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Griechischer Anleihetausch: Trojanisches Pferd von der Bank
APLass' uns feilschen: Die klamme griechische Regierung hat Anleihebesitzern ein Umtauschangebot gemacht. Auch Tom König bekommt diese Offerte von seiner Bank zugestellt - und fühlt sich prompt über den Tisch gezogen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...819252,00.html
- #70 06.03.2012 16:45 von
wieso?
wieso eigentlich zu hohe griechische löhne?
welche löhne? in der verwaltung oder in der wirtschaft?
in griechenland sehen wir zwar keine große wirtschaftliche kraft, aber die unternehmen, die es gibt, arbeiten wie überall unter rentabilitätsaspekten, deren löhne bemessen sich am betriebsergebnis. wer will sich dahinstellen und behaupten, deren löhne sind zu hoch?
möglicherweise derselbe, der griechische anleihen mit 10%verzinsung bei totalverlustrisiko kauft,statt aktien griechischer unternehmen(die ihren leuten löhne zahlen), welche von ihrem betriebsergebnis auch locker 10% ausschütten, dividende, ohne totalverlustrisiko.
gut, der eine macht eben dies und der andere eben jenes. der andere war mal finanzjournalist und glaubte ahnung zu haben. jetzt hat er totalverlust. wenn juckt´s?
vogtländer - #71 06.03.2012 16:49 von
- #72 06.03.2012 16:56 von
- #73 06.03.2012 17:11 von
eben
genau darauf wollte ich verweisen.
der hinweis bezog sich explizit auf griechische unternehmen, welche gewinne erwirtschaften( von denen sie löhne zahlen können wie sie wollen - im übrigen ist eine der forderungen, die letztens die griechen erfüllen mußten, die mindestlöhne um 20% zu senken - wieso das denn?
sicher wird im verwaltungsapparat nirgendwo mindestlohn bezahlt, bezieht sich also auf die wirtschaft - bei dividendenrenditen von 10 und mehr % - unglaublich!)
egal, hier wollte einer unbedingt mit anleihen, die niemand mit spitzen fingern anfassen wollte, ein großes rad drehen - pech gehabt, dasselbe rad hätte er in aller ruhe mit griechischen dividendenpapieren drehen können, völlig relaxed. ich weiß nicht, wenn ich von nichts eine ahnung habe, muß ich darüber auch noch artikel verfassen?
vogtländer - #74 06.03.2012 17:45 von
Ist das nicht schön!?
Der Kommentator hat seinen Humor nicht verloren.
Die Deutsche Bank nicht, die Commerzbank nicht und die Bundesregierung schon garnicht.
Bin ich der einzige, der das alles zum Heulen findet?
Ich bin nicht investiert, darf aber trotzdem bürgen. Wer ja auch noch schöner, wenn da jeder einfach aus der bundesrepublikanischen Volkshaftung für Griechenland austreten könnte, dessen Mitgliedschaft ihm gegen seinen Willen aufgedrängt wurde.
Es sollte eigentlich etwas kuscheliges haben, Mitglied einer großen Bürgschaftsgemeinschaft zu sein.
Aber wenn ich mich so umsehe, schauen alle eher ein wenig ratlos drein, denn amüsiert.
Wenn ich wenigstens aus eigener Gier und Dummheit diesen Mist gekauft hätte, könnte ich mich wenigstens über mich selbst ärgern, aber so?
Bleibt mir bloß stillhalten und hier im SPON schimpfen.
Wenn das auch niemanden von den Verantwortlichen interessiert, so werde ich doch wenigstens meinen Groll los und weiß mich im Rahmen tapferer Mitstreiter gegen diese sinnlose Geldvernichtung!
;o) - #75 06.03.2012 17:47 von
Wo denn?
Kann ich nicht erkennen. Ich lebe seit etwa 10 Jahren in Athen und kann nicht erkennen, dass der allgemeine Lebensstandard während der Zeit besonders stark gestiegen ist. Von dieser immer wieder erwähnten Party habe ich nichts mitgekriegt. Den meisten Leuten, die ich hier kenne oder beobachte, ging es auch vor 2008 nicht besonders großartig. Dass der Lebensstandard seitdem steil gesunken ist, braucht man wohl niemandem zu sagen.
Und das mit dem netten Onkel ist auch nicht so leicht. Bis Ende 2011 hat Deutschland immerhin 280 Millionen Euro als Zinsen aus Griechenland erhalten. Aber wenn man die Metapher trotzdem benutzt, sollte man doch fragen, was das für ein Onkel ist, der seine Neffen und Nichten erst mit Sprit vollschüttet, dann klagt, dass sie zu Alkoholikern geworden sind, und dann noch versucht, sie entmündigen zu lassen. - #76 06.03.2012 18:08 von
- #77 06.03.2012 18:26 von
Blickwinkel
Da wir uns seit dreieinhalb Jahren im Post-Lehmann-Wirtschaftscrash befinden, Griechenland wegen seiner nicht durch Wirtschaftskraft gedeckten Überschuldung ganz vorne mit dabei, hatte das Land in den Jahren Ihres Beobachtungszeitraums davor ja jede Menge kreditfinanzierte Steigerungsmöglichkeiten, die jetzt 'nur' wieder weg sind.
Oder anders ausgedrückt: von vor ungefähr 10 Jahren an im EUR-Rausch auf Pump ein schönes Leben geführt, seit dreieinhalb Jahren den Absturz zelebriert ("die Rechnung dafür bezahlt" wäre den Tatsachen etwas unangemessen, denn schließlich kann .gr ja schon lange nichts mehr aus eigener Tasche/Kraft bezahlen) und jetzt ist der Lebensstandard eben wieder da, wo er vor vielen Jahren mal war. Geblieben sind nur die Schulden, da der Standard nie durch eigene Leistungen gedeckt war. Und ebenfalls geblieben ist Ihre Sicht der Dinge, dass Sie in den 10 Jahren Ihrer Anwesenheit keine Steigerung feststellen konnten. Klar, wenn man eine doppelte Punktbetrachtung damals-heute durchführt, ist wirklich keine Steigerung vorhanden. Den hype dazwischen lässt man so einfach mal außer Acht. - #78 06.03.2012 19:07 von
...
Ich weiß nicht was Sie damit meinen.ALG I wird die ersten zwölf Monate nach dem Arbeitsplatzverlust bezahlt(70% des Bruttogehaltes). Danach wird ALG II bezahlt.Also Harzt IV.Hinzu kommt evtl. noch der ein oder andere Zuschuss. Im Gegensatz dazu schlägt in anderen Ländern die Macht des Kapitalismus mit seiner ganzen Kraft dazu.Man muss schauen wo man bleibt.
Aber die Hilfe bei Erwerbslosigkeit ist nicht Thema des Artikels.Aber ob mit oder ohne SChuldenschnitt.Das Ergebnis ist das Gleiche.Am Ende werden die Steuerzahler herhalten.
(Bei der Höhe und des Zeitraumes bzgl. ALG I & II bin ich mir nicht sicher.Können auch flasch sein.) - #79 06.03.2012 19:56 von
Wo denn sonst?
So so, "unsere Kröten" kommen nicht in Griechenland an! Schon mal daran gedacht, dass dies auch noch schöner wäre? Erst sich total überschulden, und dann noch zur Belohnung Überweisungen aus anderen EU-Ländern? Das wäre ja wohl absurd. Selbstverständlich landet das Geld überwiegend bei den Gläubigern und nicht bei den Schuldnern, also den Griechen.
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