Griechische Auswanderer: Kellys Traum von Amsterdam

Sie sind so gut ausgebildet wie keine Generation vor ihnen - trotzdem sehen viele junge Griechen in der Krise nur noch eine Chance: auswandern. Manche gehen dabei den Weg, den schon ihre Eltern beschritten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...770995,00.html
  1. #40

    Stimmt nicht unbedingt

    Zitat von elisax Beitrag anzeigen
    Menschen, die ihr Heimat verlassen müssen und sich weit weg neu einrichten, sind leichter zu beherrschen.
    Die Organisation von Netzwerken zwecks gemeinsamem Widerstand ist einfacher zwischen Menschen die sich lange am Besten von Kind auf kennen. Gemeinsame Sprache und Mentalität erleichert auch den gemeinsamen Widerstand.
    Doch gerade gut ausgebildete und intelligente Menschen, die effektiv Widerstand leisten könnten, werden heute in die Arbeitsmobilität gezwungen. Zufall?

    Die schöne Kelly wird in Deutschland oder Holland oder wo immer sie landet, sich kaum politisch oder gewerkschaftlich engagieren sondern froh sein dem heimischen Elend entkommen zu sein und still und brav für einen Hungerlohn 50-60 Stunden die Woche arbeiten.
    Arbeite und lebe selber seit vielen Jahren im Ausland, bin aktiv in der Gemeinschaft und auch in der Politik. Kenne viele die auch aktiv sind. Innerhalb Europas ist das durchaus normal(kann mich gut an griechische und spanische Betriebsraete erinnern (so Ende der 70er)
  2. #41

    Zitat von newliberal Beitrag anzeigen
    es wird wieder voll in Deutschland. In spanischen Chatrooms wird viel über Arbeiten in D diskutiert, wegen des Superbooms hierzulande. Aus Osteuropa kommen die Menschen, ich höre in letzter Zeit viel Polnisch, Tschechisch und Slovakisch. Last but not least die Einwanderer aus Rumänien und Bulgarien. Jetzt also Griechenland. Hm, vielleicht sollte man sich wieder verstärkt nach Mehrfammilienhäusern in der Provinz umsehen.
    Sie sprechen also Spanisch, Polnisch, Tschechisch, Slovakisch und wahrscheinlich auch noch Rumänisch und Bulgarisch? Ich bin beeindruckt. Ich könnte trotz meines Abiturs wahrscheinlich nicht einmal Polnisch, Tschechisch und Slovakisch auseinander halten.
    Da Bulgarien und Rumänien keine Mitglieder des Schengen Raums sind, brauchen wir davor erstmal keine Angst zu haben.
    Was ich nicht verstehe, warum man jahrelang polnische Spargel Helfer "geduldet" hat aber sich jetzt aufregt, wenn polnische Ingenieure oder sonst was kommen wollen. Ob mein Klempner, Arzt, Anwalt, Maurer oder Lebensmittelhändler Deutscher, Grieche, Russe oder Japaner ist, ist mir herzlich egal, solange er seine Arbeit richtig macht.
    Wenn wir alle Stellen mit Deutschen besetzen könnten, bräuchten wir keine Nicht-Deutschen. Wir können das aber nicht (auch weil sich so mancher Deutscher für manche Jobs wie Putzfrau oder sonst was zu schade ist) weswegen wir froh sein sollten, wenn diese Stellen mit Polen und Co. besetzt werden und BIP erzeugen, anstatt leer zu bleiben.
  3. #42

    Neue Form des Kolonialismus

    Zitat von iosono3 Beitrag anzeigen
    deshalb brauchen wir die vereinigten staaten europas .so wird der umzug von griechenland nach holland wie ein umzug von texas nach kalifornien .

    Ob die USA da gerade als Vorbild dienen können?
    Warum nicht gleich China mit den Hunderten von Millionen Wanderarbeiter als Vorbild?

    Wenn die Gehälter in der EU überall vergleichbar wären, wäre die Motivation für die Arbeitsmobilität deutlich geringer.

    Eine am Wohl der Menschen in der EU interessierte Politik würde eher die Mobilität der Arbeitgeber und Arbeitsplätze fördern um somit überall vergleichbare Lebensbedingungen herzustellen. Doch statt dessen werden die Arbeitnehmer wie Schachfiguren hin und hergeschoben. Wie soll Griechenland jemals wieder wieder wirtschaftlich auf die Beine kommen, wenn jetzt die besten Köpfe in die EU abwandern?
    Man kann ein Land auch ausbeuten indem man die Menschen abwirbt, nicht indem man mittels korrupter Politiker billige Rohstoffe (wie in Afrika) entnimmt.

    Die Geburtenrate ist auch vergleichsweise niedrig und die Anwerbung von ausländischen Fachkräften wird aus finanziellen Gründen nicht möglich.
  4. #43

    .

    Zitat von piksi-88 Beitrag anzeigen
    Eure Landsleute (die Deutschen sind gemeint)überfluten auch den Schweizer Arbeitsmarkt, also wundert euch nicht wenn eure neuen Nachbarn Polen,Griechen,Rumänen,Romas usw. sind.
    Die Deutschen sind in der Schweiz nicht sonderlich beliebt,darum haltet euch ein bisschen zurück, denn wie ihr wisst .....jeder hat seinen Ausländer.
    Überfluten ist hier der falsche Ausdruck, erinnert ja auch etwas an das "Boot ist voll" an das sich die Schweiz nicht gerne erinnert. Es ist einfach ein europäischer Arbeitsmarkt geworden und das ist ja auch gut so. Warum die Deutschen in der Schweiz nicht gerne gesehen sind, liegt wohl kaum an deren mangelden Integrationswillen. Aber das wurde hier schön öfters diskutiert.
  5. #44

    Fachkräftemangel in Deutschland

    Aber nach Deutschland kommen die trotzdem nicht.

    Zu geringe Löhne. Geringer als bislang in Griechenland, wo ein Busfahrer in Athen mehr verdiente, als hier ein Jung-Ingenieur. Mit weitaus besserer Alterssicherung.
  6. #45

    .

    Zitat von UnitedEurope Beitrag anzeigen
    . Ob mein Klempner, Arzt, Anwalt, Maurer oder Lebensmittelhändler Deutscher, Grieche, Russe oder Japaner ist, ist mir herzlich egal, solange er seine Arbeit richtig macht.
    Wenn wir alle Stellen mit Deutschen besetzen könnten, bräuchten wir keine Nicht-Deutschen.
    und ist es Ihnen auch egal, wenn ein Grieche, Russe,Japaner daherkommt und Ihre Arbeit für die Hälfte macht und Sie desbalb Regelsatzempfänger werden?
    Es ist überall das selbe, jedem das seine und mir das Beste.
    Die Japaner haben noch ein Nationalbewusstsein und Lassen nicht jeden Hans und Kunz herein, dann bleiben zur Not eben mal ein paar einfache Jobs unbesetzt, das dauert dann nicht lange und dann haben clevere Ingenieure dort die Arbeit wegrationalisiert, die brauchen keine Japanischkurse für Einwanderer zu zahlen, die Sprache würde sowieso keiner lernen können( Normalsterblicher)
  7. #46

    Ich glaube....

    Zitat von husker Beitrag anzeigen
    Oje, ein Verschwörungstheoretiker. Und sie wollen Student sein? Dann müssten sie sich doch fragen: Quid pro quo? Wem würde das nützen, was hätte der Spiegel davon?
    ...Sie meinen "Cui bono?", kann das sein?
  8. #47

    ein bisschen amerika reicht

    Zitat von elisax Beitrag anzeigen
    Ob die USA da gerade als Vorbild dienen können?
    Warum nicht gleich China mit den Hunderten von Millionen Wanderarbeiter als Vorbild?
    wir müssen doch nicht alles so machen wie in den USA.
    am ende der einigung europas sollte doch sowieso ein bundesstaat stehen.
    gute politiker hätten die krise seit 2008 dazu nutzen können diesem ziel näher zu kommen-aber da kaum gute politker in europa zu finden sind gewinnt immer mehr der nationalosmus wieder an bedeutung in europa
  9. #48

    Kenne es anders

    Zitat von juanth Beitrag anzeigen
    Arbeite und lebe selber seit vielen Jahren im Ausland, bin aktiv in der Gemeinschaft und auch in der Politik. Kenne viele die auch aktiv sind. Innerhalb Europas ist das durchaus normal(kann mich gut an griechische und spanische Betriebsraete erinnern (so Ende der 70er)
    Sicher nur ein Einzelfall, oder doch nicht:

    Ein Kroate erzählte mir vor Kurzem von den gesetzieswidrigen Zuständen an seinem Arbeitsplatz (unbezahlte Überstunden, mehr als 10 Stunden). Als ich frage, ob es keinen Betriebsrat gäbe, meinte er: "Nein. Ein paar Türken wollten einen gründen. Die wurden alle entlassen. Keine Chance."

    Das sagt doch alles.
  10. #49

    Eben nicht

    Zitat von SPIEGEL ONLINE
    "Wer die wütenden Proteste junger Griechen verstehen will, findet Antworten im Schicksal dieser Auswanderungswilligen."

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...770995,00.html
    Nein, dadurch wird das eben nicht verstaendlich. Die "wuetenden" Prostestierenden sind doch Leute, die den Status Quo erhalten wollen - oder noch mehr Sozialismus wollen.

    Leute wie Kelly dagegen, scheinen verstanden zu haben, dass Geld nicht auf Baeumen waechst und dass man was leisten muss, um sich und eine Gesellschaft voran zu bringen.

    Leute, die gehen oder gehen wollen, duerften dagegen eher resigniert haben und wissen, dass sich nichts aendern wird. Ich weiss, wovon ich spreche...