der entsprechenden Intolleranz leben.
Was meinen Sie denn genau mit individueller Förderung? Dass sich ein Lehrer auf einen Schüler explizit konzentrieren soll? Und dabei andere Schüler ignoriert werden?
Sie können einen Schüler fördern bis dieser die besten Noten überhaupt hat, aber wenn er dann vom Charakter her versagt, hat dies letztenendes auch nichts gebracht. Was dann passiert? Dann wird hier diskutiert warum Menschen in hohen Lobbypositionen sich so unmenschlich verhalten.
Auf einer Gesamtschule existiert ja auch die Unterteilung in A und B Kurse sowie das Fach Wahlpflicht. Eine gewisses individuelles lernen ist dort auch möglich.
Zu erkennen welche Stärken ein Kind hat, grob, sehe ich die Orientierungsstufe auch eher angebracht, als dass man die Zeit in der Grundschule als Maß nehmen kann. Davon unabhängig, gibt es auch Schüler die erst in den letzten Jahren (9-10 Klasse) aufblühen, ebenso wie welche die in den letzten Jahren verwelcken, obwohl man vorher dies oder jenes gedacht und angenommen hatte. Es ist eher relativ.
Und noch zu dem Punkt wann Grundschullehrer erkennen dass ein Kind Leistungsstark ist: jedes Kind in diesem Alter lernt in der Regel doch nur dann, wenn es ihm auch gesagt wird. Ist ja auch ganz natürlich, alles andere wäre m.E, Verhaltenauffällig. Also kommt es doch eher darauf an, was in einem Kind selbst steckt, und nicht ob es in dem Alter selbstständig lernt. Und dieses entfaltet sich oftmals erst ab der 5ten Klasse, und die Meinung eines Grundschullehrers sollte man da eher ledeglich als 'Tipp' sehen, hat aber kaum Relevanz. - #46 15.04.2011 16:28 von
_-* /2
Ja, die Kinder die dazu getrieben werden so zu sein wie deren Eltern, das finde ich auch nicht rosig. Dazu muss ich aber sagen, wenn man die Möglichkeit haben sollte ein Studium besuchen zu können, sollte diese Chance auch genutzt werde bzw., schon fast dankbar sein. Wenn erst gar nicht die Möglichkeit besteht zu studieren, verspührt man ein gewisses vorenthalten. Daher, sollte m.M alles dahingehende versucht werden, für sich selbst. Egal ob man sich später gegen ein Studium entscheidet, es nicht schafft oder dergleichen, wichtig ist die Option. Sonst macht einen das Leben unzufrieden.
Genauso, warum tun Ihnen die Gesamtschüler leid, die es probieren? Weil Sie etwas besseres sind und Andere Ihren Schulabschluß nicht besitzen dürfen - oder was soll sich aus Ihrem 'Unterton' deuten lassen? Vielleicht wäre dies nicht so, wenn Sie eine Gesamtschule besucht hätten?
Wenn ein Gesamtschüler nach der 10ten Klasse ins Abitur startet, werden die Karten neu gemischt und nach diesen drei Jahren, was spielt da die Zeit auf der Gesamtschule noch für eine Rolle was das Studium betrifft. Davon abgesehen leben wir im Zeitalter von Google, da ist nichts mehr unmöglich. Und davon noch mehr abgesehener, im späteren Leben spielen Noten überhaupt keine Rolle mehr und hat keine Aussagekraft über einen Menschen. Für die Grundbausteine klar, sind diese erforderlich und zwingend so gut wie nur möglich zu gestalten.
Wichtig bei dem ganzen ist nur, dass es keine Abgrenzungen, eine zu große Kluft gibt, wie Sie es gerne möchten. Das endet nur sinnbildlich in abetrennte öffentliche Toiletten, die für Akademiker, die normale für die Mittelschicht und das Dixi WC draußen, für die Hauptschüler.
Meine Meinung wie gesagt soll nicht aussagen, dass es keine Gymnasien mehr geben sollte, sowas wäre auch Quatsch. Wenn man sein Kind auf eine Gesamtschule schicken möchte und es später in Richtung Abitur gehen soll, hat dies bei einer Gesamtschule seine Vor- und Nachteile. Für einen Real- oder Hauptschüler hat es hingegen nur Vorteile. - #47 15.04.2011 16:32 von shopgirl1
- #48 15.04.2011 16:54 von shopgirl1
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Verstehe ich Sie richtig, dass Sie einfach nur möchten, dass neben den Gymnasien auch flächendeckend Gesamtschulen angeboten werden sollen?
Dazu wird es wohl auch kommen.
Das Problem wird dann aber sein, dass die starken Schüler eben lieber das Gymnasium besuchen und somit das Gesamtschul-Niveau wohl immer niedriger ist. Das ist in vielen Regionen, wo beides angeboten ist, genau so der Fall.
Deshalb denken rot-grüne Regierungen darüber nach, dass es irgendwann nur noch Gesamtschulen geben soll. - #49 15.04.2011 17:53 von
_-* /1
Ich verstehe nicht ganz was unter ein Gesamtschul-Abitur verstanden wird. Meine Meinung ist nicht dass auf einer Gesamtschule Abitur gemacht werden kann oder sollte, mir geht es um die 5-10 Klasse. Nach der zehnten Klasse befindet sich der kleine Teil der Abitur machen möchte auf einer 'ganz normalen' Schule, Gymnasium für Abitur. Da kann es gut sein, dass der Gesamtschüler dann im Vergleich zu seinen Mitschüler die vom normalen Gymnasium kommen, sich mehr durchboxen muss, eventuell auch selbstständig Unterrichtsstoff nachholen muss. Aber wenn man will.. . Entscheidend daran ist nun aber, dass dieser Schüler wenn er die Gesamtschule nicht besucht hätte, im wahrscheinlichen Fall nur auf der Real- oder Hauptschule gelandet wäre, unabhängig welches Potenzial in ihm steckt.
Auf der Gesamtschule hat dieser Schüler hingegen, unzwar auch unabhängig von den Eltern, was sehr wichtig ist, die Möglichkeit selbst zu entscheiden wie weit er gehen möchte. Es ist in der Hinsicht etwas umgedrehter wie bei den Eltern, die unbedingt wollen dass ihr Kind Akademiker wird. Es gestaltet sich viel effizienter, wenn ein Gesamtschüler mit der Richtung Haupt zum Realschüler aufsteigen kann oder gegebenfalls noch Realschüler mit der Berechtigung Abitur machen zu können. Was meinen Sie was das auch für ein Motivationsschub ist. Auf der anderen Seite kann ein Schüler natürlich auch viel schneller fallen, und ist plötzlich wieder bei Haupt. Was aber bedeutet, dass die Leistung konstant gehalten werden muss - und man nicht nachgibt, weil man ja sowieso schon auf der Schule ist und nicht so schnell fliegt. Bei alles andere wären umständliche Schulwechsel nötig, von Real auf Haupt, Haupt auf Real, Real auf Gym usw.
Mir ist da ehrlich auch der Gesamtschüler lieber welcher den Willen hat seinen Weg zum Abitur zu gehen, diesen vielleicht auch nur dadurch erkannt hat, als wie der Gymnasiast der sich mit wedelnde Scheine seiner Eltern sein Abitur und anschließendes Studium erkauft.
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