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Griechenland nach der Wahl: Athen braucht Kamikaze-Politiker

APDer konservative Wahlsieger Antonis Samaras könnte eine Koalition für das Spar-Memorandum bilden. Griechenland habe dann eine Zukunft, glaubt die Tageszeitung "Kathimerini". Die Bedingung: Die Politiker müssen eine bisher vernachlässigte Tugend beweisen - Verantwortungsbewusstsein.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...839574,00.html
  1. #1

    Was die "europäischen Partner" - "wir Deutsche" allen voran kapieren müssen ist, daß es für die griechische Bevölkerung keine Rolle spielt, ob sie durch einen Euro-Austritt/Rauswurf vor die Hunde geht, oder durch das Spardiktat. Außerdem stecken "Wir" in dem ganz besonderen Dilemma, daß die Wahlen ja nun so ausgegangen sind, wie "Wir" das wollten. Und nun kommen auch die bösen Konservativen von dort an und wollen die Auflagen neu verhandeln. Na, Frau Merkel, bauen sie weiter auf Sturheit und treiben damit die Rechnung weiter in die Höhe?

    PS: Das Wort "wir" im Bezug auf "wir Deutsche" steht in Anführungszeichen, weil ich zwar Deutsche bin, mich mit der Politik, dem Verhalten und der Auffassung dieses Landes gegenüber den anderen Staaten nun beim besten Willen nicht mehr identifizieren kann.
  2. #2

    Der Worte sind genug gewechselt

    ...und so weiter.

    Mal sehen, wann die ersten Griechen ihr Schwarzgeld wieder zurueckbringen.

    Jetzt, wo die ND gewonnen hat, wird ja alles magischerweise wieder gut, jeder wird ehrlich und es regnet Retsina.
  3. #3

    Parlamentarische Demokratie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der konservative Wahlsieger Antonis Samaras könnte eine Koalition für das Spar-Memorandum bilden. Griechenland habe dann eine Zukunft, glaubt die Tageszeitung "Kathimerini". Die Bedingung: Die Politiker müssen eine bisher vernachlässigte Tugend beweisen - Verantwortungsbewusstsein.

    Griechenland: Samaras muss verantwortungsvoll mit dem Wahlsieg umgehen - SPIEGEL ONLINE
    Ja weiss das der direktor der Kathimerini nicht dass in der gr. Verfassung unser Demokratie auch die Rolle der Opposition eingesehen wird? Hat papachelas immer noch nicht kapiert dass 58% (bei einer Wahlbeteiligung von 63%) der Waehler sich gegen das Memorandum und die Austaeritaetspolitik zum zweiten Mal ausgesprochen haben? Macht euch keine grosse Hoffnungen, da an der Suedkueste, nd- pasok sind eine fertige Sache dank eurer Panikmache. Diesmal wird das "to big to fail" zu eurem Verhaengniss, ihr bilderberger, die Griechen wissen das und warten auf ihre Chance.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der konservative Wahlsieger Antonis Samaras könnte eine Koalition für das Spar-Memorandum bilden. Griechenland habe dann eine Zukunft, glaubt die Tageszeitung "Kathimerini". Die Bedingung: Die Politiker müssen eine bisher vernachlässigte Tugend beweisen - Verantwortungsbewusstsein.

    Griechenland: Samaras muss verantwortungsvoll mit dem Wahlsieg umgehen - SPIEGEL ONLINE
    Zitat aus dem Artikel:
    Nun müssen alle involvierten Politiker, auch Syriza-Chef Alexis Tsipras, sämtliche Erwartungen übertreffen und mit enormer Effizienz und mit Verantwortungsbewusstsein die Geschicke des Landes lenken, damit wir den gewaltigen und unmittelbaren Gefahren entkommen. Keiner kann behaupten, er "wisse nicht", in welcher Lage sich das Land genau befindet. Keiner darf Verantwortungslosigkeit an den Tag legen, nur weil ihm das Volk die Rolle der Opposition übertragen hat. Wir sitzen alle im selben Boot.
    Wenn Ihr Apell ernst gemeint ist, sollte eine der ersten Maßnahmen des Herrn Samaras sein die ausstehenden Steuern bei den grossen Vermögen einzusammeln, da wird er die volle Unterstützung des Herrn Tsipras haben. Sieht aber nicht so aus als ob das als eine seiner vorrangigen Aufgaben sieht.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der konservative Wahlsieger Antonis Samaras könnte eine Koalition für das Spar-Memorandum bilden. Griechenland habe dann eine Zukunft, glaubt die Tageszeitung "Kathimerini". Die Bedingung: Die Politiker müssen eine bisher vernachlässigte Tugend beweisen - Verantwortungsbewusstsein.

    Griechenland: Samaras muss verantwortungsvoll mit dem Wahlsieg umgehen - SPIEGEL ONLINE

    Es ist lächerlich, dass diejenigen, die die größte Schuld an der (griechischen) Misere trifft, jetzt angeblich die Retter sein sollen, obwohl diese sich seit Anfang der Krise, immerhin nun schon vier Jahre, keinesfalls irgendwie gebessert hätten und sich weiter die Taschen ohne Scham gefüllt haben. Und das schlimmste an allem ist noch, dass unsere Politiker das ganze auch noch unterstützt haben, indem sie den Griechen immer wieder einbleuen wollten, dass ein anderes Wahlergebnis katastrophale Folgen für sie hätte.
  6. #6

    Schlimm, was Sie da schreiben, und Sie haben völlig Recht!

    Zitat von marthaimschnee Beitrag anzeigen
    Was die "europäischen Partner" - "wir Deutsche" allen voran kapieren müssen ist, daß es für die griechische Bevölkerung keine Rolle spielt, ob sie durch einen Euro-Austritt/Rauswurf vor die Hunde geht, oder durch das Spardiktat. Außerdem stecken "Wir" in dem ganz besonderen Dilemma, daß die Wahlen ja nun so ausgegangen sind, wie "Wir" das wollten. Und nun kommen auch die bösen Konservativen von dort an und wollen die Auflagen neu verhandeln. Na, Frau Merkel, bauen sie weiter auf Sturheit und treiben damit die Rechnung weiter in die Höhe?

    PS: Das Wort "wir" im Bezug auf "wir Deutsche" steht in Anführungszeichen, weil ich zwar Deutsche bin, mich mit der Politik, dem Verhalten und der Auffassung dieses Landes gegenüber den anderen Staaten nun beim besten Willen nicht mehr identifizieren kann.
    Es macht einen trarig und auch wütend, von solchen "Politikern" (egal wo) regiert zu werden und von solchen Bankstern (egal wo) ständig betrogen zu werden, ja sogar bis zu unseren Nachfahren!
    Ekelhaft.
    Hauptäter für mich war der "große Kanzler", der die sog. Einheit mit dem "Mantel der Geschichte" umhülte um uns alle einzunebeln. Seines Ruhmes wegen.
    Denn 1989 fing das alles an. Und heute: Alle (fast alle) sind unzufrieden, geschädigt, hoffnungslos, verelendet usf. In West und Ost.
    War das alles nötig? Christlich? Deutsch?
    Viele Fragen aber wenig Antworten.
  7. #7

    Das ewige Gejammer um Griechenland

    Die PIIGS gehoerten nie in den EURO-Club. Ausserdem ist der EURO ohne politische Vereinigung zu Scheitern verurteilt. Politischer Groessenwahn hat ihn geschaffen ohne finanzielle Kontrolle. Jeder luegt in seine eigene Tasche und laesst andere bezahlen. Niemand braucht Griechenland und sein Bankrott ist kein Weltuntergang. Jeder Suedamerikanische Staat war schon dreimal Bankrott, Mexico fuenf mal und alles ging weiter nach der Geldabwertung.
  8. #8

    optional

    Warum sollte diese dritte Chance die ersehnte Abkehr vom bisherigen politischen agieren herbei führen? Warum sollten diese Volksvertreter jetzt bereit sein mehr Verantwortung zu übernehmen und nicht zu zittern beginnen, wenn es ungemütlich wird? Der Mensch ändert sich nicht plötzlich von einem Tag auf den anderen.
  9. #9

    Kamikaze

    Zitat von vhe Beitrag anzeigen
    ...und so weiter.

    Mal sehen, wann die ersten Griechen ihr Schwarzgeld wieder zurueckbringen.

    Jetzt, wo die ND gewonnen hat, wird ja alles magischerweise wieder gut, jeder wird ehrlich und es regnet Retsina.
    Lach, wahrscheinlich wird es so kommen :-)

    Immerhin hat sich ja Bedeutsames geändert. Samaras will nun - deutlich geschwächt - die Politik von Papandreou weiterführen, die er so heftig bekämpft hat.

    Samaras ist doch für die aktuelle politische Krise in GR verantwortlich. Er hätte doch Papandreou in einer Regierung der nationalen Einheit stützen können. Das hätte Vertrauen gebracht. Dieses hat er aber wegen seiner Geltungssucht zerstört.

    ND und Pasok haben zusammen übrigens nur 26 % der Wahlberechtigten gewählt. Nicht gerade ein Vertrauensbeweis, wie nun gejubelt wird.

    Das kann mit Samaras auch so nicht weitergehen. Selbst wenn er Ministerpräsident wird - was eine Schande wäre - wird er GR nicht stabilisieren. Der schmerzhafte Prozess wird nur in die Länge gezogen.

    Insofern ist es nur konsequent, wenn Tsipras ihn vor sich her treiben wird. Er wird die Massen auf die Straße bekommen. Das ist die Kamikazepolitik, die hier gefordert wurde!








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