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Großbritannien: Cameron will weniger Europa

REUTERSDie Euro-Krise verschärft die anti-europäische Stimmung in Großbritannien. Premierminister Cameron zeigt sich offen dafür, die Bürger über das Verhältnis zur EU abstimmen zu lassen. Es gebe "nicht zu wenig Europa, sondern zu viel davon".

http://www.spiegel.de/politik/auslan...841924,00.html
  1. #480

    Zitat von burgundy2 Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht, welche Ecke sie explizit meinen; nein, ein Nazi bin ich nicht, auch kein Collaborateur (ich bin Franzose). Allerdings bin ich der Meinung, dass der Einfluss der USA im ersten Weltkrieg schädlich für Europa war, denn er führte (ich lasse mal Versailles aussen vor) direkt in den zweiten, mit einer mehr oder weniger kaschierten Aktivierung durch die USA über ihren Steigbügelhalter England.
    Dass beide Kriege für Frankreich desaströs waren, kann nicht in Zweifel gezogen werden, und Veilchenkränze wird Frankreich dafür den Deutschen nicht gerade winden. Aber der amerikanische Einfluss war politisch schliesslich sogar noch fataler.
    Naja , vielleicht haette Frankreich 1918 in Sachen Reparationsforderungen tatsaechlich milder mit Deutschland umgehen sollen und das Ruhrgebiet nicht besetzt. Ohne Frankreichs Haltung waere vielleicht einiges GANZ anders gelaufen.
    Fatal fuer die EU war und ist auch die franzoesische Politik, dem Rest Europas den maroden franzoesichen Agrasektor aufzuzwingen - das war der Grund das Thatcher Ihr Geld zurueckwollte. Welch perfide , seltsame und unnatuerliche Umarmung , die da zwischen Paris und Berlin. Wenn Berlin das mal endlich kapieren wuerde.. Aber Sie haben recht , es sind natuerlich alles die boesen Amerikaner..
  2. #481

    Eines Premiers Splendid Isolation Idee mit Tangente zu Europa

    Diesem britischen Premier wäre eine Marginalisierung der europäischen Idee wünschenswert oder besser noch, ein Common Europe unter britischer Oberhoheit, mit allem Drum und Dran, was als Ersatz für ein im Kümmerstatus verbliebenes Commonwealth fungieren könnte. Das alte Weltmacht-Feeling aufzufrischen ist den Briten zuliebe wohl eines jeden Premiers anerkennenswerteste Maulheldenübung, nur lässt sich Europa sehr viel schlechter kolonisieren als dies zu Zeiten einer Queen Victoria und einer siegreichen Seemacht in Übersee möglich war. Die Reichtümer aus den ehemaligen Kolonien, die einer Klasse von Earls und Lords und weiterer Adligen mit dem Königshaus an der Spitze ein feudales Dasein bescherten, dürften in gewissem Sinne zur Neige gegangen sein und technologische Entwicklungen wie auf dem europäischen Festland durch Konkurrenzdenken angetrieben, hat Great Britain wenig tangiert, solange die Kolonien für Reichtum gerade stehen mussten. Diese Zeit ist schon lange um, nehme er dies wahr, Herr Cameron, und schenke er seinen Landsleuten in Sachen Partizipation an Europa reinen Wein ein.
  3. #482

    Seltsame Partner

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise verschärft die anti-europäische Stimmung in Großbritannien. Premierminister Cameron zeigt sich offen dafür, die Bürger über das Verhältnis zur EU abstimmen zu lassen. Es gebe "nicht zu wenig Europa, sondern zu viel davon".

    Cameron stellt Briten Abstimmung über Europa in Aussicht - SPIEGEL ONLINE
    Die Angelsachsen haben ein anderes Verständnis von Gemeinschaft als z.B. die Deutschen. Während die Deutschen darunter leiden, zuweilen physisch, wenn man in einer Gemeinschaft nicht in guten wie in schlechten Tagen zusammensteht, ist für die Angelsachsen schnell Schicht im Schacht, wenn sich eine Sache für sie nicht rechnet. Mit solchen Leuten kann man zwar Geschäfte machen, vorzugsweise solche, an denen sie gut verdienen. Aber wenn es nicht mehr durch Dick sondern durch Dünn geht, seilen sie sich ab.
  4. #483

    Zitat von altmannn Beitrag anzeigen
    geht es. Politische Fehler und fehlender Weitblick. Jetzt geht es mit der sogenannten "Eurorettung" genauso weiter.
    Die probleme der Wiedervereinigung lagen sichtbar auf der Hand und wurden schöngeredet. Blühende Landschaften und so.
    Die Probleme der Währungsunion ohne Angleichung der Steuer- und Ausgabenpolitik lagen auf der Hand und wurden politisch ignoriert. Jetzt liegen die Probleme dieser vergeblichen, aber teuren Rettungsversuche auf der Hand. Auch diese werden wieder ignoriert oder schöngeredet. Zum "Glück" zögern sie den Crash ein wenig hinaus, vielleicht bis nach der nächsten Wahl. Glaube ich persönlich nicht dran, aber den Crash 2008 hatte ich auch etwas früher erwartet. Man wird sehen.

    Sie haben durchaus Recht, wenn Sie sagen, " Die probleme der Wiedervereinigung lagen sichtbar auf der Hand". Das war so!

    ich frage mich bloß, was Sie anders gemacht hätten, um die finanziellen Folgen der Wiedervereingung zu tragen??? Aus westlicher Richtung eine MAuer gebaut?

    Die Währungsunion in Europa ist in Wirklichkeit auch kein Probelem, ein Problem ist vielmehr die Tatsache, daß die europäischen Länder zuviele Schulden gemacht haben

    Wie wollen Sie diese ohnen Schmerzen lösen? Kennen Sie ein Rezept, daß die Schulden verschwinden, ohne das katastrophle Folgen auftreten?

    Es wird sicher keinen "Crash" geben, aber die Bewältigung der Krise wird uns Geld kosten, daß allerdings in der weiteren Integration des Kontinents gut angelegt ist
  5. #484

    Cameron hat recht,

    die Briten als Volk auch. Die Hegemonialveranstaltung der Kommissare aus Brüssel sowie die Abgabe nationaler Rechte an demokratisch nicht legitimierte Eurokraten ist weder sinnvoll noch wünschenswert. Ausserdem verstossen die Volksverkäufer Deutschlands an andere Mächte fortlaufend und vehement gegen das Grundgesetz dieses Landes. Dem Cameron ist das zuwider für Grossbritannien. Das Grundgesetz ist ja sowieso nur ein Provisiorium, heisst deshalb Grundgesetz, weil die lieben Nachbarn und Siegermächte des WK.,s das Staatsgebiet des 2. Deutschen Reiches wegen der Nazigreuel (Drittes Reich) dreigeteilt haben, BRD West, DDR, Staatsgebiet Ostpreussen für Polen einschliesslich Danzig, weil die Russen die Polen aus dem früheren Polen verjagt haben. Deshalb gibt für diesen Teil des ehemaligen Deutschlands weder eine Verfassung (rechtlich nicht möglich) noch gab es je einen Friedensvertrag. Leider Gottes sind die Deutschen durch die seit 70 Jahren andauernden ständigen Nazi-Schuld-Vererbungstheorien aller ehemaligen Siegermächte des 2. WK dermassen schuldbewusst gehalten, dass sie jedem Bockmist anderer Nationen zustimmen und sie werden zahlen bis zum St. Nimmerleinstag. Die Geschichtsbildung mancher Deutscher lässt durch die Geschichtsverformung ehemaliger Siegermächte beschränkt in der Schuldbildung weitergegeben, auch sehr zu wünschen übrig, die meisten Deutschen kennen sich in den letzten Hundert Jahren der Geschichte nicht sehr gut aus und alle Kriegsnachfolgeunrechtshandlungen ehemaliger Siegermächte sind auch nicht bekannt sondern das sind alles unsere Freunde und kassieren ab, bis die Schwarte kracht. Ich bin ja immer froh, wenn der Abnickerverein (Bundestag, Reichstag) und der Zweitabnickerverein ( Bundesrat) höchst schwierige Themenkomplexe und Zeitdruck innerhalb weniger Stunden entscheiden muss, wobei die Zeit nicht einmal ausreicht, vernünftige Entscheidungen aufgrund von Erkenntnissen zu treffen. Bleibt nur noch die Hoffnung, dass das BVG nicht auch noch zu dieser Politikfarce der Volksverkäufer des eigenen Volkes gehören und zum gegebenen Zeitpunkt qua Urteil die Volksverkäufer ohne jegliche demokratische Legitimation des Souverän in ihre Schranken verweist. Ob dem so kommen wird, sind ernsthafte Zweifel am Volksverkäufer-Republiken-Staat angesagt. Interessanterweise müssen SED-Nachfolgeparteien und einige wenige Bundestagsabgeordnete mit eigenem Verstand als letzte Bastionen den demokratischen Staat versuchen, zu retten. Hoffentlich gelingt es Ihnen. Da lobe ich mir doch Great Britain, very british.
  6. #485

    Was sonst, wenn jeder Brite sehen kann, wohin der Euro führt!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise verschärft die anti-europäische Stimmung in Großbritannien. Premierminister Cameron zeigt sich offen dafür, die Bürger über das Verhältnis zur EU abstimmen zu lassen. Es gebe "nicht zu wenig Europa, sondern zu viel davon".

    Cameron stellt Briten Abstimmung über Europa in Aussicht - SPIEGEL ONLINE
    Das ist ja kein Wunder wenn seinen Wählern so plastisch vorgeführt wird, wie das deutsche Volk jetzt dafür ausgenommen wird, dass ihm von seiner politischen Führung aus Parteien und Lobby der Euro auf diktiert wurde.
  7. #486

    Zitat von coldplay17 Beitrag anzeigen
    Sie sollten EU und Euro-Zone auseinanderhalten können. Die in der
    Euro-Zone getroffenen Abmachungen und Verträge müssen die
    Briten garnicht interessieren.

    In der Euro-Zone bleiben die armen Idioten (Deutschland) und die
    Schlitzohren (Griechenland, Italien) unter sich.
    Wenn wir in der EURO Zone Monti als Präsidenten, Venizelos als Finanzminister, einen Aussenminister geschult an der Ecole Nationale d'Administration, einen deutschen Wirtschaftsminister hätten, dann wäre Grossbritannien wirlich nur noch eine Randnotiz.

    Dazu müssten wir dann aber ARTE erweitern und eine übernationalen Sender als erstes einführen, damit ein wenig "europäisches Feeling" kommt...
  8. #487

    Weniger GB

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise verschärft die anti-europäische Stimmung in Großbritannien. Premierminister Cameron zeigt sich offen dafür, die Bürger über das Verhältnis zur EU abstimmen zu lassen. Es gebe "nicht zu wenig Europa, sondern zu viel davon".

    Cameron stellt Briten Abstimmung über Europa in Aussicht - SPIEGEL ONLINE
    Ich hätte auch gerne deutlich weniger Großbritannien in der EU und vor allem deutlich Einmischung in die Eurobelange. Sich nur hinstellen und Forderungen stellen kann jeder. Wenn es darum geht, auch Beiträge zu leisten, sind die Briten die ersten die abtauchen!
  9. #488

    Vielen Dank

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    ich finde großartig, das Herr/Frau Altman persönlich die Not leidenen Länder unterstützt und durch Zahlungen aus dem eigenen Vermögen hilft

    wirklich großartig
    für dieses völlig unverdiente Kompliment. Die Beiträge, zu deren Leistung ich gezwungen werde, helfen leider nicht den Menschen in GR oder E. Sie dienen nur dazu, die Risiken der Anleger abzusichern, die zwar die fünf Prozentpunkte Zinsspread auf z. B. spanische Anleihen gerne einstreichen, aber das inhärente Risiko den Steuerbürgern auflasten.

    Da zahle ich lieber einen Griechenlandsoli, der dafür sorgt, dass die Grichen nicht den Müll aus den Mülleimern nach Nahrungsmitteln durchwühlen müssen. ABER NICHT AN ANGEBLICH SYSTEMRELEVANTE BANKEN.
  10. #489

    Zitat von LustigerLumpi Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht wie die Leute alles nur auf die jetzige Krise beziehen können ohne darüber nur kurz nachzudenken was Europa bedeutet und was wir dem Konstrukt verdanken.
    Ja, was wäre das denn? Man fragt sich, wie Deutschland und Europa die über fünf Jahrzehnte nach dem Krieg ohne den Euro und ohne diesen Pseudostaat namens EUdSSR überleben konnte, und das wirtschaftlich und politisch äußerst erfolgreich. Ausnahmslos allen Ländern Europas, die den Euro nicht eingeführt haben, geht es wirtschaftlich sehr gut. Diese hüten sich, dem Währungsverbund beizutreten. Das mit gutem Grund.

    Für uns Deutsche habe ich seit Einführung des Euros lediglich Lohndumping, die Umwandlung von immer mehr festen Arbeitsplätzen in prekäre Arbeitsstellen und einen sich aufblähenden Niedriglohnsektor feststellen können. Wer das auf der Seite der Bevölkerung als Erfolg bezeichnet, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Deutschland der Zahlmeister für alle andern, Südländer ganze Völker von Verschwendern und die EU so nützlich wie ein Kropf, back to DM, Raus aus der EU!
    Hinsichtlich der Fehlkonstruktion Euro kann es für viele Länder nur so gehen.

    -Vergessen hierbei die Struktur Förderung vielerorts durch die EU
    Wer, so meinen Sie, ist es denn, der diese EU-Fördertöpfe, die so großzügig für den Aufbau Ost verwendet wurden, füllt? Doch wohl in großen Teilen Nettozahler wie Deutschland, konkret der deutsche Steuerzahler, und zwar Ost wie West.

    -Schengener Abkommen, ich bin mir sicher wir wollen wieder Verhältnisse wie vor der Osterweiterung an den Ostgrenzen, täglich Kilometerlange Staus, so eine Passkontrolle und Warenkontrolle dauert halt. Nicht zu vergessen die ganzen schönen Schutzzölle die das Ausland errichtet um sich vor Deutschen Waren zu schützen.
    Niemand hatte etwas gegen Zollfreiheit und Reisefreizügigkeit. Aber der Abbau der Grenzkontrollen und der Verzicht darauf, die eigenen Grenzen zu bewachen, haben uns inzwischen einen Import an Armutsflüchtlingen und Kriminalität sowie eine Verbrechenswelle sondersgleichen gebracht. Hier zeigt sich, daß die Europa-Ideologie inzwischen gegen alle Vernunft gesiegt hat. Wenn nicht schnellstens wieder ein wirksamer Schutz dagegen eingeführt wird, wird die Stimmung der Bevölkerung endgültig kippen.

    Was die minimalen Formalitäten betrifft, an der Grenze seinen Paß vorzuzeigen und seine Währung in die andere zu tauschen, so dürfte das nicht ernsthaft ein Problem darstellen, verglichen mit dem, was wir zur Zeit an negativen Entwicklungen haben.

    -wieder zurück zu den Einzelstaaten, weil so ein wichtiges Land wie GB und Deutschland natürlich ein größeres außenpolitisches Gewicht hat als Europa zusammen, wenn da so ein Deutscher auf den Tisch haut und sagt, schluss mit den Massakern, das hat Hand und Fuss, da hören die Leute drauf.
    Wieso waren militärische Maßnahmen in den 90ern ohne den Euro und ohne EUdSSR möglich? Die Lügengeschichten, die man uns hinsichtlich der völkerrechtswidrigen Bombardierung Serbiens aufgetischt hat, harren noch ihrer historischen Aufarbeitung.

    -Klientelpolitik kommt zurück, ein Europa hat es nicht interssiert wenn in einem Land die Lobby aufheult
    Dieses ganze Europa ist nichts anderes als Klientel- und Lobbypolitik, wo an den lokalen Parlamenten vorbei den Bevölkerungen Dinge aufs Auge gedrückt werden, welche diese sonst niemals zugelassen hätten.


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