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Griechenland-Krise: Weltbank-Chef fordert Notfallplan für Banken

AFPDie Krise in Griechenland ruft Weltbank-Chef Zoellick auf den Plan. Er fordert, die europäischen Politiker müssten einen Notfallplan für Banken parat haben, falls das Land aus dem Euro ausscheiden sollte. Seine Sorge: Es sei unklar, ob sich die Europäer bereits "mental auf diesen Schritt eingestellt haben".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...836359,00.html
  1. #1

    Recht hat er der Weltbank-Chef Zoellick

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krise in Griechenland ruft Weltbank-Chef Zoellick auf den Plan. Er fordert, die europäischen Politiker müssten einen Notfallplan für Banken parat haben, falls das Land aus dem Euro ausscheiden sollte. Seine Sorge: Es sei unklar, ob sich die Europäer bereits "mental auf diesen Schritt eingestellt haben".

    Zoellick fordert Hilfen für Banken in der Euro-Zone - SPIEGEL ONLINE
    Mit der Bankenkrise, dem Euro und Griechenland plus weiterer Länder sind die Politiker völlig überfordert.
    Das ist nur ein stochern im Nebel und das Volk wird für dumm verkauft.
    Seit Jahren wird stümperhaft an diesem Problem gebastelt und nichts ändert sich.

    Weg mit den stümperhaften Politikern, hier gehören Experten hin, die ein Studium der Wirtschaft und jahrelange Praxis in dem Fach haben.
  2. #2

    Kapitalabflüsse und Kapitalflucht!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krise in Griechenland ruft Weltbank-Chef Zoellick auf den Plan. Er fordert, die europäischen Politiker müssten einen Notfallplan für Banken parat haben, falls das Land aus dem Euro ausscheiden sollte. Seine Sorge: Es sei unklar, ob sich die Europäer bereits "mental auf diesen Schritt eingestellt haben".

    Zoellick fordert Hilfen für Banken in der Euro-Zone - SPIEGEL ONLINE
    Die griechischen Banken werden zurzeit mit Hilfe der EZB durch Target 2, ELA und LTRO gestützt. Diese Mittelzuführungen werden dem griechischen Bankensektor wiederum durch eine real stattfindende Kapitalflucht entzogen. Dies hat im heutigen Albanien zu einem kleinen Wirtschaftswunder geführt und deren albanische Währung gestärkt.

    Diese realen Mittelabflüsse finden heute schon in den Europroblemvolkswirtschaften statt und destabilisieren ungewollt den dortigen Bankensektor. Auch in diesen Eurovolkswirtschaften hilft die EZB bereits massiv mit den oben beschriebenen Maßnahmen. Die Auflagen durch Basel II und III stellen eine weitere Herausforderung dar.

    Mittelabflüsse oder Kapitalflucht, ein hoher Rekapitalisierungsbedarf der Banken, ein möglicher weiterer Abschreibungsbedarf bei Kreditforderungen, zyklische konjunkturelle Abschwungphasen, steigende Arbeitslosigkeiten, die Einhaltung der Spar- und Sanierungsauflagen lassen die Möglichkeiten nach einem weiteren Rettungsbedarf durch die Fonds EFSF und ESM durchaus als plausibel erscheinen. Die dafür vorgesehenen Mittel, diese Fonds laufen zeitweise parallel zueinander, reichen dafür jedoch nicht aus. Zudem finanziert der EFSF seine langfristigen Ausleihungen kurzfristig, was bei einem weiteren steigenden Finanzbedarf der Fonds zu steigenden Zinsen führen wird. Dies hätte jedoch auch für unsere Bonitätseinstufung und Kreditwürdigkeit erhebliche Auswirkungen, die Phase der niedrigverzinsten deutschen Staatsanleihen würde beendet.

    Währungsexperte Hankel: "Der Euro droht zum Transfer-Rubel zu werden" - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Währungsexperte Hankel: Rückführung zur Wechselkursunion - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Schuldenkrise: Die Trickkiste der Gelddrucker - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    http://www.bis.org/publ/bcbs188_de.pdf
  3. #3

    Aha, wir sollen also also drastisch sparen - vorzugsweise bei Sozialausgaben, Löhnen und staatlichen Leistungen - aber den Banken soll schon wieder Geld hinterher geworfen werden. Die sind schließlich wichtig! Das ganze Ungetüm wird in einem Kollaps enden, nicht weil nicht energisch genug gehandelt wurde, sondern weil permanent das falsche getan wird! Die meisten Länder (Italien, Spanien, Irland und natürlich Griechenland) sind erst richtig in Problemen, seit sie ihre Banken retten mußten.
  4. #4

    Ahem!

    "Das Thema Euro-Bonds ist allerdings ein heikles Thema. Die Bundesregierung lehnt das gemeinsame Schuldenmachen bisher strikt ab."

    Wäre es vielleicht möglich statt dieses dauernden 'die Bundesregierung' und 'bislang' mal zu untersuchen, was denn der Souverän von den bisherigen und etwaigen künftigen Schuldenübernahmen für die Partys anderer Länder auf seine und seiner Nachkommen Kosten hält?
  5. #5

    Es geht nur noch um

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krise in Griechenland ruft Weltbank-Chef Zoellick auf den Plan. Er fordert, die europäischen Politiker müssten einen Notfallplan für Banken parat haben, falls das Land aus dem Euro ausscheiden sollte. Seine Sorge: Es sei unklar, ob sich die Europäer bereits "mental auf diesen Schritt eingestellt haben".

    Zoellick fordert Hilfen für Banken in der Euro-Zone - SPIEGEL ONLINE
    Banken. Man arbeitet nur noch für Banken. Statt meine Kontodaten an den Staat zu geben, sollte ich sie an die Banken geben.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krise in Griechenland ruft Weltbank-Chef Zoellick auf den Plan. Er fordert, die europäischen Politiker müssten einen Notfallplan für Banken parat haben, falls das Land aus dem Euro ausscheiden sollte. Seine Sorge: Es sei unklar, ob sich die Europäer bereits "mental auf diesen Schritt eingestellt haben".

    Zoellick fordert Hilfen für Banken in der Euro-Zone - SPIEGEL ONLINE
    Ich finde es schon ziemlich dreist immer wieder die Forderung aufzustellen: Die Banken MÜSSEN rekapitalisiert werden...

    Die Banken müssen lernen, mit ihren Gelder auszukommen! Wenn sie dazu nicht in der Lage sind, müssen sie abgewickelt werden und gut is

    Man könnte nun auch wieder fragen, ob die Gehälter, die die Manager der Banken (Vorstände, Aufsichtsräte,...) beziehen, leistungsorientiert oder willkürlich sind
  7. #7

    Banken...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krise in Griechenland ruft Weltbank-Chef Zoellick auf den Plan. Er fordert, die europäischen Politiker müssten einen Notfallplan für Banken parat haben, falls das Land aus dem Euro ausscheiden sollte. Seine Sorge: Es sei unklar, ob sich die Europäer bereits "mental auf diesen Schritt eingestellt haben".

    Zoellick fordert Hilfen für Banken in der Euro-Zone - SPIEGEL ONLINE

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    Nein; es ist nicht 'Die Lösung': könnte aber der teil einer Lösung sein...
    Es ist natürlich auch Lobby aber die Meinung von Weltbankpräsident Robert Zoellick nehme ich ernst...
    Zoellick drängt zu Euro-Bonds - Wallstreetjournal.de
    Die Lösung ist sicher ein mehr von Maßnahmen aus Reformen und Vergemeinschaftung; im Extremfall kommt wie in Hellas der Schuldenschnitt. Letzterer wird noch Fans bekommen...
    Ums schiere Begleichen der Verbindlichkeiten geht es längst nicht mehr; mehr ums Überleben des € in seiner heutigen Form...
    Diese Meinung stach mir bereits gestern ins Auge. Die zentrale Aussage im Wallstreet Journal trifft es aber besser. Ob man einen gemeinsamen Fonds für notleidende Banken schafft oder gleich €Bonds auflegt; im Endeffekt erzielt man ähnliche Resultate: Die Vergemeinschaftung der Guthaben und der Schulden in der Eurozone. Spanien wird das erzwingen weil es mit dem kleinen zweistelligen Milliardenbetrag für Bankia längst nicht getan ist. Die faulen Kredite und noch nicht abgeschriebenen Summen der Spanischen Immobilienblase umfassen nach Expertenschätzungen eher weit über 200 Mia. €. Damit ist klar daß es Spanien allein nicht stemmen kann; dazu kommen noch die Schulden der Regionen; Katalonien steht bsw. das Wasser bis zum Hals...
    Vor diesen Szenario haben alle EU Verantwortlichen Angst; auch die deutschen Banken und Versicherungen, die in Spanien tief drinnhängen. Die werden Fr. Merkel zum marschieren bringen...
    Da braucht es derweil keinen Hollande und keinen Obama; der Druck wird aus Deutschland selbst kommen; meine Prognose...

    Schian Gruaß...
  8. #8

    Was tun sprach Zeus...

    Zitat von herbert Beitrag anzeigen
    Mit der Bankenkrise, dem Euro und Griechenland plus weiterer Länder sind die Politiker völlig überfordert.
    Das ist nur ein stochern im Nebel und das Volk wird für dumm verkauft.
    Seit Jahren wird stümperhaft an diesem Problem gebastelt und nichts ändert sich.

    Weg mit den stümperhaften Politikern, hier gehören Experten hin, die ein Studium der Wirtschaft und jahrelange Praxis in dem Fach haben.
    Die Götter:Besoffen, die Politiker: Stümperhaft und korrupt, die Situation: Hoffnungslos bis überschuldet. Was bleibt uns?
    Die elitären Banker mit ihrem fundierten Fachwissen erworben durch fleißiges Studieren. Die letzten jahre an der Praxis grandios gescheitert. Retten erst Euroland und dann die ganze Welt!
    Denn Dummheit ist schließlich so grenzenlos wie die Gier.
  9. #9

    Minsky Moment

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krise in Griechenland ruft Weltbank-Chef Zoellick auf den Plan. Er fordert, die europäischen Politiker müssten einen Notfallplan für Banken parat haben, falls das Land aus dem Euro ausscheiden sollte. Seine Sorge: Es sei unklar, ob sich die Europäer bereits "mental auf diesen Schritt eingestellt haben".

    Zoellick fordert Hilfen für Banken in der Euro-Zone - SPIEGEL ONLINE
    Zoellick ist wie alle anderen, die an Symptomen herumdoktoren, ohne die Ursache des Uebels anzusprechen:

    Der absolute Albtraum der Politiker ist ein Bankrun, der in null komma nichts ausser Kontrolle geraet. Dann fliegen ganze Werkzeugkisten ins Getriebe der globalen Wirtschaft, und die Wachstums-Luftschloesser, welche die elitaeren Vordenker und Propagandisten einer grosszuegigen Ausgabenpolitk auf Pump an die Wahlschafe verkauft haben, zerplatzen wie Seifenblasen.

    Apropos, ein (Hyman) Minsky Moment ist der Event in einer schuldenbasierten wachsenden Oekonomie, in dem der Schuldendienst durch durch die Produktivitaet der Wirtschaft nicht mehr bedient werden kann. Griechenland, Spanien und andere Laender sind da offensichtlich bereits im Abseits.

    Zoellick meint wohl, dass Geldrucken das kleinere Uebel ist.

    Aber er kriegt immer noch nicht den Unterschied zwischen Solvenz und Liquiditaet auf die Reihe. Seine Rezepte helfen im Moment, aber verschlimmern das Problem in der Zukunft.


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