Griechische Schuldenkrise: Athen wählt die harte Tour

Sparen, sparen, sparen: Das griechische Parlament hat ein neues Gesetzespaket gebilligt, das die Staatsausgaben noch weiter zurückfahren soll. Die entscheidende Frage aber ist, ob die Regelungen mehr bringen als nur schnelle Milliarden aus dem Ausland.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...793093,00.html
  1. #20

    Bitte nur Fakten

    die bereits stark gekürzten Gehälter der Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst noch einmal um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Dabei gibt es schon Müllarbeiter in Athen, die nur noch wenige Euro im Monat verdienen.
    Die Entlohnung für die 700.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst wird vereinheitlicht. Die Grundgehälter werden gesenkt, ein Wust an Zuschlägen abgeschafft. Das Durchschnittsgehalt wird bei 1900 Euro im Monat gedeckelt. Und es gibt keinen Müllarbeiter der nur noch wenige Euro im Monat verdient! Selbstverständlich ist es, dass wenn mein Arbeitgeber mir einen Kredit gegeben hat und in diesem Monat die Jahresrate zu begleichen ist, dass es vielleicht nur wenige Euros zusätchlich bleiben, aber das ist wohl nicht mein Monatsverdienst!
    Pensionen und Renten erneut gekürzt werden.
    Bei den Pensionen wird alles, was 1000 Euro im Monat übersteigt, um 20 Prozent gekürzt. Wieviele Rentner bekommen in Deutschland Renten über 1000 Euro im Monat?
    Zusatzrenten für ehemalige Staatsdiener werden um 20 bis 30 Prozent gekürzt.
  2. #21

    Das kann doch nichts werden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sparen, sparen, sparen: Das griechische Parlament hat ein neues Gesetzespaket gebilligt, das die Staatsausgaben noch weiter zurückfahren soll. Die entscheidende Frage aber ist, ob die Regelungen mehr bringen als nur schnelle Milliarden aus dem Ausland.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...793093,00.html
    Auch das rigorose Sparpaket wird Griechenland nicht helfen, solange der Staatshaushalt nicht ausgeglichen ist.
    Es kann auch nicht sein das Reichs von den Belastungen ausgeschlossen sind.
    So wie es jetzt aussieht, werden die Griechen putschen oder sind gezwungen auzuwandern.
    Das wird hier ganz genauso kommen, wenn die Belastngen nicht endlich gerechter verteilt werden und endlich ein ausgeglichener Staatshaushalt hergestellt wird. Nach den Rettungsschirmen steht auch uns das Wasser bis zu Hals.
    Gerade Herr Sarkozy müsste das verstehen, er ist ja zuerst gefährdet.

    Die Bemühungen von Frau Merkel und Herrn Sarkozy führen aber in die entgegengestzte Richtung.

    Ich bin ehrlich besorgt, was wird.

    Und ich verstehe es ehrlich gesagt auch nicht. Wenn wir 10 % gerecht verteilte Mehrbelastung erheben, könten wir jedes Jahr ein bischen mehr genesen.

    Wieso ist das nicht möglich ?

    Jeder neue Rettungsschirm bewirkt, das wir etwas später noch mehr Einnahmen brauchen um in die Rückzahlung zu gelangen.

    Man muss sich doch fragen, ob unsere Staatsführung mit dem Klammerbeutel gepudert ist.

    Muss es bei uns auch erst so weit kommen wie in Griechenland ?

    Die einzige andere Form der Entschuldung heißt Hyperinflation, wollen wir die ?

    Fricklerzzz
  3. #22

    xxx

    Zitat von der M Beitrag anzeigen
    Das ist in der Tat etwas, wo sich auch die Medien nicht rantrauen das näher zu beleuchten. So hat der Spiegel bis heute nicht über die 400 M1 Panzer berichtet die Griechenland trotz Kriese in den USA gekauft hat. Auch wird immer nur vom Sparen an der Basis berichtet, aber nicht am Sparen bei den Leuten, die seit Beginn der Krise ein paar hundert Millioarden ins Ausland geschafft haben.
    Und das ist ja auch alles Absicht. Wer glaubt, Griechenland würde anfangen, Steuern bei der Oberschicht einzutreiben (Wie denn ohne Finanzverwaltung) oder ernstzunehmende Korruptionsbekämpfung betreiben, ist einfach ein Idiot. Griechenland ist ein knallhartes neoliberales Experiment: Löhne und Gehälter kürzen, Infrastruktur an Privatinvestoren verscherbeln, Bildungs-, SOzial-,Renten-, Gesundheitssysteme kaputtsparen.

    Und natürlich haben die gar kein Interesse, den Zusammenbruch zu stoppen.. Weil genau das ist ja gewünscht, damit man dasselbe Programm auch in Italien, Spanien, Portugal, Irland durchziehen kann.

    Die Banken verdienen sich die ganze Zeit dumm und dämlich. Die haben den Schuldenschnitt schon längst in ihre Wertpapiere eingepreist. Wenn die jetzt auf 50% ihrer Forderungen verzichten müßten, dann hätten die unterm Strich immer noch genug verdient.

    Was ich unfassbar finde, ist, wie wenig investigativ die europäische Presse agiert. Weder was Steuerhinterziehung angeht, ncoh was Korruptionsbekämpfung angeht, noch was die horrenden Militärausgaben während (!) der Krise angeht, ncoh was so seltsame Vorfälle wie den toten Demonstranten gestern angeht, der mutmaßlich an einer Überdosis Tränengas und nicht an einem Steinwurf gestorben ist. Da bräuchte der SPiegel nur mal einen Journalisten in das betreffende Krankenhaus zu schicken, um das zu klären. Stattdessen wird blöd die offizielle Meldung kopiert und fertig.
  4. #23

    Die griechise Tragödie - nächster Akt

    Zitat von horstma Beitrag anzeigen
    Ich kann den Griechen, die auf die Straße gehen, keinen Vorwurf machen. Sie haben in demokratischen Wahlen die Politiker an die Macht gewählt, die die höchsten Versprechungen.....
    Alles richtig.
    Alle Parteien haben ihnen Wohlstand und Staatsjobs versprochen. Und deshalb wurden sie gewählt.
    Solange sie die Drachme hatten, funktionierte das auch. Die wurde dann mal eben abgewertet. Aber mit dem TEuro geht das nicht mehr. Und jetzt rächt es sich, daß sie sich mit Hilfe von Goldman Sachs in den Euro hineingemogelt haben.
    Alle Beteiligten wußten, daß die Zahlen falsch waren, aber es war eine politische Entscheidung.

    Und was die "Demonstranten" von Deutschland halten, ist hier zu sehen:
    Generalstreik in Griechenland
  5. #24

    ot

    Die passende Bezeichnung für den Zustand Griechenlands ist eine 2500 bis 300 Jahre alte Bezeichnung und kommt, ironischerweise, aus der griechischen Mythologie: Augiasstall

    http://de.wikipedia.org/wiki/Augias
  6. #25

    Mit den jetzigen und den zukünftihen Kürzungen

    werden Löhne und Gehälter wieder auf ein Normalmaß gestützt, nichts anderes. Dies ist besonders schmwerzhaft,weil dies früher mit einer Drachme Abwertung geschah und nicht mit Kürzungen der Gehälter. Komisch, den Griechen sollte man mal sagen, dass man in Deutschland viele Menschen hat die 10€ und weniger die Stunde verdienen und alle die jetzt in Rente gehen bis 67 Jahre arbeiten müssen. Vermutlich ist bei den Kürzungen noch nicht der Boden erreicht. LEIDER gibt es Länder wie die Schweiz die den griechischen Millionären ihr Schwarzgeld abnehmen und auch noch steuerfrei vermehren. Von den geschätzten 200 Mrd € sind sicher über die Hälfte an den grichischen Staat abzuführen. Bei konsequenter Steuereintreibung kann der griechische Staat seine Staatsschulden ohne weiteres auf ein erträglicheres Maß schrumpfen.
  7. #26

    Oh...

    Zitat von hansausberlin Beitrag anzeigen
    Griechenland muss in Zukunft noch viel stärke Einschnitte verkraften. Ich schätze mal mindestens zusätzlich 50%. Die Staatsapparat ist 5 Mal so groß wie in Großbritannien. Die Rentern verdienen 6 Mal mehr als in der Slovakei, die auch für die "armen" Griechen aufkommen. Lettland hat in der Krise die Aufwendungen für den Unisversitätsbereich um 50% gekürzt. Es ist also noch sehr, sehr viel Luft für Maßnahmen in Griechenland vorhanden. Dieses ganze Gejammere kann man wirklich nicht mehr ertragen.
    ...dann kommen auf Deutschland auch noch harte Einschnitte zu: Die Rentner hier bekommen ca. das 700-fache eines Rentners in Somalia, der Staatsapparat ist mindestens 70 mal so groß wie in Lichtenstein und in Afghanistan werden die Ausgaben für Kultur sicherlich auch bald durch die Taliban gekürzt. Vorbilder gibt es genug - da geht doch was...
  8. #27

    .

    Zitat von otto huebner Beitrag anzeigen
    die griechen haben nun die chance ihr haus in ordnung zu bringen. ob das wohl gelingt ? ueberzeugt bin ich nicht. das verhalten der menschen weisst jedenfalls nicht darauf hin. angeblich sollen 2 familien-clans.....
    ...wer? Die "beiden Familien" Oder die Millionen Griechen?
  9. #28

    ........

    Den Griechen wird jetzt weggenommen, was sie eben nicht verdient haben, sondern sich nur bei anderen geliehen haben!
    Das wird in Deutschland genauso kommen wenn wir so weitermachen!
    Und wir werden so weitermachen weil mittlerweile die Mehrheit unserer Wahlberechtigten Transferleistungsempfänger sind!

    Die die die Sozialstaatsveranstaltung bezahlen dürfen sind in der Minderheit....
  10. #29

    Zukunftsträchtig

    Zitat von hansausberlin Beitrag anzeigen
    Griechenland muss in Zukunft noch viel stärke Einschnitte verkraften. Ich schätze mal mindestens zusätzlich 50%. Die Staatsapparat ist 5 Mal so groß wie in Großbritannien. Die Rentern verdienen 6 Mal mehr als in der Slovakei, die auch für die "armen" Griechen aufkommen. Lettland hat in der Krise die Aufwendungen für den Unisversitätsbereich um 50% gekürzt. Es ist also noch sehr, sehr viel Luft für Maßnahmen in Griechenland vorhanden. Dieses ganze Gejammere kann man wirklich nicht mehr ertragen.
    Sie scheinen es tatsächlich für eine sinnvolle und zukunftsträchtige Politik zu halten, wenn die Bildungsausgaben um ca. 50% gekürzt werden?