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Griechische Schuldenkrise: Hedgefonds wollen Menschenrecht auf Rendite einklagen

Griechenland erstickt unter seinen Schulden, nun sollen die Gläubiger auf einen großen Teil ihres Geldes verzichten. Doch mächtige Hedgefonds wehren sich: Sollten sie Verluste machen, wollen sie laut "New York Times" vor den Europäischen Gerichtshof für Menschrechte ziehen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...810039,00.html
  1. #250

    Welcher Art

    Zitat von ernie78 Beitrag anzeigen
    wieviele millionen menschen haben die hedgefonds in den ruin getrieben? was ist mit deren rechten?

    andererseits; warum soll ich als hedgefonds auf mein geld verzichten, wenn andere dafür bürgen?
    sollte denn der Titel sein in den sie vollstrecken wollen? Dei Steuern der Bürger ? Das wäre auch wieder gegen die Menschenrechte, weil die Verantwortlichen und nicht die Bürger das Fiasko verursacht haben. Geziemt es sich doch auch Zockern, die volles Risiko gehen, auch die Verluste zu tragen. Wer mit dem Feuer spielt kommt darin um.
  2. #251

    Denn ein auf diese Art erzwungener Schuldenschnitt sei ein Eingriff in das Eigentumsrecht der Hedgefonds - und das gilt in der EU als Menschenrecht.

    Die Zeitung zitiert einen der Investoren mit den Worten: "Es kann nicht sein, dass Angela Merkel darüber entscheidet, wer Verluste erleidet. Europa vergisst gerade, dass es Verträge respektieren muss."
    (aus dem artikel)

    Hallo,

    kann ich gut verstehen deswegen wäre es von der EU (den politikern) schlauer gewesen mit den ganzen hedgefonds zu verhandeln. So hätte man einen schnitt für alle machen können denn die alternative ist ja das griechenland pleite geht und dann bekommen die ja alle gar nix mehr.
  3. #252

    Meinung

    Zitat von peterhausdoerfer Beitrag anzeigen
    Das ist doch die Krönung, da könnte man ja fast meinen die Bombe ist damals über der falschen Stadt abgeworfen worden...
    Das könnte man nicht nur "fast meinen", das ist so!
  4. #253

    kein Titel

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    2) Staaten können nicht "pleite" gehen - weil Staaten nur durch ihre handelnden Objekte letztlich repräsentiert sind - und das Geld nur Hilfsmittel des Handels ist!
    Wissen das die Griechen schon? Ich hätte nicht gedacht, daß die Lösung so einfach ist. GR kann gar nicht pleite gehen, weil Staaten das per se nicht können?

    Wenn ein Staat mit eigener Währung nicht mehr zahlen kann , dann zahlt er eben nichts mehr , wenn die Währung an wert verliert kann man keine Waren mehr an ihn verkaufen - aber man kann den Staat als solches Nicht enteignen - das geht nur über Krieg und Krieg gewinnen!
    Und ein Staat, der nicht zahlen kann, ist nicht pleite? Hier steige ich aus.
  5. #254

    dagegen gibt es sogar eine Versicherung - die allseits so beliebten CDS

    Zitat von starter Beitrag anzeigen
    Hedgefonds Manager hätten nie (z.B. griechische) Staatsanleihen auf der Vertragsbasis des (hier griechischen) Rechts des Schuldnerstaates ohne neutrale Instanz kaufen dürfen, wenn der Schuldnerstaat Vertragsbedingungen dieser Anleihen wie jetzt abzusehen.....
    aber die sind ja soooo beliebt
  6. #255

    Naja, ...

    Zitat von munkelt Beitrag anzeigen
    Geh ich recht in der Annahme, dass Sie es noch nicht zu Eigentum gebracht haben?
    zumindest ein bescheidenes Eigentum.
    Hab wohl zu viel riskiert und zu wenig verklagt.
  7. #256

    Doch auch für die...

    Zitat von Halodri73 Beitrag anzeigen
    .. aber in diesem Fall nicht zu Hedgefonds. Siehe oben ( ich erklär's jetzt nicht nochmal...)
    ... denn die Moral der (vereinfachten) Geschicht ist :

    Ich leih Dir was, was Du Dir nicht leisten kannst und Gesetze helfen mir dieses unlautere Geschäft weiter zu betreiben und mich aus der Verantwortung nehmen, währen gleichzeitig einfluss und Macht zunimmt.

    Zusätzlich gibt es ja Stimmen die meinen die Hedgefonds waren nie wirklich am etwaigen Geschäft interessiert, sondern an dem spätern Hebel die EU und Ihre Währung zusätzlich zu destabilisieren oder zu mindest zu stören. Das würde allerdings US Regierungsinitiative bedeuten.
  8. #257

    Zitat von +.+ Beitrag anzeigen

    (...)

    Man sollte meinen, das der Markt (oder die Märkte) dies von alleine machen indem sie Griechenland kein Geld mehr geben. Dem ist aber nicht so: Gerade Hedgefonds haben in letzter Zeit sehr viele Anleihen (billiger als zum Ausgabewert) aufgekauft, in der Hoffnung doch noch 100% des Wertes abzusahnen. Wenn das nicht passiert ist das eben Spekulationsrisiko und kann nicht weggeklagt werden.

    Um es plakativ zu sagen:

    Es gibt vielleicht ein Menschenrecht auf Spekulation, aber sicher nicht auf Rendite.
    Es gibt weder ein Menschenrecht auf Spekulation noch auf Rendite, aber es gibt ein Recht darauf, sich auf geltendes Recht verlassen zu können. Die bösen Hedgefonds haben nichts anderes gemacht, als was rechtlich zulässig und sogar gewollt war (sonst hätte Griechenland überhaupt kein Geld erhalten). Wenn Griechenland nicht zahlen kann, gibt es natürlich auch nichts: DAS ist Spekulationsrisiko. Aber die Gleichsetzung Spekulationsrisiko = "Ich mach mir die Regeln so, wie sie mir grad passen" stimmt einfach nicht. Hier wird über Worthülsen schlicht vertuscht, dass eine extralegale Enteignung in immensem Umfang betrieben werden soll.

    Auch ein Wort zum Schaden: Die Geschädigten dieser Regelung, so sie kommt, werden nicht nur die Gläubiger, sondern wir alle sein. Dann gibt es nämlich erst Recht Risikoaufschläge bei der Verleihung von Geld an Staaten, wenn bewiesen wurde, dass diese sich ungestraft aus seiner Verantwortung aus geltenden Verträgen stehlen dürfen.
  9. #258

    Login-Timeout

    Es stimmt:

    "Das Recht auf Eigentum ist nach Artikel 17 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 ein Menschenrecht" (wiki).

    Nur:

    Wer sein Eigentum irgendwo anlegt, muss sich des Risikos dieser Anlageform bewusst sein. Und Staaten können eben auch pleite gehen. Dass ein Staat Mitglied der EU und der Euro-Gemeinschaft ist, schließt dieses Risiko, wie man sieht, nicht aus.

    Ich erinnere mich noch gut an ein Gespräch mit dem Kundenberater meiner Bank, als es um die Anlagesicherheit eines Investmentfonds ging:
    Ich: "Risiko?" - Er: "Totalverlust!"
    Danach war alles klar. Fachgespräche dieser Kürze und Prägnanz liebe ich.

    Ich habe den Eindruck, auch Hedgefonds-Manager und -Anleger sollten etwas mehr mit der Realität in Kontakt gebracht werden. Eine Zurückweisung ihrer dreisten Ansprüche hätte da sicherlich sehr heilsame Effekte.
    Durchgriffsrechte auf die Aktiva eines Staates sollten Hedgefonds auf gar keinen Fall eingeräumt werden.
  10. #259

    Unsinn

    Zitat von Liberatus Beitrag anzeigen
    Wo ist der Sozialstaat denn bitte zurückgeschraubt worden??? Noch nie hatten wir eine höhere Quote an Sozialausgaben bei einem höheren Bundeshaushalt als heute!
    Woher haben Sie denn diese Weisheiten? Die Sozialausgabenquote war durchaus schon hoeher. Die entsprechenden Statistiken lassen sich auch finden.








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