Forum


 

Griechenland-Wahl: Notenbanken der Welt wappnen sich gegen Marktschock

REUTERSDie wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich auf den Ernstfall vor: Sollten bei der Wahl in Griechenland die Reformgegner gewinnen, wollen die Zentralbanken der G20-Länder gemeinsam gegen Turbulenzen an den Finanzmärkten vorgehen. Großbritannien will 100 Milliarden Pfund in sein Bankensystem pumpen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838984,00.html
  1. #30

    so gehts,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich auf den Ernstfall vor: Sollten bei der Wahl in Griechenland die Reformgegner gewinnen, wollen die Zentralbanken der G20-Länder gemeinsam gegen Turbulenzen an den Finanzmärkten vorgehen. Großbritannien will 100 Milliarden Pfund in sein Bankensystem pumpen.

    Notenbanken wappnen Märkte gegen Folgen der Griechenland-Wahl - SPIEGEL ONLINE
    wenn geld als mittel zum zweck zum selbstzweck wird. dass die banken und finanzinstitute eigentlich dienstleister für wirtschaft und bürger sein sollten, ist kaum mehr erkennbar.
  2. #31

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich auf den Ernstfall vor: Sollten bei der Wahl in Griechenland die Reformgegner gewinnen, wollen die Zentralbanken der G20-Länder gemeinsam gegen Turbulenzen an den Finanzmärkten vorgehen. Großbritannien will 100 Milliarden Pfund in sein Bankensystem pumpen.

    Notenbanken wappnen Märkte gegen Folgen der Griechenland-Wahl - SPIEGEL ONLINE
    Alles nur Panikmache. Wetten, dass am Montag die Sonne genauso scheint, der Himmel immer noch blau ist und der Bäcker frische Brötchen hat?
  3. #32

    Es ist nicht nachzuvollziehen,

    daß ein dermaßen kleiner Staat, dessen wirtschaftliche Wichtigkeit noch nicht einmal in Prozenten gemessen werden kann, das ganze Weltwirtschaftssystem in Panik geraten lassen kann.

    Da stimmt etwas im gesamten System nicht oder nicht mehr.

    Oder anders gesagt, das unwichtige Land Griechenland nimmt die ganze Welt in Anspruch um die 11 Millionen Griechen über die Runden zu bringen.
  4. #33

    Das ist ja der Wahnsinn,

    Zitat von jetzt:hördochauf Beitrag anzeigen
    100 Milliarden Pfund - Da hat dann mal fix jeder Brite gut 2000€ locker gemacht, weil in Griechenland Wahl ist?

    (Hab ich was nicht mibekommen? Irgendwo noch eine Kolonie gefunden, oder am Ende schon wieder Weihnachten?)

    Man mag garnicht mehr Lotto spielen - puh ein paar lumpige Millionen...
    100Milliarden Pfund die Großbritannien nie und nimmer hat und sie sich von den Banken leihen muß.

    Da kann man sagen fröhlich zockt der Staat auf Kosten seiner Bürger. Mir scheint der Kapitalismus liegt auch in den letzten Zügen und die Zukunft wird fürchterlich sein. Natürlich nur für die kleinen Leute, die schon jetzt nicht viel von dem sogenannten Reichtum kennengelernt haben.
  5. #34

    Vergesellschaftung der Risiken

    Das Geld flieht in den schweizer Franken, der schweizer Staat muss Risiken ankaufen, um den Franken nach unten zu stabilisieren (entwerten).
    Die Bank von England kauft Risiken, indem sie ihr Geld unter die Banken streut.
    Das ist purer Sozialismus/Kommunismus/Dirigismus. Wer hier das Ende des Kapitalismus sieht, hat nichts begriffen. Der Geldmarkt funktioniert nicht mehr, warum auch immer, jedenfalls scheinen die Marktinstrumente (Derivate) ein wesentlicher Beitrag dafür zu sein, dass wir jetzt dirigistische Zustände haben, oder anders ausgedrückt, Kapitalismus funktioniert nicht, wenn die Marktteilnehmer sich wie Vollidioten verhalten und sich nicht gegen jedes Risiko unvernünftig verhalten.
    Mich verwundert die Rolle der Rating Agenturen, offensichtlich sind deren Vorhersagen (Ratings) nicht an die Marktgeschehnisse angepasst, da es immer wieder zu diesen panikartigen Reaktionen kommt, die den Staatdirigismus erfordern. Wenn ich eine Rating Agentur wäre würde ich über mich selbst sagen, dass ich nichts zu sagen hätte, da erst nicht zugehört wird und dann in Panik verfallen wird. Sollen Rating Agenturen nicht besonnenes Handeln für vernünftige zukünftige Investitionen fördern. Niemand nimmt irgendjemanden ernst und der Markt reagiert paranoid bis schwachsinnig, was soll man dazu sagen. Das ist schlicht verrückt und nicht vernünftig.
  6. #35

    ...

    Zitat von KT712 Beitrag anzeigen
    Stimmt es eigentlich, dass sich selbst in der benachbarten Andromeda-Galaxie angesichts der Entwicklung in Griechenland pure Panik breit macht und die Aliens einen Rettungsfonds für ihre Banken auflegen?

    Tut mir leid, langsam ist die Panik für mich nicht mehr nachvollziehbar. Griechenland hat ein Völkchen von etwas mehr als 10 Millionen Menschen, die Staatsschulden lagen 2011 bei 355 Mrd. €. Das ist natürlich eine hübsche Menge Geld. Die Gesamtschulden in der EU zur selben Zeit lagen allerdings bei 10,4 Billionenen €. Die USA allein sind noch besser, die kommen auf 12,2 Billionen € Schulden (15,5 Billionen $). Tut mir leid, wenn die (Finanz)Welt zusammenbricht, wird es wohl nicht allein an den 10 Millionen Griechen liegen.
    Es geht in dieser Frage eigentlich nicht um Griechenland, sondern um die Dominotheorie und auch wichtig die Machtfrage welche Währungspolitik sich durchsetzt. Frankreich versucht hier massiv Druck zu machen die Vergemeinschaftung der Schulden zu erreichen (auch im Bewusstsein, dass einige ihrer Banken sehr marode sind).
  7. #36

    okay....

    Zitat von strauch Beitrag anzeigen
    Warum geben die Briten nicht einfach die 100 Miliarden den Griechen. Dann wäre 11 Millionen Menschen geholfen. Statt es im Fall einer "falschen" Wahl ins Finanzsystem zu Pumpen. Und warum brauchen überhaupt die Banken das Geld?!
    Das ist wohl die 10 Billionen Euro Frage!
  8. #37

    Der ESM ist durch ihr Träumer

    Zitat von juerler@saxonia.net Beitrag anzeigen
    Das kann nicht gut gehen. Es widerspricht allen ökonomischen Gesetzen.
    Alle Staaten haben Schulden und pumpen "Scheingeld" in die Märkte.
    Mal abgesehen, dass Otto-normalbuerger dafür zahlen soll und muss, kann so eine Rechnung nicht funktionieren.
    Der Kap. ist an seiner Grenze angelangt.
    Na klar funktioniert das! Und wir alle zahlen
    für die Reichen und Superreichen.
    Wenn wir das nicht tun , stürzen uns die
    Banken ohne mit der Wimper zu
    zucken in den Abgrund.
    Ohne tefgreifende Eingriffe in das Eigentum
    aller Millionäre wird sich nichts ändern.
    Das wird der Michel nicht tun , denn er
    hat seinen Fussball und sein Bier!.
  9. #38

    weich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich auf den Ernstfall vor: Sollten bei der Wahl in Griechenland die Reformgegner gewinnen, wollen die Zentralbanken der G20-Länder gemeinsam gegen Turbulenzen an den Finanzmärkten vorgehen. Großbritannien will 100 Milliarden Pfund in sein Bankensystem pumpen.

    Notenbanken wappnen Märkte gegen Folgen der Griechenland-Wahl - SPIEGEL ONLINE
    der Westen braucht kein Militär , er braucht auch keinen Feind. Er fällt von allein auseinander.
  10. #39

    Hören Sie endlich auf mit diesem orwellschem Neusprech!

    Zitat von produster Beitrag anzeigen
    Das Euro- Spiel muss weiter gehen, koste es was es wolle. Der neoliberale Traum der Eliten, grenzenlos Kohle zu machen und die Risiken bei Staaten und Steuerzahlern abzuladen, funktioniert bis in den bitteren Untergang. Der Euro, gepriesen als Heilsbringer einer ewig prosperierenden "Wachstumsgesellschaft", ist das Instrument dieser kranken Idiologie. Europa hat er Teuerung, Ruin, Gleichmacherei und schließlich die Spaltung gebracht. Und das alles alternativlos. Glückwunsch an die Eliten. Eure Taschen sind voll wie nie.
    Es ist weder "neo" noch "liberal", was da gerade passiert.
    Es ist ein Spielchen sehr mächtiger Player, die Politiker dazu gepresst haben, Verträge und Recht zu brechen. Würde man sich wirklich nach den ominösen Märkten richten, dann wären zwar ein paar Banken und Länder pleite (und würden sich inzwischen reformieren oder restrukturieren) aber das Risiko wäre nicht so groß. Auch wenn man den Mist der gerade passiert gern als neoliberal verursacht bezeichnet, es ist letztlich nur die Folge davon, dass der Staat und die Politik massiv in die Märkte eingegriffen haben. Eher also ein Finanzsozialismus (wobei das Wort sozial hier wirklich nicht passt, aber die Effekte recht gut beschreibt.)


TOP



TOP