REUTERSDie wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich auf den Ernstfall vor: Sollten bei der Wahl in Griechenland die Reformgegner gewinnen, wollen die Zentralbanken der G20-Länder gemeinsam gegen Turbulenzen an den Finanzmärkten vorgehen. Großbritannien will 100 Milliarden Pfund in sein Bankensystem pumpen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838984,00.html
daß ein dermaßen kleiner Staat, dessen wirtschaftliche Wichtigkeit noch nicht einmal in Prozenten gemessen werden kann, das ganze Weltwirtschaftssystem in Panik geraten lassen kann.
Da stimmt etwas im gesamten System nicht oder nicht mehr.
Oder anders gesagt, das unwichtige Land Griechenland nimmt die ganze Welt in Anspruch um die 11 Millionen Griechen über die Runden zu bringen.
100Milliarden Pfund die Großbritannien nie und nimmer hat und sie sich von den Banken leihen muß.
Da kann man sagen fröhlich zockt der Staat auf Kosten seiner Bürger. Mir scheint der Kapitalismus liegt auch in den letzten Zügen und die Zukunft wird fürchterlich sein. Natürlich nur für die kleinen Leute, die schon jetzt nicht viel von dem sogenannten Reichtum kennengelernt haben.
Das Geld flieht in den schweizer Franken, der schweizer Staat muss Risiken ankaufen, um den Franken nach unten zu stabilisieren (entwerten).
Die Bank von England kauft Risiken, indem sie ihr Geld unter die Banken streut.
Das ist purer Sozialismus/Kommunismus/Dirigismus. Wer hier das Ende des Kapitalismus sieht, hat nichts begriffen. Der Geldmarkt funktioniert nicht mehr, warum auch immer, jedenfalls scheinen die Marktinstrumente (Derivate) ein wesentlicher Beitrag dafür zu sein, dass wir jetzt dirigistische Zustände haben, oder anders ausgedrückt, Kapitalismus funktioniert nicht, wenn die Marktteilnehmer sich wie Vollidioten verhalten und sich nicht gegen jedes Risiko unvernünftig verhalten.
Mich verwundert die Rolle der Rating Agenturen, offensichtlich sind deren Vorhersagen (Ratings) nicht an die Marktgeschehnisse angepasst, da es immer wieder zu diesen panikartigen Reaktionen kommt, die den Staatdirigismus erfordern. Wenn ich eine Rating Agentur wäre würde ich über mich selbst sagen, dass ich nichts zu sagen hätte, da erst nicht zugehört wird und dann in Panik verfallen wird. Sollen Rating Agenturen nicht besonnenes Handeln für vernünftige zukünftige Investitionen fördern. Niemand nimmt irgendjemanden ernst und der Markt reagiert paranoid bis schwachsinnig, was soll man dazu sagen. Das ist schlicht verrückt und nicht vernünftig.
Es geht in dieser Frage eigentlich nicht um Griechenland, sondern um die Dominotheorie und auch wichtig die Machtfrage welche Währungspolitik sich durchsetzt. Frankreich versucht hier massiv Druck zu machen die Vergemeinschaftung der Schulden zu erreichen (auch im Bewusstsein, dass einige ihrer Banken sehr marode sind).
Na klar funktioniert das! Und wir alle zahlen
für die Reichen und Superreichen.
Wenn wir das nicht tun , stürzen uns die
Banken ohne mit der Wimper zu
zucken in den Abgrund.
Ohne tefgreifende Eingriffe in das Eigentum
aller Millionäre wird sich nichts ändern.
Das wird der Michel nicht tun , denn er
hat seinen Fussball und sein Bier!.
Es ist weder "neo" noch "liberal", was da gerade passiert.
Es ist ein Spielchen sehr mächtiger Player, die Politiker dazu gepresst haben, Verträge und Recht zu brechen. Würde man sich wirklich nach den ominösen Märkten richten, dann wären zwar ein paar Banken und Länder pleite (und würden sich inzwischen reformieren oder restrukturieren) aber das Risiko wäre nicht so groß. Auch wenn man den Mist der gerade passiert gern als neoliberal verursacht bezeichnet, es ist letztlich nur die Folge davon, dass der Staat und die Politik massiv in die Märkte eingegriffen haben. Eher also ein Finanzsozialismus (wobei das Wort sozial hier wirklich nicht passt, aber die Effekte recht gut beschreibt.)