Griechische Mönchsrepublik Athos: Krisenflucht ins Kloster

REUTERSFrauen müssen draußen bleiben, nur eine Nacht pro Kloster ist erlaubt: Mit diesen Regeln zieht die autonome Mönchsrepublik Athos im Nordosten Griechenlands seit Jahrhunderten orthodoxe Pilger an. Wegen der Finanzkrise ist der Andrang so groß wie lange nicht.

http://www.spiegel.de/reise/europa/k...-a-858911.html
  1. #1

    Wann immer EU-Beamte versuchten, gegen das Frauenverbot vorzugehen, verwiesen die Mönche auf über 1000 Jahre alte byzantinische Schriftstücke, die ihnen bis in alle Ewigkeit Souveränität versprachen.
    Womit tun die Mönche dies? Mit Recht. Es ist ihr Kloster, es sind ihre Regeln. Was in aller Welt haben EU-Beamte mit der Verfassung eines orthodoxen Klosters zu tun, das schon zur Hochkultur zählte, als weite Teile des EU-Territoriums noch aus Sümpfen bestand.

    Dieses ständige Einmischen dieser Bürokraten ist zum Ko....
  2. #2

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    Zitat von Mastermason Beitrag anzeigen
    Womit tun die Mönche dies? Mit Recht. Es ist ihr Kloster, es sind ihre Regeln. Was in aller Welt haben EU-Beamte mit der Verfassung eines orthodoxen Klosters zu tun, das schon zur Hochkultur zählte, als weite Teile des EU-Territoriums noch aus Sümpfen bestand.

    Dieses ständige Einmischen dieser Bürokraten ist zum Ko....
    Schön, wenn man eine Meinung hat. Etwas Ahnung ist aber auch nicht schlecht.

    Mount Athos (also die Gegend) ist Teil des Schengen-Gebiets und deshalb hat die EU sehr wohl das Recht zu fordern, dass keine Zugangsbeschränkungen auferlegt werden.

    Ansonsten sind die Mönche weltlichen Dinge nicht gar so abgewandt wie sie gerne vorgeben, wie ihre Geschäfttüchtigkeit und ihre Steuerbetrügereien deutlich zeigen.
  3. #3

    Rechtsprechung und Moral, brux.
    Angesichts unserer nationalen Geschichte ist es erstaunlich, das sie die zwei nicht auseinanderhalten können.

    Was den moralischen Aspekt angeht, kann ich Mastermason nur beipflichten.
  4. #4

    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    Schön, wenn man eine Meinung hat. Etwas Ahnung ist aber auch nicht schlecht.

    Mount Athos (also die Gegend) ist Teil des Schengen-Gebiets und deshalb hat die EU sehr wohl das Recht zu fordern, dass keine Zugangsbeschränkungen auferlegt werden.

    Ansonsten sind die Mönche weltlichen Dinge nicht gar so abgewandt wie sie gerne vorgeben, wie ihre Geschäfttüchtigkeit und ihre Steuerbetrügereien deutlich zeigen.
    Wo ist denn Ihrer Meinung nach die Autonomie in "autonome Mönchsrepublik Athos", wenn die Mönche nicht nach ihren jahrhundertealten Regeln leben können? Und der Hinweis, dass "die Gegend" Teil des Schengen-Gebiets ist, geschenkt; mir geht es darum, dass sich die EU-Idioten in Sachen einmischen, die sie nichts angehen. Bleiben Frauen eben außen vor, na und? Das ist bei maskulinen Freimaurerlogen auch nicht anders.
  5. #5

    Athos besitzt einen autonomen Status

    Aus Wikipedia: "Als Autonomie (altgriechisch αὐτονομία, autonomía, „sich selbst Gesetze gebend, Eigengesetzlichkeit, selbständig“, aus αύτός, autos, „selbst“ und νόμος, nomos, „Gesetz“) bezeichnet man den Zustand der Selbständigkeit, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung oder Entscheidungsfreiheit. Ihr Gegenteil ist die Heteronomie.

    Sie ist in der idealistischen Philosophie die Fähigkeit, sich als Wesen der Freiheit zu begreifen und aus dieser Freiheit heraus zu handeln. Auch wird Existenz von Autonomie in der Ethik als ein Kriterium herangezogen, nach dem Individuen ethische Rechte zugeordnet werden können."
  6. #6

    Steuern

    Wenn ich die Aussagen unseres griehischen Reiseführers richtig erinnere, zahlen die Mönche keine Steuern. Und das obwohl sie nicht nur auf Athos sondern an vielen Stellen über ausgedehnten Landbesitz verfügen. Unter anderem gehört ihnen etliche lukrative Lagen in Thessaloniki. Steuerfrei. Und kaum ein Grieche stört sich daran. Da hilft dann nur noch der Glaube.
  7. #7

    Zitat von fisch.kopp Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Aussagen unseres griehischen Reiseführers richtig erinnere, zahlen die Mönche keine Steuern. Und das obwohl sie nicht nur auf Athos sondern an vielen Stellen über ausgedehnten Landbesitz verfügen. Unter anderem gehört ihnen etliche lukrative Lagen in Thessaloniki. Steuerfrei. Und kaum ein Grieche stört sich daran. Da hilft dann nur noch der Glaube.
    Das kann man gut oder schlecht finden. Aber wenn überhaupt, ist es Sache der Griechen (oder sagen wir orthodoxen) daran etwas zu ändern, wenn es sie stört.
  8. #8

    Falsches Foto

    Vielleicht kann mir hier einer der Experten oder eher gesagt der Autor des Artikels erzählen, wo auf Athos dieses Foto mit dem Mönch auf der Brücke und der Kirche auf dem Wasser entstanden sein soll. Ich würde mich so weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass dies mit Sicherheit nicht aus Athos stammt.
  9. #9

    Leute, euer Titelbild (Nr. 9) ist nicht vom Athos, sondern von der Ag. Nikolaos Kirche in Porto Lagos am Vistonida See.