Griechischer Militärhaushalt: Im Gleichschritt in den Bankrott

Getty ImagesGriechenland steht vor dem Austritt aus der Eurozone. Die Troika prüft gerade die Sparmaßnahmen des Landes. Beim Militär wäre noch viel Spielraum für Kürzungen. Doch die Politik in Athen wagt sich nicht an das wahre Problem heran: Viel zu viele Soldaten auf viel zu vielen Stützpunkten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...846101,00.html
  1. #1

    Perversion ohne Grenzen

    Schon längst hätte Deutschland auf eine friedliche Lösung zwischen Griechenland und dem EU-Bewerber Türkei drängen müssen, denn nur deren Abwehr gilt die Rüstung Griechenlands. Der Erhaltung des Absatzmarktes der deutschen Rüstungsindustrie gilt jedoch das Bestreben der Bundesregierung, selbst wenn sie die Rechnungen letztendlich selber zahlen muss. Perversion kennt in der Politik keine Grenzen.
  2. #2

    Zahlungen einstellen, sofort!

    Es kann doch nicht wahr sein: Versorgungsmentalität ist das, auf unsere Kosten. Aufgeblähter Militärhaushalt, aufgeblähter Beamtenstaat - ineffizient, korrupt, unfähig. Natürlich müssen aktuell bestehende Verträge storniert werden - wenn einem Kunden die Pleite droht, dann liefert man auch nicht mehr. Glasklar eigentlich, oder? Und die verbliebenen Militärfahrzeuge (von denen das meiste zu verscherbeln wäre), sollten auf Olivenöl umgestellt werden.
  3. #3

    Snakesnif

    Zu diesem Thema habe ich auf meinem Blog etwas geschrieben: eutopia-Blog.blogspot.com Griechenlands Militärausgaben sind zweifellos ein Skandal, aber nicht nur im Angesicht der Krise, sondern im Allgemeinen. Sie sind höher als die Ausgaben für Bildung! Aber in ganz Europa wird fleißig ausgerüstet, in einem Kontinent der fast komplett durch Allianzen verbündet ist, ist der beste Garant für Sicherheit die Abrüstung sowohl die Supranationalisierung der Verteidigungspolitik.
  4. #4

    Die bösen Nachbarn

    Zuerst einmal hat die NATO beschlossen, dass jedes Mitgliedsland ca.2% seines BIP für Verteidigung aufwendet, soch deshalb kann man Griechenland nicht kritisieren. 'Schmarotzer' wie Dtl. schon eher.


    Aus Spaß an der Freude gibt kein Land viel Geld fürs Militär aus, sondern aus schlichter Notwendigkeit. Griechenland ist da keine Ausnahme, hauptsächlich wegen seines netten Nachbarn Türkei, der

    -halb Zypern besetzt hält und kolonisiert
    -mit Krieg droht, sollte Griechenland seine Hoheitsgewässer so weit ausdehnen, wie es das Seerechtsübereinkommen von 1982 erlaubt und wie die Türkei sie im Schwarzen Meer ausgedehnt hat


    Ach ja, dieses friedliche und stabile Syrien ist auch nicht allzuweit von Griechenland entfernt.
  5. #5

    Im Artikel wird vergessen zu erwähnen, dass innerhalb der NATO ein Konsens hergestellt wurde, wonach sich die Mitgliedsstaaten verpflichten, 2% des BIP in die Verteidigung zu stecken. Sehr zum Ärger der U.S.A. halten die Europäer diese Zusicherung kaum ein.
    Hinzu kommt, dass gerade die Bundesrepublik, die besonders aus der Reihe tanzt, immer auf die griechischen Ausgaben verweist.
  6. #6

    Ich hätte eine Frage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland steht vor dem Austritt aus der Eurozone. Die Troika prüft gerade die Sparmaßnahmen des Landes. Beim Militär wäre noch viel Spielraum für Kürzungen. Doch die Politik in Athen wagt sich nicht an das wahre Problem heran: Viel zu viele Soldaten auf viel zu vielen Stützpunkten.

    Euro-Krise: Warum Griechenlands Militär so teuer ist - SPIEGEL ONLINE
    Wird unsere Rüstungsindustrie leiden, wenn GR keine Waffen mehr kauft?
  7. #7

    Beide NATO - und?

    SPON: "Griechenland begründet seinen hohen Verteidigungshaushalt mit der Absicherung gegen den Erzfeind Türkei - dabei sind beide Länder Nato-Mitglieder."

    Daß beide Natomitglieder sind, hilft im Ernstfall nicht viel. Das beste Beispiel ist Zypern. Obwohl beide Natomitglieder sind, gibt es auf Zypern bei der Wiedervereinigung nur Fortschritte im Schneckentempo. Im Übrigen: Die beste Chance zur Wiedervereinigung, der Annan-Plan vor knapp 10 Jahren, scheiterte an der Ablehnung von griechischer Seite. Man scheint auf griechischer Seite kein allzu großes Interesse zu haben, dieses letzte Kriegsbeil der ehemaligen Feindschaft zu begraben. Deshalb kann ich es nicht Ernst nehmen, wenn Griechenland immer die "böse Türkei" als Grund für seine Hochrüstung angibt. Da müssten sich England, Frankreich, Polen und Deutschland ebenfalls bis an die Zähne bewaffnen - mit Hinweis auf den 2. Weltkrieg. Und der liegt zeitlich näher als der Griechisch-Türkische Krieg.
  8. #8

    Zitat von wschwarz Beitrag anzeigen
    Wird unsere Rüstungsindustrie leiden, wenn GR keine Waffen mehr kauft?
    Ja, U-Boote kamnen z.B. aus Deutschland und haben hier Arbeitsplätze gesichert. Aber es geht doch nicht nur um die Rüstungsindustrie - wir subventionieren die Griechen und Spanier doch nicht aus Spaß oder Mitgefühl, sondern um unsere eigene Wirtschaft zu stützen.
  9. #9

    Zitat von Gluehweintrinker Beitrag anzeigen
    Es kann doch nicht wahr sein: Versorgungsmentalität ist das, auf unsere Kosten. Aufgeblähter Militärhaushalt, aufgeblähter Beamtenstaat - ineffizient, korrupt, unfähig. Natürlich müssen aktuell bestehende Verträge storniert werden - wenn einem Kunden die Pleite droht, dann liefert man auch nicht mehr. Glasklar eigentlich, oder? Und die verbliebenen Militärfahrzeuge (von denen das meiste zu verscherbeln wäre), sollten auf Olivenöl umgestellt werden.
    Es ist doch nicht Griechenland was die Stornierung verhindert - diese Person sitzt im dt. Kanzleramt - und in den Banken und der dt. Rüstungsindustrie!
    Diese "verdienen" jedes jahr Mrd. daran das Griechenland und die Türkei da gegenseitig von D. aus hochgerüstet werden - das überflüssige Panzer eben nicht nach Saudi-Arabien verscherbelt werden, sondern nur über dt. Ausrüster dorthin kommen!

    26% des dt. Rüstungsexportes werden direkt vom Kanzeramt an diese zwei Staaten jedes Jahr verscherbelt .. oder anders , jeder 4 Arbeitsplatz dort wäre sofort futsch wenn Deutschland aufhören würde Kriegstreiberei über Waffenexporte zu betreiben!