Zitat von
Marut
All die Politiker, die über Sparpakete und Einschnitte auf hoher politischer Ebene diskutieren, haben schon längst den Kontakt zu ihrer Bevölkerung verloren.
Sie kämpfen um verschiedene Maßnahmen ohne zu merken, dass es inzwischen egal ist, was sie entscheiden - sie werden es in ihrer Bevölkerung nicht mehr durchsetzen können.
Auch ist für die meisten Griechen aus den wirklich betroffenen Schichten, also nicht die gehobenen mit viel (steuerhinterzogenem) Geld, sondern die, die ursächlich eher weniger für die Schuldenkriese können, inzwischen auch egal, ob sie mit dem Euro pleite sind oder mit der Drachme. Die Folgen der Währungsreform ist für sie eher abstrakt, die Sparmaßnahmen, um die Geldgeberländer gnädig zu stimmen, aber sehr real.
Auch denke ich, dass aus vielen Gründen, eine Konsolidierung mit der eigenen, alten Währung die bessere Chance ist. Sie waren von den inhaltlichen Veränderungen, die der Eurobeitritt ihnen eigentlich abverlangt hatte, in so kurzer Zeit sowieso überfordert.
Also alles zurück auf Los, die Erfahrungen verarbeiten und unter den alten Geld-Bedingungen die eigene Ökonomie wieder ins Lot bringen.
Auch hat die griechische Regierung die Pleite jetzt lange genug herausgezögert, so dass alle begünstigten Amigos ausreichend Zeit hatten, ihr Geld ausser Landes zu bringen. Also kann doch damit jetzt Schluß gemacht werden - die Lobbyverbände sind doch ausreichend bedient.