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Griechenland vor der Wahl: Europas hysterische Erpressungsversuche

DPANie sind die Griechen vom Ausland derart unter Druck gesetzt worden wie bei dieser Wahl. Die linke Athener Tageszeitung "To Ethnos" zeigt sich entrüstet. Athens Partner hätten ihren Lieblingskandidaten schon gekürt: den Konservativen Antonis Samaras.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...839155,00.html
  1. #30

    Kapitalismus-Neo-Kolonialisierung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nie sind die Griechen vom Ausland derart unter Druck gesetzt worden wie bei dieser Wahl.

    ...Viel schwerwiegender für die Griechen ist da die Äußerung Schäubles, dass an der realen Situation Griechenlands, das durch Fehlwirtschaft in einer schmerzhaften Krise ist, "ein wie auch immer geartetes Wahlergebnis nichts ändern" wird.
    Wahl in Griechenland: Europas Politiker küren Sieger vorab - SPIEGEL ONLINE
    Sollten die Sparbefürworter die Wahlen gewinnen, dann sollte man grundsätzlich darüber nachdenken, die Wahlen anzufechten und annulieren zu lassen, da hier ganz offensichtlich Wahlmanipulation zu Gunsten der Sparbefürworter und Teuro-Retter betrieben wird.

    Genaugenommen fehlt nur noch eine Bemerkung im Sinne von, wenn die Spargegner gewinnen sollten, dann marschiern die EU-Streitkräfte in GR ein und ändern das System, nach der Vorstellung von Merkel, Schäuble, Hollande, Obama, etc.

    ...und wir führen das Fronwesen wieder ein.
  2. #31

    Zitat von FreakmasterJ Beitrag anzeigen
    Sollten die Sparbefürworter die Wahlen gewinnen, dann sollte man grundsätzlich darüber nachdenken, die Wahlen anzufechten und annulieren zu lassen, da hier ganz offensichtlich Wahlmanipulation zu Gunsten der Sparbefürworter und Teuro-Retter betrieben wird.

    Genaugenommen fehlt nur noch eine Bemerkung im Sinne von, wenn die Spargegner gewinnen sollten, dann marschiern die EU-Streitkräfte in GR ein und ändern das System, nach der Vorstellung von Merkel, Schäuble, Hollande, Obama, etc.

    ...und wir führen das Fronwesen wieder ein.
    Werden schon mal Verschwörungstheorien für den Fall eines unerwarteten Wahlausgangs bereitgelegt?

    Bitte erklären Sie uns doch mal was die "Spargegner" tun wollen?

    Ist es nicht so, dass der griechische Staat faktisch Pleite ist und kein Geld mehr hat, dass er ausgeben kann? Griechenland spart ja nicht weil es Lust dazu hat, sondern weil es kein Geld mehr hat. Die einzigen, die Momentan noch Geld geben sind die EU und die möchte dafür Gegenleistungen in Form von Reformen sehen.
    Dafür wurden Verträge abgeschlossen und ein Staat hat geschlossene Verträge einzuhalten.

    Wenn die "Spargegner" an die regierung kommen heißt das doch, dass diese Geld ausgeben wollen, dass sie nicht haben. Die EU wird ihre Hilfen stoppen, weil die Griechen vertragsbrüchig werden und dann?

    Bitte erklären Sie uns wie das "Nichtsparen" funktionieren soll?
  3. #32

    so oder ähnlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nie sind die Griechen vom Ausland derart unter Druck gesetzt worden wie bei dieser Wahl. Die linke Athener Tageszeitung "To Ethnos" zeigt sich entrüstet. Athens Partner hätten ihren Lieblingskandidaten schon gekürt: den Konservativen Antonis Samaras.

    Wahl in Griechenland: Europas Politiker küren Sieger vorab - SPIEGEL ONLINE
    So oder ähnlich wie Merkel und Co. und die meisten Schreiber hier, haben wohl die rechten konservativen Adligen gedacht, geschrieben und gesprochen, als über Europa die Revolution fegte.

    Auch damals haben die rechten konservativen Adligen um ihre Pfründe, ihre Macht und ihr Geld gebangt. Auch sie haben das Volk ausgequetscht, erpresst, eingesperrt und niedergeschossen.

    Ich kann die meisten Schreiber hier gar nicht verstehen. Denn hätte es in der Geschichte nicht immer wieder die Linken Revolutionen gegeben, dann könnten sie nicht heute ihren Mist in Spiegel.Online schreiben.

    Fällt Griechenland, dann fällt auch nach und nach jede andere konservativ rechte Regierung in Europa.
    Die Elite hat Angst um ihre Pfründe und das dumme deutsche BILDzeitungs-Volk lässt sich vor den Karren spannen.

    Ich wünsche mir, dass in Griechenland das Linke Parteibündnis Syriza mit Alexis Tsipras gewinnt. Denn dann kommt das Volk Europas der Demokratie wieder einen Schritt näher.

    Europa braucht keine selbsternannten Führerinnen und Führer, die sich immer und immer wieder aus dem gleichen Klüngel rekrutieren.
  4. #33

    Schäuble...

    Zitat von tq35 Beitrag anzeigen
    ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll. Ich kann nur hoffen, dass es sich um eine verwirrte Einzelmeinung handelt. Wenn die Mehrzahl der Griechen so denkt, irrt Herr Schäuble... denn dann ist der Realitätsverlust und nicht die marode Wirtschaft das griechische Hauptproblem.
    Nein, der Schäuble irrt nicht, denn er argumentiert im Rahmen dessen, was demokratische Systeme real auch umsetzen können.

    Es bringt ja nix, wenn man demokratisch beschließt, die Erde sei eine Scheibe, aber die Realität widerlegt dann jenes Abstimmungsergebnis...
  5. #34

    Nix Panik, eher Sorge...

    Zitat von florian_peiper Beitrag anzeigen
    Den EURO-Fundamentalisten in Europa ist die Panik ins Gesicht geschrieben. Anders ist die Einmischung in eine Wahl, die eigentlich frei und ohne Druck von aussen ablaufen sollte, nicht zu erklären.
    Das Problem ist, das Tsipras etwas vermarktet, was "technisch" nicht funktionieren kann.

    Er ist eher ein Vertreter der "alten Garde", also jener Politiker, welche sich mit unrealistischen Versprechungen zu profilieren versuchen.

    Somit kommt es zu jenem "Druck von außen", denn was sonst willst du machen, wenn eine Bevölkerung auf dem Weg ist, sich selbst in eine "Regentschaft der Extremisten" (Diktatur) zu wählen.

    Wenn man nicht will, dass einem "warum hast du nichts gemacht?" vorgeworfen wird, muss man sich leider einmischen...
  6. #35

    entfesselter Kapitalismus...

    Zitat von unglaublichaberwahr Beitrag anzeigen
    Wenige von 10 Millionen, das sind Menschen die genug haben von Sparschweinen, Diktaten und vor allem vom globalisiertem Kapitalismus !
    Hoffentlich merken wir auch bald, wohin uns die Frau Nussknackerfresse mit ihren Genossen führt, allerhöchste Zeit ist es, schon bald zu spät !
    Ein entfesselter Kapitalismus funktioniert nicht, weil er sich eben jene Grundlage zerstört, welche ihm die Rendite liefern soll.

    Gleichzeitig darfst du dich aber auch nicht via Besteuerung dafür verantwortlich machen, dass Steuereinnahmen in die Hände eines Sigmar Gabriel oder eines Horst Seehofers gelegt werden, denn jene Leute stellen durch ihre Handlungen die Vorteile ihrer Partei über die Vorteile des Staates (also uns).
  7. #36

    Das ist alles bekannt...

    Zitat von simon23 Beitrag anzeigen
    Jetzt geht es wohl zuende. Ich kann den Stolz ja verstehen, der aus den Zeilen spricht - und ich könnte sogar verstehen, das die massive Unterstützung von Samaras geradezu Gegenreaktionen provoziert. Bloß ist die Zeit abgelaufen, in der man sich unbedachte Emotionsausbrüche leisten konnte.
    Tatsächlich geht es nicht ohne die griechische Einsicht, das sie egal wie durch eine sehr bittere Phase gehen müssen. Und das sie ihren Staat auf ein festes Fundament werden stellen müssen.
    Sie verstehen nicht, das die massiven Hinweise auf ein gewünschtes Wahlverhalten, nicht nur eine Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten sind, sondern ein Hinweis darauf, was kommt, wenn sie einen anderen Weg gehen wollen.
    Natürlich wissen auch die anderen Staaten nicht, was kommt, wenn der Bruch vollzogen wird, aber tatsächlich nachgeben und sich von Griechenland erpressen lassen, das werden sie nicht. Da bin ich mir sicher. Ende der Fahnstange.
    Die massiven "Hilfsgelder" der vergangenen zwei Jahre hatten ja gar nicht das Ziel, jene griechische Pleitementalität zu stützen, sondern die Spargelder deutsch/französischer Sparer zu schützen.

    Mittlerweile sollte GR "außen vor" stehen d.h.:
    Der Sparer "bestmöglich" geschützt sein, d.h. im Rahmen dessen, was man sich so binnen zwei Jahren als Krisenszenarien ausdenken konnte.

    Das Ziel jener "Schutzschirme" war doch: Egal was "die" machen, die Folgen sind deren eigenes Problem.

    Somit durften "Hilfsmaßnahmen" (auch "Bankenretttung" genannt) nicht das griechische Pleitesystem stützen, sondern sollten "andere Staaten" vor den Folgen der GR-Pleite bestmöglich abschirmen.

    Zieht der Euroraum jetzt also diese "geplante Pleite" durch, liefert er damit die Vorlage dafür, wie er sich gegen Reformverweigerer schützt.

    Damit "härtet" man dann natürlich die Währung, erzeugt also zusätzlichen Konsolidierungsdruck...
  8. #37

    Lieber Herr Delastik,

    >Der letzte kleine Chef jedes noch so unbedeutenden
    >europäischen Landes meint, er hätte nunmehr das Recht,...

    Aus Ihren Worten spricht sehr viel Verachtung fuer Ihre europaeischen Partner. Was umso unverstaendlicher ist, da es sich dabei wohl um just solche "unbedeutenden Laender" handelt, die Ihrem Land seit gut 2 Jahren finanziel unter die Arme greifen. Ich kann ja gut verstehen, dass Sie sich in Ihrer nationalen Ehre verletzt fuehlen, trotzdem muss man aber in der Lage sein, offen ueber die Probleme sprechen zu koennen. Und diese Probleme sind nunmal hausgemacht. Darum kommt man nicht herum.

    Ich lebe seit fast 20 Jahren in Portugal und kenne mich ganz gut mit den Problemen der Mittelmeerlaender aus. Noch vor 6 Monaten habe ich mich rueckhaltlos fuer weiter Unterstuetzungen an Griechenland eingesetzt. In der Zwischenzeit hatte ich aber Gelegenheit, mich ein bisschen zu informieren und ich muss sagen, dass selbst mich die Zustaende in Griechenland noch ueberrascht haben. Was mich aber am meisten schockiert ist das Verhalten ihrer Landsleute. Seit ich die Gelegenheit hatte mit Griechen zu diskutieren, ist mir klar geworden, dass wir nicht die gleich Sprache sprechen und uns niemals einigen werden, in der gleichen Waehrungsunion zu leben.

    Ich wuensche Ihnen alles Gute.
  9. #38

    nichtsparen

    Ist es nicht so, dass der griechische Staat faktisch Pleite ist und kein Geld mehr hat, dass er ausgeben kann? Griechenland spart ja nicht weil es Lust dazu hat, sondern weil es kein Geld mehr hat. Die einzigen, die Momentan noch Geld geben sind die EU und die möchte dafür Gegenleistungen in Form von Reformen sehen.
    Zunächst einmal die Fakten: Griechenland ist derzeit ein "failed state", in dem Korruption und Nepotismus hausieren. Jedwedes Geld, das dort reingepumpt wird, erreicht nicht die Bedürftigen, sondern versickert in undurchsichtigen Kanälen. Es gibt so viele Griechen, die als Unternehmer auf ein Startsignal warten, doch an denen gehen unsere Subventionen vorbei.

    Wenn Griechenland in der Eu bleiben soll, ein Teil Europas darstellen soll, als Begründer heutiger kultureller Rahmenbedingungen für Europa, dann braucht es eine völlig neue Führung, die Korrupten und Nepoten bildlich gesprochen die Hand abhaut.

    Dafür wurden Verträge abgeschlossen und ein Staat hat geschlossene Verträge einzuhalten.
    Wenn diese Verträge aber schädlich für die Allgemeinheit sind, was dann? Es kann doch nicht sein, dass unendlich Beamte eingestellt werden, um Wähler zuu sichern, während diese Beamte aber auch rein gar nichts zu tun haben außer sich Ende des Monats ihren Scheck abzuholen.

    Wenn die "Spargegner" an die regierung kommen heißt das doch, dass diese Geld ausgeben wollen, dass sie nicht haben. Die EU wird ihre Hilfen stoppen, weil die Griechen vertragsbrüchig werden und dann?
    Momentan werden in Griechenland die Konsumenten lahmgelegt, die sonst konsumiert hätten. Durch Arbeitslosigkeit bricht die Konsumfähigkeit weg, die Nachbarschaftsläden müssen schließen, weil ihnen die Konsumenten wegbrechen.

    Bitte erklären Sie uns wie das "Nichtsparen" funktionieren soll?
    Meines Erachtens gibt es in Griechenland diverse Möglichkeiten, Staatsausgaben von der unteren Mitte weg zu leiten, diese zu unterstützen, und diejenigen darüber zu belasten.
  10. #39

    im Prinzip richtig

    Schade, dass so ein Artikel in die unteren SChlagzeilen verbannt wird. TRotz seiner etwas überdimensionierten Deutschen-Schelte (sogar dass Obama sich einmischt, geht auf eine Einwilligung von Frau Merkel zurück?) ist das Anliegen des Autors ja sehr berechtigt. Wir können aufgrund einer wirtschaftlichen Krisenlage nicht die Demokratie abschaffen und dürfen den Willen eines Volkes auch nicht umbiegen und ummodeln, bis er uns endlich passt. Es ist ein Zeichen der völligen DEsorganisiertheit Europas, dass es das Fehlen demokratisch legitimierter gemeinsamer Entscheidungsfindung nun durch planlosen Erpressungsdruck von außen zu kompensieren versucht.


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