Zitat von
querollo
Geht doch! Das müssen wir jetzt nur noch ins Griechische und Italienische übersetzen und schon bevölkern wir Europa.
Aber mal im ernst:
Ich denke, das dürfte das Problem nicht lösen (und das nicht nur, weil die wenigsten von uns noch auf der eigenen oder fremden Scholle arbeiten), denn da wäre noch
1. DAS INDIVIDUELLE EMPFINDEN, WAS SOZIALE ABSICHERUNG BEDEUTET
In den 60er und 70er Jahren fühlte sich, wer eine 50qm-Mietwohnung und einen vollen Kühlschrank hatte, ausreichend sozial abgesichert, um Kinder zu bekommen. Die Ansprüche waren weit niedriger. Markenklamotten für Kinder galten als extrem kapriziös und es war absolut üblich, Spielzeug und Kleidung im Verwandten- und Bekanntenkreis weiterzugeben. Heute wäre damit schon Armut definiert und damit ein Grund, keine Kinder zu bekommen.
2. DER WERT VON FAMILIE UND INDIVIDUALITÄT
Der Wert, der einer Familie zugemessen wird, ist regional und zeitlich unterschiedlich. Europa stellt das Individuum über die Familie. Wer also hier Kinder bekommt, fragt sich eher: "Was spricht dafür?" Fällt die Antwort nicht optimal aus, was Kinderbetreuung und wirtschaftliche Vorteile anbetrifft, fällt seine Entscheidung eher negativ aus.
Wer Familie als Wert an sich sieht, fragt sich eher: "Was spricht dagegen?" Und wird sich bei gleichem, vielleicht nicht optimalen, aber immerhin vorhandenen Betreuungsangebot und nun wirklich auch nicht expotentialen wirtschaftlichen Einbußen, eher für die Familie entscheiden.