Griechischer Olivenbauer in der Krise: Ausgepresst

Nationales Kulturgut, wichtigste Exportware -*und Symbol für den Niedergang der Wirtschaft:*Griechische Oliven gibt es inzwischen zu Schleuderpreisen, unzählige*Landwirte fürchten um ihre Existenzen. Besuch bei einem Bauern, der fast alles verloren hat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...771001,00.html
  1. #1

    Griechische und andere südeuropäische Olivenanbauer

    haben doch schon seit jeher zu hohe Ertragsmengen zur Förderung aus Brüssel angemeldet, so auch beim Wein, man ließ alles gnädig und stillschweigend durchgehen, die doofen DFeutschen zahlten ja den Löwenanteil für diese "großartige europäische Friedensidee ..." ...
  2. #2

    Jamas

    Im Jammern sind wir nun Weltmeister und übertreffen die Deutschen.

    Ich bezahle nun für einen Liter griechisches Olivenöl 7,50 € statt 3,50 € vor 4 Jahren.

    Was sollen diese tränengetränkte Stories? Den griechischen Olivenbauern geht es finanziell so gut wie nie in ihrem Leben. Wer kann sich noch an das Leben griechischer Bauern 1990 erinnert? Eine zusammengenagelte Hütte, ein paar Ziegen, gekocht wurde im Garten und keiner hat gejammert, alle hatten frohe Gesichter und am Sonnabend ging´s zum Tanze. Aber wie es da abging.
  3. #3

    Gewinnen tun alle

    Zitat von Wako Beitrag anzeigen
    haben doch schon seit jeher zu hohe Ertragsmengen zur Förderung aus Brüssel angemeldet, so auch beim Wein, man ließ alles gnädig und stillschweigend durchgehen, die doofen DFeutschen zahlten ja den Löwenanteil für diese "großartige europäische Friedensidee ..." ...
    Wo liegt das Problem? Olivenplantagen sind genügsam und langfristig und äusserst hübsch - wesentlich besser als Raps, Soja etc. Das Produkt ist gesund. Klar machen sich die Bauern im Sonnengürtel gegenseitig konkurrenz. Olivenoel muss aber in Konkurrenz zu subventioniertem Raps etc. treten - Pflanzen die nur mit massiver chemischer Unterstützung über die Runden kommen.. Also Subvention bei dem einen rauf und bei dem anderen runter und Monsanto macht auch keinen Schnitt...

    PS.Seit letztem Jahr kann auch nördlich der Alpen Oliven geerntet werden.
  4. #4

    Reisen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nationales Kulturgut, wichtigste Exportware -*und Symbol für den Niedergang der Wirtschaft:*Griechische Oliven gibt es inzwischen zu Schleuderpreisen, unzählige*Landwirte fürchten um ihre Existenzen. Besuch bei einem Bauern, der fast alles verloren hat.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...771001,00.html
    Der Bauer will verreisen.
    Reisen können bald nur noch die Zins-Gewinnler.
    Warum muss zu dieser Horde ( der Zinsgewinnler und Privat-Kapitalisten) immer die Kirche dazu gehören ?
  5. #5

    Preis von Olivenöl

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nationales Kulturgut, wichtigste Exportware -*und Symbol für den Niedergang der Wirtschaft:*Griechische Oliven gibt es inzwischen zu Schleuderpreisen, unzählige*Landwirte fürchten um ihre Existenzen. Besuch bei einem Bauern, der fast alles verloren hat.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...771001,00.html
    Mir fällt dabei ein, dass man für einen Liter Olivenöl Extra Vergine etwa 10 kg Oliven benötigt. Wenn der Olivenbauer aber schon 2 Euro pro kg erhält (und davon noch nicht mal mehr in Griechenland überleben kann), wie kann dann bei Aldi in Deutschland der Liter Olivenöl für 4 Euro pro Liter angeboten werden?

    Da kann was nicht stimmen ...
  6. #6

    Jammerstory

    Diese Jammerstories gehen mir auf die Nerven. Erst wird darüber gejammert, dass in Griechenland bei der Zählung der subventionierten Olivenhaine - sagen wir einmal sehr vorsichtig - äußerst großzügig aufgerundet wurde, und jetzt lesen wir von dem armen ausgepressten Bauern.

    Das ist jetzt nichts "griechenlandspezifisches", sondern nervt mich allgemein. Während der Finanzkrise sind beispielsweise die Milchpreise eingeknickt, und Milchprodukte wurden sehr stark im Preis in den Märkten gesenkt. Über was berichtete die Presse? Sie jammerte über die armen Bauern, die bei diesen Preisen nicht leben könnten. Jetzt haben die Preise für Milchprodukte deutlich angezogen. Über was berichtet die Presse jetzt? Sie jammert über die hohen Teuerungsraten.

    Bitte liebe SPON-Reaktion: Jammert nicht nur und verschont mich mit solchen anschaulichen und rührseligen Beispielgeschichtchen.
  7. #7

    .

    Eigentlich könnte der Olivenbauer auch selbst in der Stadt auf dem Markt seine Oliven für 7 Euro/kg verkaufen. Da bekäme er mehr als vom Zwischenhändler, und er wäre immer noch billiger als der Supermarkt. Und nach 5 kg hat er schon die Mautbegühr wieder draußen.
  8. #8

    ...

    Ich habe jetzt schon soviele Berichte und Reportagen über "arme" Griechen gelesen und gesehen. Sieht man in ihre Bücher oder fragt sie nach Profit, macht kein einziger von denen Gewinn - alle machen Verlust und leben von Rücklagen (und beschäftigen dabei noch einen Haufen Angestellte).

    Schon komisch was da abläuft...
  9. #9

    Warum muss der seine Oliven über die Autobahn karren?

    Es zwingt den Mann doch keiner, seine Oliven über die Autobahn zu karren? Fährt der mit dem Traktor über die Autobahn?

    Und nach Athen käm' er von Stylida auch ohne 5 Mautstellen, er bräucht halt etwas länger. Ich schaff es auch immer nach Südfrankreich ohne den Franzosen Maut zu zahlen...