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Griechische Schuldenkrise: Hedgefonds wollen Menschenrecht auf Rendite einklagen

Griechenland erstickt unter seinen Schulden, nun sollen die Gläubiger auf einen großen Teil ihres Geldes verzichten. Doch mächtige Hedgefonds wehren sich: Sollten sie Verluste machen, wollen sie laut "New York Times" vor den Europäischen Gerichtshof für Menschrechte ziehen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...810039,00.html
  1. #420

    VErträge

    Zitat von wolly21 Beitrag anzeigen
    haben Griechische Staatsanleihen mit Europäischen Verträgen zu tun?

    In den "Europäischen Verträgen" wurde....
    Gemeint sind doch offenbar die von GR abgeschlossenen Darlehensverträge, oder?
  2. #421

    Asche auf mein Haupt...

    Zitat von Justitia Beitrag anzeigen
    Welche Kurse? frenchcurry antwortete auf einen Post in dem es um Hauskredite ging? Seit wann haben die einen "Kurs"?
    Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.
  3. #422

    ersticken und vernichten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland erstickt unter seinen Schulden, nun sollen die Gläubiger auf einen großen Teil ihres Geldes verzichten. Doch mächtige Hedgefonds wehren sich: Sollten sie Verluste machen, wollen sie laut "New York Times" vor den Europäischen Gerichtshof für Menschrechte ziehen.

    Griechische Schulden: Hedgefonds wollen Menschenrecht auf Rendite einklagen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die Sache ist einfach in unserem Zins- und Schulden- System:
    die Vernichtung von Schulden geht nur über die Vernichtung von Kapital.
    Also leibe Griechen, vernichtet, am besten gründlich.
  4. #423

    Zitat von Justitia Beitrag anzeigen
    Ok, ich verstehe was Sie meinen. Aus der von mir verlinkten Quelle ging aber deutlich hervor, daß genau dies das Problem war, weshalb ich auch von was "im Zusammenhang" mit kreditfinazierten Häuslebauern passierte, schrieb. Aber freundlicherweise haben Sie den Inhalt der Quelle ja nochmals wiederholt.....
    habe die Quelle nicht gelesen (gebe ich zu), ich hatte (lange vor 2008) Anlaß, mich unmittelbar mit dem Thema zu befassen (nein, Betroffener war ich nicht). Heute schwer vorstellbar: die "getrennte" Betrachtung von Kredit und Grundschuld war seinerzeit auch für viele gestandene Juristen geradezu undenkbar, das hatte es in 100 und mehr Jahren nie gegeben, und ich habe damals (vor der Gesetzesänderung) lange mit Engelszungen auf viele Bekannte eingeredet, löschungsfähige Grundschulden löschen zu lassen etc.

    "Zusammenhang" ist für diesen Zweck keine "Entschuldigung" sondern eine Floskel, denn hier muß Roß und Reiter genannt werden, um genau zu verstehen, was passierte. Denn der Handel mit Krediten (notleidend oder nicht) o.ä. ist an und für sich nicht verwerflich sondern vollkommen normal, und bleibt es auch.
  5. #424

    Autsch

    Zitat von zins-bürger Beitrag anzeigen
    Die Sache ist einfach in unserem Zins- und Schulden- System:
    die Vernichtung von Schulden geht nur über die Vernichtung von Kapital.
    Also leibe Griechen, vernichtet, am besten gründlich.
    das ist kein so guter Rat - was sollen die armen Griechen denn vernichten? Kapital haben sie ja eben keins und kriegen auch keins mehr, also etwa die Akropolis zerkleinern?

    Und weil die lieben Griechen (Portugiesen und vielleicht demnächst auch noch Italien, Spanien, wenn lange genug "drauf gehauen wird") nicht zahlen können, muß nun mal leider der Rest im Euroland dran glauben, auch wenn's laut Vertrag von Lissabon ausdrücklich verboten ist.

    Außerdem - Kapital wurde ja bereits vernichtet und zwar das derjenigen, die's dem griechischen Staat zuvor geliehen haben und zwar exakt von denjenigen, die gezielt auf die Pleite gewettet und daran verdient haben.

    Vielleicht erinnert sich noch jemand an Leo Kirch. Der Vorstandsvorsitzende einer großen deutschen Bank hatte in der Öffentlichkeit gesagt, daß Kirchs Unternehmen nicht mehr kreditwürdig sei. Wenig später war Kirch pleite.

    Ich bin jedenfalls mal sehr gespannt, welche Käufer die Akropolis finden wird, wenn es soweit ist.
  6. #425

    Zitat von Dumpfmuff3000 Beitrag anzeigen

    Es geht eben NICHT nur um die Einhaltung von Verträgen. Auch an Sie stelle ich die wirklich ganz einfache Frage:

    Weshalb lag der Zinssatz auf griechische Staatsanleihen im August 2011 zwischenzeitlich bei 18 Prozent, während der Zins auf deutsch Staatsanleihen unter der damaligen deutschen Inflationsrate lag?

    Und auch Sie bekommen eine kleine Hilfestellung. Die Anwtort hat was mit dem Ausfallsrisiko zu tun.

    Ich bin der gleichen Meinung wie Sie, dass die Hedgefonds auch mal damit leben müssen, dass das verliehene Geld futsch ist, wenn der Schuldner pleite ist. Darüber hat aber nicht die EU oder Frau Merkel zu entscheiden, sondern ein Insolvenzverfahren, welches für Griechenland überfällig ist.
  7. #426

    Man kann stolz sein

    Zitat von Bezahler Beitrag anzeigen
    Zu Frage 1: Selbstvertsändlich ist in dieser Zinsdifferenz im wesntlichen das Ausfallrisiko der Griechen abgebildet.

    -des weiteren hat der auf meinen Beitrag bezogene Anleger sein Investment bereit im Jahre 1997 getätigt (Lesen bringt auich Sie weiter).
    zu a: Die Zahlen der Griechen waren bei deren Eintritt lediglich geschönt. Alle habens gewußt! Auch wir ,die Würstchen.Aber alle haben auch geschworen sich nun darum zu kümmern,das Griechenland in den folgenden Jahren seine Zahlen erreichen wird.Was kam war 10 Jahre schöne Fotos mit Küsschen und immer grotesker gefälschte Zahlen. Keiner von unseren Euroauguren wollte das schöne Friede-Freude- Eierkucheneuropa stören.

    zu B: Griechenland hatte bislang keine nenneswerten Militärausgaben.
    Es sei den Sie würden den gelieferten ganzen Kram wo in Target 2 verbucht ist tatsächlich bezahlen. Aber das können wir knicken.

    zu C: Stimmt,Griechenland ist heute auf Europa bezogen nicht mehr die Wiege der Demkratie sondern der beispiellosen Vettern- und Günstlingswirtschaft.

    zu D: Stimmt auch, Feta,und Olivenöl waren damals schon von der EU subventioniert. Den Retsina kann mann heut noch nicht saufen.
    Der Rest besteht nur aus Lug und Trug.


    Abschließend ist zu bemerken,das der beobachtete Vorgang darin besteht, daß als die einstmals hochseriöse und als sicher geltende ,mitthin konservativste Anlageform der Staatsanleihe sich in der Eurokrise zum Kasinopapier gewandelt hat.Man kann den Betroffenen dies im Nachhinein als sonstwas vorwerfen.Man kann das auch lassen.
    Mitthin ist Ihr diesbezügliches Gewäsch notwendig wie ein Kropf
    Wenn Sie genau wussten, wie miserabel es um die griechische Wirtschaft steht und das die Zahlen die zum Beitritt zur EU und zum Euro geführt haben, geschönt waren, dann wussten dies doch noch viele andere und ganz besonders die Hedgefonds. Daraus kann man nur schließen, diese miesesten aller miesen Geschäftemacher wussten genau was sie einkaufen. Wenn dieser Abschaum nun auch noch vor dem Europäischen Gerichtshof seine verzockten Milliarden einklagen will, ist das die Krönung der Frechheit.
    Ausgerechnet die Hedgefonds, eine Spezis von kriminellen Geschäftemachern, die Tausende Menschen wegen nicht zu überbietender Gier in den Ruin und um ihre Existenz gebracht haben wollen ihre angeblichen Menschenrechte einklagen. Dann könnte die Mafia demnächst auch ihr Recht auf Tötung von Menschen einklagen, da ja sonst ihre Investitionen und somit ihr Eigentum verloren gehen könnte.
    Aber es gibt in diesem Lande Menschen, die solch ein, an Frechheit nicht zu überbietendes Geschäftsgebaren, für die Krönung unserer Wirtschaft halten. Aber wenn man sich mit solchen Leuten gleichstellt, dann scheint die eigene Moral auch diesen Leuten zu entsprechen.
    Man kann stolz auf die Menschen in diesem Land sein, dass solche miesen Geschäftemacher auch als solche angesehen werden und nicht wie in anderen Teilen der Welt für das höchste Staatsamt vorschlagen werden.
  8. #427

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    habe die Quelle nicht gelesen (gebe ich zu), ich hatte (lange vor 2008) Anlaß, ....
    "Zusammenhang" ist für diesen Zweck keine "Entschuldigung" sondern eine Floskel, denn hier muß Roß und Reiter genannt werden, um genau zu verstehen, was passierte.
    Ich wüßte nicht, daß ich mich an irgend einer Stelle entschuldigt hätte. Es gibt auch keinen Grund dafür. Ich habe lediglich erklärt, weshalb ich den Inhalt der von mir verlinkten Seite nicht noch einmal im Detail wiederholt habe, schließlich erübrigt sich dies ja wenn man Quellen angibt. Ist aber auch nicht verwunderlich, daß Sie dies nicht erkannt haben, wenn Sie die Quelle nicht gelesen haben. So haben Sie sich das Lesen erspart, fangen mit mir aber Diskussionen an, die es nicht geben würde, wenn Sie Lesen würden über was Sie eigentlich diskutieren.

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    Denn der Handel mit Krediten (notleidend oder nicht) o.ä. ist an und für sich nicht verwerflich sondern vollkommen normal, und bleibt es auch.
    Hat hier irgend jemand etwas anderes behauptet? Die als Sicherung eines Kredits eingeräumte Grundschuld zu liquidieren, obwohl der Kredit vereinbarungsgemäß bedient wurde, ist allerdings schon höchst verwerflich, erst recht wenn damit die Lebensleistung von Häuslebauern vernichtet wird und zwar alleine aus Profitgier von Hedgefonds. Das hat ja auch der Gesetzgeber erkannt, sonst wäre wohl kaum die Gesetzesänderung herbeigeführt worden.
  9. #428

    Zitat von karlo Beitrag anzeigen
    Die "Garantien" wurden politisch gegeben mit den fortgesetzten Beteuerungen, Griechenland im Euro halten zu wollen, Griechenland mit Hilfspaketen aus der Klemme zu helfen. Erst als Philip Rösler Anfang September 2011 erstmalig über eine "geordnete Insolvenz" Griechenlands nachdenken wollte, war's aus mit der "sicheren" Zockerei.
    Die Gewinne aus der Zockerei mit griechischen Staatspapieren sind damit seit über zwei einhalb Jahren von den europäischen Steuerzahlern "garantiert" gewesen, auf die Banken wie Hedgefonds nun ihr Verlustrisiko wie auch nun drohende Verluste abwälzen wollen. Beteiligung am haircut ist für Private ja "freiwillig", kann man sich also stur stellen.

    Die Geschichte wiederholt sich also, nur sind es dieses Mal keine subprimes, sondern europäische Staatsanleihen.
    Eigentlich haben Sie schön dargestellt, wie auf lautes Nachdenken (und mündliche Absichtserklärungen) spekuliert und gezockt wird!
    (Machen ja viele Wähler auch oft – aber auch diese haben die Wahlversprechen nicht in schriftlicher Vertragsform zu Hause liegen …).
    Europäische Staatsanleihen sind es also garantiert nicht!
  10. #429

    Zitat von phil232 Beitrag anzeigen
    Ich weiss gar nicht, was die alle haben. Das Geld wurde doch nicht vernichtet. Es ist noch genauso da wie vorher, nur gehört es jetzt jemand anderem. Und von da kann man's doch auch zurückholen.
    Wie stellen sie sich das vor? Sie buchen einen schönen Urlaub, geniessen alle Annehmlichkeiten und wollen sich anschliessend das Geld zurückholen weil sie merken dass sie über ihre Verhaeltnisse gelebt haben?








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