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Griechenland-Wahl: Notenbanken der Welt wappnen sich gegen Marktschock

REUTERSDie wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich auf den Ernstfall vor: Sollten bei der Wahl in Griechenland die Reformgegner gewinnen, wollen die Zentralbanken der G20-Länder gemeinsam gegen Turbulenzen an den Finanzmärkten vorgehen. Großbritannien will 100 Milliarden Pfund in sein Bankensystem pumpen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838984,00.html
  1. #60

    Eigentlich fände ich es mal bezeichnend...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich auf den Ernstfall vor: Sollten bei der Wahl in Griechenland die Reformgegner gewinnen, wollen die Zentralbanken der G20-Länder gemeinsam gegen Turbulenzen an den Finanzmärkten vorgehen. Großbritannien will 100 Milliarden Pfund in sein Bankensystem pumpen.

    Notenbanken wappnen Märkte gegen Folgen der Griechenland-Wahl - SPIEGEL ONLINE
    ...wenn der Finanzmarkt nach den Wahlen in Griechenland zusammenbricht ! Dann würden diese Gierhammel bei den Banken nähmlich endlich mal merken das sie mit ihren Casinospielen das Leben anderer Menschen gefährden, und diese nun endlich genug haben davon ! Außerdem wäre dies der absolute Beweis das diese Gierhammel selbst nach 2008 immer noch nicht dazu gelernt haben !

    Wie sagte Ghandi doch so gut:"Die Welt hat genügend für alle Menschen, aber nicht genügend für die Gierigen Menschen !"
  2. #61

    Revolution?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich auf den Ernstfall vor: Sollten bei der Wahl in Griechenland die Reformgegner gewinnen, wollen die Zentralbanken der G20-Länder gemeinsam gegen Turbulenzen an den Finanzmärkten vorgehen. Großbritannien will 100 Milliarden Pfund in sein Bankensystem pumpen.

    Notenbanken wappnen Märkte gegen Folgen der Griechenland-Wahl - SPIEGEL ONLINE
    Wenn ich die Posts hier lese, dann bekomme ich das Gefühl, dass die überwiegende Mehrheit der Meinung ist, dass wir auf dem Weg (oder schon angekommen?) in eine Finanzoligarchie sind. Da kann ich absolut mitgehen.
    Die Frage, die wir uns als Bürger (und Zahler) stellen müssen, ist die, ob wir nur darüber lamentieren wollen und dabei wie die Kaninchen vor der Schlange erstarren oder ob wir etwas dagegen tun wollen und diese Entwicklung aufhalten möchten.
    Die meisten hier wären, glaube ich, nicht traurig, wenn das Geld umverteilt (sprich: z. B. Enteignung von Privateigentum von Bänkern und anderen Verbrechern, das ja eigentlich dem Volk gehört) und das System des Erzkapitalismus aufgebrochen und geändert werden würde.
    Hätte ich nix dagegen. Nur leider hat niemand im Moment eine Alternative zu Hand.
    Aber vielleicht ist es mal wieder Zeit, den Oligarchen die Zähne zu zeigen und eine Opposition herzustellen.
    Und wie? Naja, da fällt mir nur ein Zitat eines französischen Rentners ein, den ich auf einer Demo getroffen habe: "Also das friedliche Rumstehen nützt doch nichts. Bei uns werden Barrikaden gebaut und Autobahnen blockiert. Anders wird man doch gar nicht wahrgenommen.
    Da ist wohl was wahres dran.
    Eine andere Lösung habe ich leider auch nicht.
  3. #62

    Das ist Ironie ,oder?

    Zitat von kantundco Beitrag anzeigen
    Aber es geht jetzt darum, den "Märkten" klar zu machen, dass es keine Investition ohne Risiko gibt. Und den Politikern, dass man in Zukunft so schnell keine Schulden mehr machen kann. Und den Wählern, dass man erst für sein Geld arbeiten muss, um es dann auszugeben und das die Zeit der Wahlgeschenke vorbei ist.
    Bevor sie den Politikern etwas beibringen , erlernt meine
    Katze den Paralleltransport von Tensoren in der
    Allgemeinen Relativitätsheorie.
  4. #63

    Realwirtschaft

    Zitat von rgw_ch Beitrag anzeigen
    Und wieder mal: "There Is No Alternative". Hunderte von Milliarden Steuergeldern werden in Bankerboni umgewandelt. Niemand denkt auch nur im Traum daran, vielleicht mal in die Realwirtschaft statt in die immer grotesker aufgeblasenen Finanzmärkte zu investieren. "Die Märkte" haben die Rolle des schwarzen Mannes als Bürgerschreck übernommen. Man braucht nur mit der Missbilligung "der Märkte" zu drohen, und die Politiker sagen unisono: "TINA!"
    In UK besteht die Wirtschaft ja fast nur noch aus Finanzwirtschaft. Man sieht es an den Steuerzahlern. Dort wäre in der Realwirtschaft für 100.000.000.000 £ überhaupt kein Bedarf mehr.
  5. #64

    Aber dann

    Zitat von Otto Reutter Beitrag anzeigen
    So einen Pflegefall hatte ich meiner Family auch. Studieren bis über das 40. Semester (kein Scherz) - dann wurde der Hahn durch den Tod des Hauptsponsors abgedreht und nach einem ordentlichen Erbschaftskrach ist nun Ruhe im Karton. Bis auf den ehemaligen Dauerleistungsempfänger geht's jetzt allen richtig gut !!!

    Was im kleinen richtig ist: Rausschmiss wg. Überstrapazieren der Solidargemeinschaft, dürfte auch im Großen - Akropolis adieu - funktionieren, man muss es nur wollen !
    wird es wohl nicht bei Griechenland bleiben, oder? Da gibts ja noch andere Kandidaten, die sich standhaft weigern, ihre Finanz- und Wirtschaftspolitik von einem urzeitlichen Niveau auf einen moderen Level zu bringen.
    Ich bin überzeugter Europäer. Aber wahrscheinlich sollten wir uns auf eine Rumpf-Euro-Zone in Mittel- und Nordeuropa zurückziehen und die übrigen Länder nur als assoziierte Mitglieder angliedern, die aber für ihre Finanz-und Wirtschaftspolitik (und demnach auch für ihre Schulden) selbst verantwortlich sind. Wenn ich schon höre, dass Serbien bald die Chance bekommen soll in die EU aufgenommen zu werden, dann packt mich das kalte Grausen. Diese Länder sollen erstmal einige Jahre beweisen, dass sie 1. demokratisch sind, 2. die Menschenrechte beachten, 3. die Korruption nicht überstrapazieren.
    Dann kann man darüber reden.
  6. #65

    Zitat von munkelt Beitrag anzeigen
    Und man würde den starken Euro als Konkurrenz zum Dollar gerne abschaffen. Das käme den USA gerade recht.
    Der Euroraum wird zusammengestuzt aber nicht abgeschafft.
    Dann hat man grössere Probleme die wertlosen Dollars für
    harte Ware oder Steuern der Bürger (Investment Banking)
    unterzubringen. Unsere Politiker , in erster Linie CDU und FDP
    sehe ich hier als kleine Angestellte (Zeitarbeiter im Niedriglohn
    ohne Kündigungsfrist) diese Apparates.
  7. #66

    Zitat von mannilli Beitrag anzeigen
    Die (Zentralbanken/Politiker/Zocker/Banker) haben nicht mehr alle Tassen im Schrank. Vollkommen ungesund und irre diese Leute.
    Der Steuerzahler sollte rebellieren!!!
    Dem kann ich nur zustimmen!
    Ich denke es wird nicht mehr lange dauern bis es zu europaweiten Massenprotesten kommt.
  8. #67

    Limitkrise

    Zitat von liesalott Beitrag anzeigen
    So, die Zentralbanken bereiten Notmaßnahmen vor für den Fall, dass Tsipras' Syriza die Wahl in Griechenland gewinnt.

    In einem Land, das 0,5 Prozent des Weltbruttosozialprodukts und 0,15 Prozent der Weltbevölkerung stellt, findet eine demokratische Wahl statt, und die Zentralbanken bereiten Notmaßnahmen vor, damit die Weltwirtschaft nicht zusammenbricht. Eine Irrenanstalt ist das.
    Die Wirtschaftskraft oder Größe Griechenland spielte für deren Verschuldung keine Rolle. Die Unsummen, welche in Griechenland fröhlich genossen wurden, waren nicht in Blick auf deren Bedeutung, sondern unter Einkalkulation der Euro-Schicksalsgemeinschaft gewährt worden. Griechenland alleine wäre bereits nach einem Bruchteil der Kredite der Geldhahn abgedreht worden. Daher ist die aktuelle Krise, dass die bereits einkalkulierte Haftung aller Mitgliedsstaaten (Schuldentragfähigkeit) auch unter Berücksichtigung der anderen Krisenländer erreicht ist. In dieser Konkursmassenrechnung ist die Leistungsfähigkeit (max. Steuerabschöpfung) Deutschlands fest eingerechnet und wird daher von allen Mitspielern eingefordert.
  9. #68

    Beide haben Recht

    Zitat von Sordi Beitrag anzeigen
    Kann mir mal jemand schlüssig erklären, warum das fluten der Märkte mit Geld sinnvoll ist, ausser für die Banken? Ich muss zugeben, dass mein volkswirtschaftliches Verständnis offenbar eng begrenzt ist, aber ich lese immer wieder für mich völlig gegensätzliche Aussagen von "Top-Experten", "Gurus" und "Spezialisten" dazu, ohne auch nur annähernd rauskiregen zu können, wer dabei nicht lügt.

    So kommts mir zumindest vor :-(
    Es kommt nur darauf an, in welcher Situation man gerade ist und ob man die Sache langfristig-prinzipiell oder kurzfristig-pragmatisch sieht. Im Prinzip haben Ron Paul und sein Haupt-Berater Peter Schiff recht, wenn sie - ganz nach der österreichischen VW-Schule - sagen, dass übermässiges Gelddrucken Teufelszeug ist. So wie der dauernde Genuss von Opium. Aber wenn man am Abgrund steht - und die Renditen der Süd-Staatsanleihen manifestieren dies -, dann muss man auch gelegentlich zu einer Alternative greifen, die einem eigentlich Bauchschmerzen bereitet.
    Denn Bauchschmerzen sind weniger schlimm als ein Genickbruch. Anleger an den Kapitalmärkten fürchten nun mal Zahlungsausfälle viel mehr als Inflation. Wenn man von diesen Anlegern Geld will, muss man nun mal auf ihre Befindlichkeit, man mag sie rational finden oder nicht, eingehen.
  10. #69

    Eine Milliarde

    Nach Volker Pispers und Adam Riese muss man dafür die nächsten 20 Jahre lang (!) jeden Samstag (!) im Lotto gewinnen.

    Für 200 Milliarden wären das ergo für die nächsten 4000 Jahre - jeden Samstag eine Million!
    Alle Rettungsschirme in Summe sind fast 2 Billionen Euro.

    Hierfür würde man also 40.000 Jahre lang eine Glückssträhne benötigen. Also hätte man im Pleistozän schon mit dem Gewinnen anfängen müssen.








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