Die heutigen nicht oder kaum mehr leistungs- und wettbewerbsfähigen Europroblemvolkswirtschaften wollen weiterhin, dass die wenigen leistungsfähigen Eurovolkswirtschaften die geld- und währungspolitisch stabilitätsorientierten Zielsetzungen völlig aufgeben. Die Vergemeinschaftlichung, die Monetarisierung und die Sozialisierung von allen Schulden und Risiken innerhalb dieser Währungsunion soll die Überschuldungs- und zyklische Abschwungsphase in Teilgebieten lösen helfen. Die bisherigen Maßnahmen, EFSF, der kommende ESM, Target 2, ELA, LTRO, die Beitragserhöhungen zum IWF und dessen weitere Hilfeleistungen deuten auf diese ökonomisch-politische Zielrichtung hin.
Dies kann jedoch für Deutschland, für Österreich, für die Niederlande und auch für Finnland keine tragfähige Option sein, denn in erster Linie diese Länder wären von diesen Hilfsmaßnahmen durch Inflationierung und weiteren gigantischen versteckten und verdeckten Hilfszahlungen betroffen. Diese Länder müssen sich in einer gemeinsamen Verhandlungsposition zusammenschließen und offen damit drohen, diese zukünftige Transfer-, Inflationierungs- und Weichwährungsunion zu verlassen.
Die vertraglichen, die ökonomischen aber auch die politischen Erwartungen und auch die Zielsetzungen, die mit dieser Währungsunion verbunden waren, sind somit nicht mehr gegeben. Nachgeben und zahlen, dies kann keine Lösung mehr darstellen. Die Entscheidungsfindung, die Abstimmung zum ESM, sie wird die Zielrichtung vorgeben. Der Widerstand dagegen im Bundestag dürfte leider nur sehr mäßig sein. Die europäische Solidarität und die Loyalität zu Europa darf jedoch nicht überstrapaziert werden. Es würde uns ökonomisch und auch finanzierungstechnisch überfordern.

Antworten / Zitieren

