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Größte Volkswirtschaften: Brasilien überholt Großbritannien

Brasilien hat Großbritannien als sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt überholt - und nimmt schon Kurs auf den fünften Platz. Finanzminister Guido Mantega rechnet damit, bald auch Frankreich hinter sich zu lassen, danach sei Deutschland im Visier.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...805987,00.html
  1. #10

    De

    Zitat von diefalschefaehrte Beitrag anzeigen
    Die Welt befindet sich im Wandel. Immer, seit vielen, vielen Jahren.

    Irgendwann lautet die Meldung "Europa auf wirtschaftliche Hilfe aus Südamerika und Afrika angewiesen".
    so ist es.Und durch Deutschtümelei und Nationaldenken bei uns und in anderen europäischen Staaten tun wir alles, um das auch noch zu beschleunigen! Anstatt das zu tun, was man in einer solchen Sitution tut: Egoismus zurückschrauben und zusammen die Krise meistern.Insofern gesehen, geschieht es uns und unseren europäischen Partnern recht.
  2. #11

    Lebensstandart ...

    Zitat von jb_78 Beitrag anzeigen
    Man muss nicht den höchsten Lebensstandard haben um Glücklich zu sein. Sehen Sie bitte nach Chile wo die vor dem Islam geflüchteten Araber aus Nahost sich friedlich, bescheiden, freundlich in das Land mit den einheimischen Menschen integriert haben.
    Kein zwang zur Eroberung - keine Gewalt - einfach nur Menschlichkeit (nach leidvollen Erfahrungen).
    Mit über 192 Millionen Einwohnern ist Brasilien nun wirtschaftlich an GB vorbeigeschlichen. Die Armut ist endemisch, der Wohlstandes so ungerecht verteilt wie kaum in einem anderen Land in der Welt. Nach dem letzten Census, in diesem Jahr veröffentlicht, sollen angeblich lediglich 6% der Bevölkerung in Favelas leben. Wer das Land kennt, schüttelt nur ungläubig den Kopf. 30% bis 40% der Menschen leben unter der Armutsgrenze. Alleine in Rio de Janeiro leben ca. 2 Millionen in Tausend Favelas, in der Rocinha (südlicher Rand Rios) sind es ca. 150 bis 200 Tausend. In der Grande São Paulo, mit ca. 17 Millionen Einwohner, leben ca. 3-4 Millionen Einwohner in Favelas.

    Der Lebensstandart auch in Rio de Janeiro für die untere Mittelklasse mit einem Einkommen um die 3500,- REAL ist beschissen. Unter 1500,- REAL bekommt man keine vernünftige Wohnung, wenn überhaupt. Die Lebenshaltungskosten sind höher als z.B. in Berlin, für mich ist die Enge unerträglich, Rio de Janeiro ist ein Albtraum, für meine Tochter ist es DIE Stadt.

    Die Landflucht in Brasilien hält weiter an, kein Wunder wenn man den Unterschied in den Lebensverhältnissen kennt. Auf dem Land gibt es so gut wie keine Verdienstmöglichkeiten, in vielen Fällen ist nicht mal Subsistenzwirtschaft möglich. Infrastruktur so gut wie nicht vorhanden, anstatt die ländliche Wirtschaft zu unterstützen, wird die Agrarindustrie mit riesigen Subventionen gepäppelt, die Fleischwirtschaft, die Zuckerindustrie und neuerdings die Sojaindustrie.

    Brasilien ist heute ein Riese auf tönernen Füssen, der durch wuchernde Korruption und überbordende Gewalt, speziell im Nord-Osten und im Norden, gesellschaftlich-moralisch sehr krank ist.
  3. #12

    Zitat von jb_78 Beitrag anzeigen
    Herzlichen Glückwunsch Brasilia!!!

    Die materielle Basis schaffen um auch einen bescheidenen Wohlstand und Bildung für alle Einwohner Brasiliens zu ermöglichen.

    Deutschland (auch Europa) geht den umgekehrten Weg, - Bildung, Forschung, Aufklärung, Freiheit, Musik, Lebensfreude verbieten, dafür alle Freiheiten und Möglichkeiten für den mittelalterlichen, menschenverachtenden Islammob.
    Glauben sie wirklich, das dort die Bildungsangebote fuer die unteren Schichten je den Level erreichen werden, von dem jetzt in den Industrielaendern wieder runtergeschraubt wird?
    Die entwicklungs/Schwellenlaender konnten jahrzehntelang beobachten, das viel Bildung viele Probleme fuer die 'Eliten' bedeutet.
    Statt Bildung gebt ihnen Kredite, um ihren (das der Eliten) Wohlstand zu vermehren, und sie (die unteren Schichten) in die Abhaengigkeiten zu bringen, die fuer das System notwendig sind.
    Auch unsere Kanzlerine versucht doch, Bildung soweit wie moeglich runterzufahren, und nicht mehr kostenlos jedem anzubieten.
    Wuerde sich leichter regieren lassen, nach dem alten Motto "Brot und Spiele ist genug"
  4. #13

    Zitat von jb_78 Beitrag anzeigen
    Man muss nicht den höchsten Lebensstandard haben um Glücklich zu sein.
    Richtig, aber im Artikel ging es ja um die größe der Volkswirtschaft, nicht um das Lebensglück. Und wenn so ein halbes Entwicklungsland wie Brasilien da an Großbritannien vorbeizieht, verwundert das schon. Oder um die britische Wirtschaft steht es weitaus schlechter als gedacht.
  5. #14

    wer zieht an EU vorbei?

    Zitat von Kaygeebee Beitrag anzeigen
    ...Ich denke dass wir in Zukunft damit leben müssen dass immer mehr Schwellenländer an Europa vorbeiziehen. Brasilien tut es gerade, Indien holt mächtig auf, die Türkei wächst und China ist längst ein Global Player.
    wer zieht an EU vorbei? Von mir aus kann gerne die ganze Welt an mir vorbeiziehen, ich lebe selbstbestimmt in Freiheit und Wohlstand und das gönne ich allen anderen auch.

    Der Vergleich der reinen "Wirtschaftskraft" ist dumm. Nicht derjenige, der die meisten Plastikeimer und Handy-Apps raushaut ist wirtschaftlich vorne, sondern folgendes muss ebenfalls stimmen:

    Umweltschutz
    Sozialer Friede
    Rechtssicherheit
    Resourcenschonung
    Bildung
    etc

    Was nutzen chinesische Verhältnisse?
  6. #15

    falscher Bezugspunkt

    Zitat von diefalschefaehrte Beitrag anzeigen
    Die Welt befindet sich im Wandel. Immer, seit vielen, vielen Jahren.

    Irgendwann lautet die Meldung "Europa auf wirtschaftliche Hilfe aus Südamerika und Afrika angewiesen".
    Die eigentlich relevante Größe ist das Jahreseinkommen und der Wohlstand pro Kopf, nicht pro Land. Denn es ist völlig normal, daß die Länder, die im Prokopfeinkommen weiter hinten liegen, bei gleicher Anstrengung aufholen, da sie dafür lediglich die Technologie der Länder kopieren müssen, die weiter vorne liegen. Die Länder, die weiter vorne liegen, können hingegen lediglich durch Neuentwicklungen und neue Erfindungen vorankommen, was wesentlich aufwendiger und mühseliger ist.

    Daß Länder, die weiter hinten liegen, somit aufholen, liegt an dieser Sachlage und nicht daran, daß diese Länder zwingend eine "bessere" Mentalität hätten. Und bis heute ist es Europa, das was wirtschaftliche und medizinische Versorgung der Durchschnittsbevölkerung betrifft, weltweit Maßstäbe setzt und Vorbild für andere ist. Ob die Schwellenländer auch in der Lage sein werden, in der Prokopfversorgung an Europa vorbeizuziegen, und somit weniger durch Kopieren, sondern mehr durch eigene Innovationen die eigene Entwicklung voranzubringen, werden sie zu gegebener Zeit zeigen müssen.
  7. #16

    d'accord

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Die eigentlich relevante Größe ist das Jahreseinkommen und der Wohlstand pro Kopf, nicht pro Land. Denn es ist völlig normal, daß die Länder, die im Prokopfeinkommen weiter hinten liegen, bei gleicher Anstrengung aufholen, da sie dafür lediglich die Technologie der Länder kopieren müssen, die weiter vorne liegen. Die Länder, die weiter vorne liegen, können hingegen lediglich durch Neuentwicklungen und neue Erfindungen vorankommen, was wesentlich aufwendiger und mühseliger ist.

    Daß Länder, die weiter hinten liegen, somit aufholen, liegt an dieser Sachlage und nicht daran, daß diese Länder zwingend eine "bessere" Mentalität hätten. Und bis heute ist es Europa, das was wirtschaftliche und medizinische Versorgung der Durchschnittsbevölkerung betrifft, weltweit Maßstäbe setzt und Vorbild für andere ist. Ob die Schwellenländer auch in der Lage sein werden, in der Prokopfversorgung an Europa vorbeizuziegen, und somit weniger durch Kopieren, sondern mehr durch eigene Innovationen die eigene Entwicklung voranzubringen, werden sie zu gegebener Zeit zeigen müssen.
    und es wird noch Generationen lang dauern bis die Schwellenländer auf unserem Level sind. Und wenn wir nicht dafür sorgen, dass sich diese Völker aus welchem Grund auch immer wieder mal ins kollektive Unglück stürzen wird es noch länger dauern.
  8. #17

    Giovanni scho weiß ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Brasilien hat Großbritannien als sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt überholt - und nimmt schon Kurs auf den fünften Platz. Finanzminister Guido Mantega rechnet damit, bald auch Frankreich hinter sich zu lassen, danach sei Deutschland im Visier.

    Größte Volkswirtschaften: Brasilien überholt Großbritannien - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    ..., wie es geht, dass Dritte Welt und Schwellenländer unterdrückt bleiben und weiterhin unseren Wohlstand mehren.

    Nur, wer will eigentlich noch rein quantitatives, wenig nachhaltiges, materielles Wachstum?

    Tja, anscheinend der gesamte Planet, bis ... he got bust!.
  9. #18

    Ein Schwätzer, sonst nichts

    ist dieser Herr. 2011 sagte er ein BIP für 2012 bei über 6 % voraus, geblieben sind kaum 2. Brasilien kämpft mit einer hohen Inflation, alles vernichtende Bürokratie, total ruiniertes Gesundheitswesen, marode und total veraltete Energieversorgung, Infratruktur 30 Jahre hinter der Realität etc. etc. Nicht dass wir nicht besser werden müssen aber von solchen selbstherrlichen Aussagen von Leuten, die im eigenen Land nichts investieren und die Armut aufrecht erhalten muss man sich nicht fürchten geschweige sollte man das überbewerten. Nicht umsonst wurde der Herr Mantega mehrfach bereits in britischen Magazinen als Komiker von Rouseff betitelt,, der alles schönredet.


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