Manche Sachen sind schon ganz vernünftig, die hier diskutiert werden (siehe z.B. meine Antwort auf frank_grimes vom 28.1.).
Mit Vergleichen, insbesondere Ruhrgebiet und so, sollte man aber sehr vorsichtig umgehen. Eher angesagt wären Vergleiche mit solchen "Megapolis" wie Mumbai, Kalkutta, Mexico City, Jakarta usw. Und da möchte ich von den entsprechenden Abstandswahrern mal gerne wissen, wo sie lieber leben möchten...
Natürlich lässt es sich jemütlicha in Berlin, Wien, Durban oder Amsterdam leben, und ich persönlich würde das auch vorziehen. Aber hier geht es doch um die Menschen, die in dem Gebiet bereits leben und arbeiten und für die eine zumindest versuchte stadtplanerische Zukunft geschaffen werden soll. Und möglichst eine ohne Slums, Verkehrskollaps und Umweltdesaster und da denke ich ist man in China nicht so weit hintendran, wie das manche hier im Forum glauben oder glauben machen wollen.
Und last but not least, ist das Problem der Verstädterung ein weltweites, auf das noch kein Staat der Erde eine adäquate Antwort gefunden hat. Der Bezug zur Umwelt geht mehr und mehr verloren, übrig bleibt eine aufgesetzt wirkende Liebe zur Natur. Auch für uns (in D., in den OECD-Ländern) gilt, solange genug Geld da ist, lassen sich die schlimmeren sozialen Mißstände verhindern und man kann im Urlaub in die "heile Natur" flüchten, oft genug auch in ärmeren Staaten dieser Erde. Das finde ich doppelzüngig, sich darin einzulullen oder einlullen zu lassen und zu glauben, damit wären die Probleme gelöst. Eine wahre Perspektive - Stichwort Nachhaltigkeit - sieht anders aus.
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