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Griechischer Staatspräsident: "Herr Schäuble beleidigt mein Land"
DPAEuropa verliert die Geduld mit Athen - und griechische Politiker reagieren immer empfindlicher. Nun hat Staatspräsident Papoulias seinem Frust öffentlich Luft gemacht. Ziel seiner Attacke: der deutsche Finanzminister.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...815582,00.html
- #510 16.02.2012 10:51 von
Ganz Ehrlich
Der Griechische Staat sollte sich an die eigene Nase packen. Wer 1/3 aller Menschen als Staatsangestellte hat und es dann nicht einmal hinbekommt Steuern einzutreiben, der soll sich nicht so aufregen wenn man ihm klar macht das das mit Fremdgeld nicht mehr zu tragen ist. Sicher, der kleine Mann in Griechenland tut mir wirklich Leid, deswegen sollte man dort auch anders Hilfe leisten, oder es zumindest anbieten, aber wenn der griechische Staat nicht einsieht das er Schei... gebaut hat, dann soll er doch pleite gehen.
Portugal und Irland hingegen sind ein anderes Thema, da gab es aber auch keine Steuerhinterziehung mit der Potenz hoch zehn, sondern eine böse Immobilienkrise. Da können wir ruhig mal den Ball flach halten und der dortigen Regierung vertrauen. Auch dem neuen Staatschef in Italien sollte man vertrauen entgegenbringen.
Die Antideutsche Haltung kann ich durchaus verstehen, auch wenn wir momentan den Sündenbock spielen, das ja nicht das erste Mal. Am besten wäre es wirklich man würde das gesamte Europäische Finanzkonzept ändern, nur dann beschreien die Schuldensünder wieder ihre Soveränität... - #511 16.02.2012 10:51 von
- #512 16.02.2012 10:51 von
1. Die Griechen versuchen sehr wohl ihre Steuern einzutreiben, grade die größten Steuersündern werden nun mit Hochdruck gejagt.
2. Wie kommen sie denn bitte darauf, das in Deutschland 10% der Menschen 90% des Vermögens besitzen würden? Diese Gruppe besitzt etwa 60% des Gesamtvermögens. Zugegeben immer noch sehr viel, aber kein Grund griechische Verhältnisse zu vermuten.
Ungleiche Vermögensverteilung - Hintergrund aktuell (22.01.2009)
Deutschland hat bekannterweise durch seine Exportorientierung ein wesentliches Interesse an einer funktionierenden europäischen Binnenwirtschaft, genauso wie die Griechen sehr gerne im Wohlstand der Eurozone gelebt haben und die anderen Europäischen Staaten Deutschland und auch weiter leben wollen.Wenn nun wirklich der Schuldenschnitt, auch, und das ist wesentlich,bei der Verschuldung Griechenlands gegenüber der Privatwirtschaft kommt, kann eine ungeordnete Insolvenz noch verhindert werden.
Das es im Verlauf einer Neuordnung der Staatsfinanzen zu sozialen Ungerechtigkeiten und Unruhen kommt, war abzusehen und ist zum Teil auch nicht zu verhindern. Wer lässt sich schon gerne etwas wegnehmen, ohne dafür etwas ersichtliches zu bekommen?
Das griechische Politer nun zunehmend überfordert sind und deshalb ihre "Retter" angreifen ist ebenso logisch nachvollziehbar.
Die Menschen im eigenen Land demonstrieren um möglichst viel von ihrem Lebensstand aufrecht erhalten zu können, ja mittlerweile sogar um nicht zu verarmen,und die Politiker nicht nur weiterhin auf ihre Wählerstimmen angewiesen.
Auf ihnen lastet die Verantwortung, die völlig kaputten Staatsfinanzen zu sanieren; gleichzeitung hart zu sparen und die Wirtschaft irgendwie am laufen zu halten.
Diese Mammutaufgabe belastet und geht auf die Nerven,da giftet man auch schon mal gegen den Geldgebern, der zugleich ja auch massive Sparverordnungen vorgibt.
Papoulias ist ein Veteran des zweiten Weltkriegs und hat dementsprechend Nationalstolz und sieht eine Führungsrolle Deutschlands in Europa entsprechend kritisch.
Schäuble hingegen sieht seine Pläne für den griechischen Sparkurs mit einer vornehmlich stark konservativen oder auch sehr linken Regierung gefährdet und mahnt deshalb die Wichtigkeit des Programms an. Denn er weiß genau, das eine Verschiebung der politischen Verhältnisse nach rechts einer Ablehnung jeglicher "bevormundender Maßnahmen" aus Europa zur Folge haben würde. - #513 16.02.2012 10:51 von
- #514 16.02.2012 10:52 von mixolydisch
Dieser schon krankhafte griechische Nationalstolz geht mir so richtig auf den Keks.
Oder frei nach dem Krokodil-Modell, das besagt: Immer das Maul weit aufreißen, auch wenn einem das Wasser schon bis zur Unterlippe steht.
Wer Herr Schäuble ist, lieber Herr Papoulias? Der Finanzminister einer der größten Wirtschaftnationen. Hat Griechenland überhaupt einen Finanzminister - und wozu wurde der gebraucht?! - #515 16.02.2012 10:52 von
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Korrekt, zunächst müssten die Griechen mal die Steuerflucht- und Hinterziehung in den Griff kriegen (das müßten wir selbst allerdings auch). Dann könnte man ja auch mal die großen Vermögen zur Finanzierung des Staatswesens heranziehen. Das wird aber garantiert nicht passieren. Politisch nicht durchsetzbar weil genau die nämlich die Macht haben. Also kriegen die Griechen - um bei ihrem Vergleich zu bleiben - nicht nur das Auto das sie auf Pump gekauft haben und dessen Raten sie nicht mehr bedienen weg genommen sondern auch noch alles andere.
Privatisierung heisst das Stichwort. Im Prinzip heisst das nichts anderes, als das die öffentliche Hand Eigentum verkauft und private Unternehmen damit Gewinne machen. Steuern zahlen die dann allerdings nicht. Droht der Staat mit Steuer drohen die Unternehmer mit Entlassungen und schon hat sich das Thema erledigt. Mit dem Verkaufserlös werden Schulden bedient und Haushaltslöcher gestopft und das Geld ist weg. Genau das soll ja jetzt in großem Maßstab in Griechenland passieren. Bei uns ist das ja schon zu einem großen Teil passiert mit dem Erfolg das die ach so effizienten Privaten gerade auf dem Strommarkt so lange um höhere Gewinne gezockt haben, das uns kürzlich beinah die Lichter ausgegangen wären (siehe aktueller Beitrag hier auf SPON). - #516 16.02.2012 10:52 von
Beleidigung?
Schaeuble beleidigt Griechenland? Ich denke, wohl eher beleidigt Griechenland ganz Europa!!! Und zwar schon seid Jahrzehnten. Zumindest aber, seit Einfuehrung des Euro.
Und ein Staatspraesident, der sooo grosszuegig auf sein Gehalt verzichtet, hat seine Schaefchen schon vorher ins Trockene gebracht. Ganz sicher!
Griechenland gehoert raus aus dem Euro und raus aus Europa. Sofort. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Und warum sollten mehrheitlich die Deutschen fuer die korrupte griechische Schattenwirtschaft bezahlen. - #517 16.02.2012 10:52 von
Aber doch
Sie scheinen sich öfters bei Springermedien herumzutreiben. So viel Klischees auf einmal gibts eigentlich nur bei BILDlesern.
Und die Weltkriegskeuele zieht doch noch, denn sie ist richtig! Man sollte unsere Schuld (der Generationen) an den Völkermorden noch in 100 Jahren vorwerfen, am besten jeden Tag!
Die Deutschen haben genug Geld und haben die letzten Jahrzehnte in Saus und Braus gelebt, gemessen an anderen Völkern. Jetzt sind mal andere dran. Darum ist die EU ja da.
Der Durchschnittsdeutsche hat eh zu viel Übergewicht und kauft sich meist unnützes Zeug. Also sollten ruhig mal die anderen profitieren und an unserem Wohlstand teilhaben. Am besten durch einen Eurosoli. So ungefähr 15% vom Monatsgehalt jedes Deutschen, als Ausgleich für Mord, Quälerei, Deportation und neuerdings für die neudeutsche Wirtschaftsunterdrückung, das Leben und produzieren auf Kosten unserer europäischen Nachbarn. Das wäre gerecht. Hoffentlich kommt bald jemand im EU-Parlament auf diese Idee.
- #518 16.02.2012 10:53 von
- #519 16.02.2012 10:55 von
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