Großbritannien: Zwei Jahre Haft für Hass-Flyer gegen Schwule

DPADrei Muslime hatten mit Flugblättern zur Exekution von Homosexuellen aufgerufen, nun sind im britischen Derby zu Haftstrafen verurteilt worden. Polizei und Schwulenvertreter feiern den Richterspruch als Meilenstein.

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  1. #40

    die Gedanken sind frei

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Anders gesagt: die Gesellschaft muss vor Pädophilen geschützt werden, vor Homosexuellen nicht.
    Das stimmt so auch nicht ganz. Pädophil sein ist grundsätzlich keine Straftat. Warum auch, die Gedanken sind frei. Seine „abnorme“ sexuelle Orientierung in Taten umzusetzen ist in diesem Fall etwas anderes.
  2. #41

    Die Gesellschaft vor Homosexuellen schützen - welche Gesellschaft?

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    ..Anders gesagt: die Gesellschaft muss vor Pädophilen geschützt werden, vor Homosexuellen nicht.
    Andererseits kann man "logisch" mit dem kulturellen Argument kommen. Wenn Homosexualität in anderen Kulturkreisen vor Gott strafbar ist (da läge dann kein Einverständnis von Gott vor, eine schwere Sünde) und die Religion das gesellschaftliche Leben bestimmt, ist zu fragen, ob unsere westliche Kultur als besser oder als wertvoller zu erachten ist.

    Für wahrhaft gläubige Menschen mag Gott eine höhere Instanz sein als irgendein Mensch.
    Nun darf man nicht vergessen, dass sogar unsere Politiker behaupten, dass der Islam Teil der deutschen Kultur geworden ist.
    Dass auch diese Kultur zwangsläufig einen prägenden bzw. einen verändern Einfluss auf unser Wertesystem hat, wird um so klarer, je mehr Migranten mit muslimischen Wurzeln anteilig zwischen uns christlich sozialisierten Deutschen wohnen.

    Unabhängig davon hat sich auch bei uns ein "kultureller" Wandel beim Thema "Pädophilie" ergeben (wie wir in letzter Zeit der Presse entnehmen konnten, war das im letzten Jahrhundert anders).

    Wertesysteme (z.B. eine deutsche Leitkultur), was erlaubt ist und was nicht, wer geschützt werden muss und wer nicht, unterliegen starken Veränderungen. (Mich nun bitte nicht falsch verstehen.)

    Überwiegenden Konsens, kann man nur unter Berücksichtigung des Zeitgeistes unterstellen.

    Ich bin ein entschiedener Gegner von Verboten (z.B. Einschränkung der Meinungsfreiheit). Verbote regeln nur das, was die Herrschenden als angemessen betrachten. Unsere Gesellschaft sollte sich lieber inhaltlich mit konkurrierenden Wertesysteme auseinander setzten und durch Überzeugungsarbeit glänzen. Wenn man nur verbietet, Dissens unterbindet, kann sich keine Gesellschaft weiterentwickeln.
  3. #42

    Ums kurz zu machen: Verbote dienen hierzulande, um Menschen zu schützen. Alles andere ist ja erlaubt.

    Ein Verbot der Homosexualität schützt niemanden.

    Ein Verbot von Pädophilie hingegen schützt diejenigen, die sich nicht wehren können - nochmal: wer ein homosexuelles Verhältnis eingeht, tut das freiwillig. Das ist bei der Pädophilie eben nicht der Fall. Das hat gar nichts mit Religion oder Kulturkreisen zu tun, wissenschaftlich erwiesenermaßen nehmen Missbrauchsopfer schweren geistigen, zuweilen auch körperlichen Schaden, deswegen verstehe ich die Diskussion überhaupt nicht.

    Da ist auch keine Weiterentwicklung notwendig. Das hat auch nichts mit Zeitgeist zu tun. Pädophilie fügt Opfern schweren Schaden zu, nicht wieder gutzumachenden Schaden, von daher sind solche Übergriffe zu unterbinden und schwer zu bestrafen.

    Zitat von robbitob Beitrag anzeigen
    Andererseits kann man "logisch" mit dem kulturellen Argument kommen. Wenn Homosexualität in anderen Kulturkreisen vor Gott strafbar ist (da läge dann kein Einverständnis von Gott vor, eine schwere Sünde) und die Religion das gesellschaftliche Leben bestimmt, ist zu fragen, ob unsere westliche Kultur als besser oder als wertvoller zu erachten ist.

    Für wahrhaft gläubige Menschen mag Gott eine höhere Instanz sein als irgendein Mensch.
    Nun darf man nicht vergessen, dass sogar unsere Politiker behaupten, dass der Islam Teil der deutschen Kultur geworden ist.
    Dass auch diese Kultur zwangsläufig einen prägenden bzw. einen verändern Einfluss auf unser Wertesystem hat, wird um so klarer, je mehr Migranten mit muslimischen Wurzeln anteilig zwischen uns christlich sozialisierten Deutschen wohnen.

    Unabhängig davon hat sich auch bei uns ein "kultureller" Wandel beim Thema "Pädophilie" ergeben (wie wir in letzter Zeit der Presse entnehmen konnten, war das im letzten Jahrhundert anders).

    Wertesysteme (z.B. eine deutsche Leitkultur), was erlaubt ist und was nicht, wer geschützt werden muss und wer nicht, unterliegen starken Veränderungen. (Mich nun bitte nicht falsch verstehen.)

    Überwiegenden Konsens, kann man nur unter Berücksichtigung des Zeitgeistes unterstellen.

    Ich bin ein entschiedener Gegner von Verboten (z.B. Einschränkung der Meinungsfreiheit). Verbote regeln nur das, was die Herrschenden als angemessen betrachten. Unsere Gesellschaft sollte sich lieber inhaltlich mit konkurrierenden Wertesysteme auseinander setzten und durch Überzeugungsarbeit glänzen. Wenn man nur verbietet, Dissens unterbindet, kann sich keine Gesellschaft weiterentwickeln.
  4. #43

    Oje!

    Zitat von robbitob Beitrag anzeigen
    Andererseits kann man "logisch" mit dem kulturellen Argument kommen. Wenn Homosexualität in anderen Kulturkreisen vor Gott strafbar ist (da läge dann kein Einverständnis von Gott vor, eine schwere Sünde) und die Religion das gesellschaftliche Leben bestimmt, ist zu fragen, ob unsere westliche Kultur als besser oder als wertvoller zu erachten ist.
    Ja, das ist sie. Es ist ein grundlegender Irrtum der Mulikulti-Verfechter, dass alle Kulturen und Gesellschaftsentwürfe zivilisatorisch gleichwertig seien. Das ist freilich nicht so.
    Die Gesellschaften in Westeuropa haben sich zum Ziel gesetzt, die Maximierung von Wohlbefinden für alle und Minimierung von Leid für alle zu erreichen, als europäische Staatsmoral und dennoch von Ideologien abhängig. Ziele wie Wenschenwürde, individuelle Freiheit sowie körperliche und geistige Unversehrtheit ist, was Westeuropa ausmacht, selbst wenn diese Ziele nicht überall erreicht sind. Und ich nehme mir heraus, Kulturen und Gesellschaften in ihrem zivilisatorischen Entwicklungsstand daran zu messen, wie weit diese Ziele erreicht sind, und ich nehme mir zudem heraus, Kulturen und Gesellschaften die diese Ziele nicht anstreben oder gar ablehnen zu verachten und zu bekämpfen. Dazu gehören insbesondere alle Kulturen, die sich unmittelbar auf unaufgeklärte Religionen stützen wie Islam, Judentum und Christentum. Leute mit einem eisenzeitlichen Welt- und Menschenbild haben nicht zu diktieren, wie Gesellschaften zu gestalten sind.
  5. #44

    Aaaah!

    Zitat von Meskiagkasher Beitrag anzeigen
    Ja, das ist sie. Es ist ein grundlegender Irrtum der Mulikulti-Verfechter, dass alle Kulturen und Gesellschaftsentwürfe zivilisatorisch gleichwertig seien. Das ist freilich nicht so.
    Die Gesellschaften in Westeuropa haben sich zum Ziel gesetzt, die Maximierung von Wohlbefinden für alle und Minimierung von Leid für alle zu erreichen, als europäische Staatsmoral und dennoch von Ideologien abhängig. Ziele wie Wenschenwürde, individuelle Freiheit sowie körperliche und geistige Unversehrtheit ist, was Westeuropa ausmacht, selbst wenn diese Ziele nicht überall erreicht sind. Und ich nehme mir heraus, Kulturen und Gesellschaften in ihrem zivilisatorischen Entwicklungsstand daran zu messen, wie weit diese Ziele erreicht sind, und ich nehme mir zudem heraus, Kulturen und Gesellschaften die diese Ziele nicht anstreben oder gar ablehnen zu verachten und zu bekämpfen. Dazu gehören insbesondere alle Kulturen, die sich unmittelbar auf unaufgeklärte Religionen stützen wie Islam, Judentum und Christentum. Leute mit einem eisenzeitlichen Welt- und Menschenbild haben nicht zu diktieren, wie Gesellschaften zu gestalten sind.
    Das sollte heißen:
    "...und dennoch von Ideologien unabhängig."
  6. #45

    Zitat von Mani2 Beitrag anzeigen
    Wieviele Muslime kennen Sie und wieviele Moscheen haben Sie schon besucht? Woher wissen Sie, dass dies die allgemeine Denkweise ist?
    Sie hören sich an wie die Amerikaner seit 9/11. In Deutschland und übrigens in allen westlichen Ländern ist das mit sicherheit nicht die "allgemeine Denkweise" von Muslimen.
    Allein ein Blick in die arabische Welt und in den Iran genügen. Da gibt es Stockschläge, Steinigungen und Aufknüpfen an Baukränen von Schwulen ist im Iran ganz besonders beliebt. Warum sollten die Muslime in den westlichen Ländern anders denken als in ihrer Heimat? Die folkloristischen Elemente dieser Kultur, wie Zwangsheiraten, Ehrenmorde, Kopftücher, Burkas und so weiter, trifft man ja auch hier in Europa an. Wieso sollte der Schwulenhass da eine Ausnahme machen?

    Wieviele Muslime kennen Sie, wieviele Moscheen haben Sie besucht. Woher glauben Sie zu wissen, dass dies eben nicht die allgemeine Denkweise von Muslimen ist? Haben Sie eine Umfrage unter den Muslimen veranstaltet? Und wenn ja, haben Sie auch das Gebot der Taqiyya beachtet? Dies erlaubt Muslimen ausdrücklich die Verheimlichung und die Leugnung des Glaubens. Einst Schutzmaßnahme, mittlerweile gelebte muslimische Praxis der Täuschung von Ungläubigen.
  7. #46

    Wirklich schlimm ist, ...

    ...dass die drei sich keiner Schuld bewusst sind. Weil es sich jemand vor 1.400 so ausgedacht hat, bedrohen die heute Schwule und Lesben mir dem Tod. ... Entsetzlich.

    Ach ja, ich hätte nicht erwartet, dass hier die Kommentarfunktion freigeschaltet wird.
  8. #47

    Zitat von Mani2 Beitrag anzeigen
    Wieviele Muslime kennen Sie und wieviele Moscheen haben Sie schon besucht? Woher wissen Sie, dass dies die allgemeine Denkweise ist?
    Sie hören sich an wie die Amerikaner seit 9/11. In Deutschland und übrigens in allen westlichen Ländern ist das mit sicherheit nicht die "allgemeine Denkweise" von Muslimen.
    Schäubles Muslim-Studie: 500 Seiten politischer Sprengstoff - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Immerhin bezeichnen sich lt. Schäubles Muslimstudie von 2007 40% der Muslime hier als fundamental-religiös.Man muss also davon ausgehen, dass diese sich mit den Lehren des Islams identifizieren, und warum sollte dies gerade für die Homophobie nicht gelten?

    Ein liberaler Rechtsstaat kann sicherlich mit 1 oder 2% religiösen Fundamentalisten umgehen, aber eine weitere Zunahme wird uns Probleme bereiten. Wir sehen ja gerade in Israel, dass 5-10% religiöse Fanatiker für einen säkularen Staat schon eine schwere Hypothek darstellen. Und was es für die Menschenrechte bedeutet, wenn die Religiösen erst mal an der Macht sind, darüber brauchen wir hier erst gar nicht zu diskutieren.
  9. #48

    Konsequenz.

    Vielleicht ist es an der Zeit, in ein katholisches Land zu ziehen?
    Wenn wir eins wissen, dann, dass die Katholische Kirche in der Lage ist, den Kulturkampf zu führen. Keine andere Gruppierung hätte die Mitgliederzahl, die Organisation, die Ideologie und den absoluten Willen, bei Bedarf und Gelegenheit dem Islam die Stirn zu bieten.
  10. #49

    Jetzt bin ich baff.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Drei Muslime hatten mit Flugblättern zur Exekution von Homosexuellen aufgerufen, nun sind im britischen Derby zu Haftstrafen verurteilt worden. Polizei und Schwulenvertreter feiern den Richterspruch als Meilenstein.

    Großbritannien: Zwei Jahre Haft für Hass-Flyer gegen Schwule - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Dieses sehr begrüßenswerte Urteil und der genannte und nur sehr summarisch zitierte neue Strafrechtsparagraph passt so ganz und gar nicht zum Eindruck, den ich bisher davon hatte, wie britische Behörden und Gesetzgeber mit sexuellen Minderheiten umspringen. Kennt jemand einen URL des entsprechenden Gesetzestextes?