Griechenland erstickt unter seinen Schulden, nun sollen die Gläubiger auf einen großen Teil ihres Geldes verzichten. Doch mächtige Hedgefonds wehren sich: Sollten sie Verluste machen, wollen sie laut "New York Times" vor den Europäischen Gerichtshof für Menschrechte ziehen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...810039,00.html
habe die Quelle nicht gelesen (gebe ich zu), ich hatte (lange vor 2008) Anlaß, mich unmittelbar mit dem Thema zu befassen (nein, Betroffener war ich nicht). Heute schwer vorstellbar: die "getrennte" Betrachtung von Kredit und Grundschuld war seinerzeit auch für viele gestandene Juristen geradezu undenkbar, das hatte es in 100 und mehr Jahren nie gegeben, und ich habe damals (vor der Gesetzesänderung) lange mit Engelszungen auf viele Bekannte eingeredet, löschungsfähige Grundschulden löschen zu lassen etc.
"Zusammenhang" ist für diesen Zweck keine "Entschuldigung" sondern eine Floskel, denn hier muß Roß und Reiter genannt werden, um genau zu verstehen, was passierte. Denn der Handel mit Krediten (notleidend oder nicht) o.ä. ist an und für sich nicht verwerflich sondern vollkommen normal, und bleibt es auch.
das ist kein so guter Rat - was sollen die armen Griechen denn vernichten? Kapital haben sie ja eben keins und kriegen auch keins mehr, also etwa die Akropolis zerkleinern?
Und weil die lieben Griechen (Portugiesen und vielleicht demnächst auch noch Italien, Spanien, wenn lange genug "drauf gehauen wird") nicht zahlen können, muß nun mal leider der Rest im Euroland dran glauben, auch wenn's laut Vertrag von Lissabon ausdrücklich verboten ist.
Außerdem - Kapital wurde ja bereits vernichtet und zwar das derjenigen, die's dem griechischen Staat zuvor geliehen haben und zwar exakt von denjenigen, die gezielt auf die Pleite gewettet und daran verdient haben.
Vielleicht erinnert sich noch jemand an Leo Kirch. Der Vorstandsvorsitzende einer großen deutschen Bank hatte in der Öffentlichkeit gesagt, daß Kirchs Unternehmen nicht mehr kreditwürdig sei. Wenig später war Kirch pleite.
Ich bin jedenfalls mal sehr gespannt, welche Käufer die Akropolis finden wird, wenn es soweit ist.
Ich bin der gleichen Meinung wie Sie, dass die Hedgefonds auch mal damit leben müssen, dass das verliehene Geld futsch ist, wenn der Schuldner pleite ist. Darüber hat aber nicht die EU oder Frau Merkel zu entscheiden, sondern ein Insolvenzverfahren, welches für Griechenland überfällig ist.
Wenn Sie genau wussten, wie miserabel es um die griechische Wirtschaft steht und das die Zahlen die zum Beitritt zur EU und zum Euro geführt haben, geschönt waren, dann wussten dies doch noch viele andere und ganz besonders die Hedgefonds. Daraus kann man nur schließen, diese miesesten aller miesen Geschäftemacher wussten genau was sie einkaufen. Wenn dieser Abschaum nun auch noch vor dem Europäischen Gerichtshof seine verzockten Milliarden einklagen will, ist das die Krönung der Frechheit.
Ausgerechnet die Hedgefonds, eine Spezis von kriminellen Geschäftemachern, die Tausende Menschen wegen nicht zu überbietender Gier in den Ruin und um ihre Existenz gebracht haben wollen ihre angeblichen Menschenrechte einklagen. Dann könnte die Mafia demnächst auch ihr Recht auf Tötung von Menschen einklagen, da ja sonst ihre Investitionen und somit ihr Eigentum verloren gehen könnte.
Aber es gibt in diesem Lande Menschen, die solch ein, an Frechheit nicht zu überbietendes Geschäftsgebaren, für die Krönung unserer Wirtschaft halten. Aber wenn man sich mit solchen Leuten gleichstellt, dann scheint die eigene Moral auch diesen Leuten zu entsprechen.
Man kann stolz auf die Menschen in diesem Land sein, dass solche miesen Geschäftemacher auch als solche angesehen werden und nicht wie in anderen Teilen der Welt für das höchste Staatsamt vorschlagen werden.
Ich wüßte nicht, daß ich mich an irgend einer Stelle entschuldigt hätte. Es gibt auch keinen Grund dafür. Ich habe lediglich erklärt, weshalb ich den Inhalt der von mir verlinkten Seite nicht noch einmal im Detail wiederholt habe, schließlich erübrigt sich dies ja wenn man Quellen angibt. Ist aber auch nicht verwunderlich, daß Sie dies nicht erkannt haben, wenn Sie die Quelle nicht gelesen haben. So haben Sie sich das Lesen erspart, fangen mit mir aber Diskussionen an, die es nicht geben würde, wenn Sie Lesen würden über was Sie eigentlich diskutieren.
Hat hier irgend jemand etwas anderes behauptet? Die als Sicherung eines Kredits eingeräumte Grundschuld zu liquidieren, obwohl der Kredit vereinbarungsgemäß bedient wurde, ist allerdings schon höchst verwerflich, erst recht wenn damit die Lebensleistung von Häuslebauern vernichtet wird und zwar alleine aus Profitgier von Hedgefonds. Das hat ja auch der Gesetzgeber erkannt, sonst wäre wohl kaum die Gesetzesänderung herbeigeführt worden.
Eigentlich haben Sie schön dargestellt, wie auf lautes Nachdenken (und mündliche Absichtserklärungen) spekuliert und gezockt wird!
(Machen ja viele Wähler auch oft – aber auch diese haben die Wahlversprechen nicht in schriftlicher Vertragsform zu Hause liegen …).
Europäische Staatsanleihen sind es also garantiert nicht!